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Nachbarschaftsstreit: Grillen und Ärger mit den Nachbarn

Ab wann ist das Grillen auf Nachbars Terrasse oder Balkon eine Belästigung für die übrigen Mieter? Mit solchen Fragen müssen sich immer wieder die Gerichte beschäftigen.

Grillen im Garten führt nicht so schnell zu Nachbarschaftsstreitigkeiten wie die Rußwolke auf dem Balkon nebenan

Grillen im Garten führt nicht so schnell zu Nachbarschaftsstreitigkeiten wie die Rußwolke auf dem Balkon nebenan

Mit den ersten Sonnenstrahlen werden auch die Grills in Gärten und auf Balkonen wieder in Betrieb genommen. Doch was einigen gefällt, nervt andere. Nachbarstreitigkeiten rund um die Brutzelei im Freien beschäftigen immer wieder die Gerichte. Mit etwas Rücksichtnahme können diese Auseinandersetzungen aber vermieden werden.

Streit vorbeugen

Grundsätzlich gelte, dass erlaubt sei, was niemanden unzumutbar belästige, erklärt der Verbandsjurist der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Schleswig-Holstein, Hans-Henning Kujath, die Rechtslage. Das heißt, in einem großen Garten stört das Grillen weniger als auf einem Balkon. Hier ist regelmäßig mit einer Belästigung der Nachbarn durch Gerüche und Ruß zu rechnen.

Kujath verweist auf eine Entscheidung des Amtsgerichts Bonn, wonach auf einem Balkon oder einer Terrasse von April bis September ein Mal im Monat gegrillt werden darf, wenn die potenziell belästigten Nachbarn 48 Stunden zuvor benachrichtigt werden (AZ: 6 C 545/96). Allerdings könne diese Entscheidung nicht ohne weiteres verallgemeinert werden, gibt Kujath zu bedenken. Nach seiner Empfehlung sollten vorherige Absprachen getroffen werden, um nachfolgenden Streitigkeiten aus dem Wege zu gehen.

Nachbarn rechtzeitig "warnen"

Im Übrigen ist beim Grillen Vorsicht geboten. Immer wieder führen Leichtsinn oder ungeeignete Ausrüstung beim Grillen zu schweren Unfällen. Deshalb sollte man schon beim Kauf darauf achten, dass das Gerät auch auf schiefem Untergrund sicher und stabil steht und keine scharfen Ecken und Kanten aufweist, wie der TÜV Rheinland rät. Wer sich für einen Grill mit GS-Zeichen ("Geprüfte Sicherheit") entscheide, sei auf der sicheren Seite. Grills mit dem Q-Signet garantierten zusätzlich gute Qualität durch gleichmäßige Hitzeverteilung, einen höhenverstellbaren Rost, schnelle Grillbereitschaft und hohe Reinigungsfreundlichkeit.

Wegen der Verpuffungsgefahr sollten zum Anzünden der Holzkohle keine Brandbeschleuniger wie Spiritus und Benzin verwendet werden. Zudem könnten gesundheitsschädigende Dämpfe entstehen. Ungefährlich seien dagegen flüssige Spezial-Anzünder oder Anzündewürfel. Aus Gesundheitsgründen ist es empfehlenswert, die Grillzutaten in Aluschalen zu erhitzen. Denn das abtropfende Fett erzeugt Rauch, der Krebs erregendes Benzypren enthält. Um Schadstoffe im Grillgut zu vermeiden, sollte mit dem Grillen erst begonnen werden, wenn die Kohle durchgeglüht sei.

DDP / DDP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.