VG-Wort Pixel

Stiftung Warentest Die Light-Masche: Wann es sich wirklich lohnt, zu fettreduzierten Produkten zu greifen

Stiftung Warentest Light-Produkte
Light-Produkte - manchmal lohnen sie sich, oft nicht
© Getty Images
Zwar spart man mit Light-Produkten Kalorien, dafür zahlt man mit ungesunden Fetten, umstrittenen Süßstoffen oder Zusatzstoffen. Trotzdem gibt es Lebensmittel, bei denen sich die fett- oder zuckerreduzierte Version lohnt.

Die Werbeversprechen sind immer gleich: Mit Angaben wie "Nur 0,1% Fett" oder "30% weniger Zucker" auf sogenannten Light-Produkten wird der Eindruck erweckt, dass diese Lebensmittel gesünder seien als das, was normalerweise auf den Tisch kommt. Bei den Verbrauchern wirkt's: Rund 40 Prozent der Bundesbürger kaufen Umfragen zufolge zucker- und fettreduzierte Lebensmittel. Aber taugen die auch wirklich was?

Stiftung Warentest hat 77 Light-Produkte eingekauft und getestet. Darunter Müsli, Margarine, Milchprodukte, Salami, Käse, Frikadellen und viele weitere Produkte. Die meisten halten tatsächlich ihre Versprechen: Fett und Zucker lassen sich einsparen - und man nimmt auch weniger Kalorien mit ihnen auf. Trotzdem: Das Urteil ist durchwachsen.

Weniger Kalorien, dafür Zusatzstoffe

Wie Stiftung Warentest berichtet, muss mit jedem zweiten Light-Produkt ein Kompromiss eingegangen werden. Zwar spart man Fett, Zucker und Kalorien, bezahlt dafür aber mit ungesunden Fetten, umstrittenen Süßstoffen oder Zusatzstoffen. Zucker und Fett sind Geschmacksträger, fallen die also weg, muss man an der Rezeptur herumwerkeln. Man sollte daher immer einen Blick auf die Nährwerttabellen und Zutatenlisten werfen.

Weniger Zucker bedeutet bei Light-Produkten beispielsweise auch, dass nicht einfach der Zuckergehalt verringert, sondern mit anderen Mitteln nachgesüßt wird. Nur vier von 22 Produkten sind wirklich zuckerreduziert. Ein Beispiel: Das Kinder-Dessert Monte mit "30 Prozent weniger Zucker" enthält mehr Vollmilch, der Ketchup für Kids von Real zusätzlich Wasser. Das Ergebnis unterm Strich: Die Produkte enthalten 15 und 30 Prozent weniger Kalorien.

Weniger Fett hat oft Nachteile, denn der Preis sind oft Palmfett oder viel Zucker. Ein Beispiel: Zwei von vier Dressings im Test enthalten weniger Fett und Kalorien als das Original, aber mehr Zucker. Das ist beim Joghurtdressing von Aldi Süd und Rewe der Fall.

Light kann sich aber auch lohnen. Stiftung Warentest rät daher zu fettreduzierten Frikadellen, Salami, Käse und Halbfettmargarine. Mit all den Produkten kann man ohne Kompromisse Kalorien sparen. Zuckerreduziert lohnt sich häufig bei Müsli. Generell gilt: Verbraucher sollten Produkte bevorzugen, die von Natur aus zucker- und fettarm sind: Dazu zählen Gemüse, Joghurt pur, Magerquark und Schinken.

Lesen Sie hier den ganzen Test gegen Gebühr.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker