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Stiftung Warentest: Zwischen zwei Euro und 120 Euro: Wie viel muss man für guten Balsamico ausgeben?

Kein anderes Land hat so viele Lebensmittel schützen lassen wie Italien: Darunter auch der Balsamico, die Essigspezialität aus Modena. Stiftung Warentest hat 27 Produkte geprüft - die unterscheiden sich immens, preislich wie geschmacklich.

Balsamico

Welcher Balsamico ist der Beste? Stiftung Warentest hat 27 Produkte geprüft.

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Muss es wirklich der teure Balsamico sein? Das kommt darauf an, wofür Sie den Essig anwenden. Guter Balsamico muss nicht teuer sein, doch für Geschmack zahlt man extra. Wer eine Vinaigrette anrühren möchte, kann ruhig eine günstige Variante nehmen. Wer aber Speisen das gewisse Etwas verleihen will, braucht einen stark aromatischen Balsamico.

19 dunkle "Aceto Balsamico di Modena" und acht "Condimento Bianco" hat sich Stiftung Warentest genauer angesehen. Preislich gibt es gewaltige Unterschiede. Um das 60-Fache unterscheiden sich die Preise für Balsamico im Test. Knapp zwei Euro pro Liter kostet der Essig im Supermarkt, etwa bei Aldi und Kaufland. 52 bis 120 Euro verlangen die bekannten Hersteller Cremonini und Giusti für ihre Produkte.

Balsamico: Für Geschmack muss man zahlen

Zwischen den Balsamicos liegen vor allem geschmacklich Welten: Elf gute sind dabei, darunter die teuren von Cremonini (52 Euro je Liter) und Giusti (120 Euro) sowie die günstigen von Aldi Süd und Kaufland (je 1,98 Euro). Auch die Produkte von Rapunzel, Alnatura, Mazzetti Barrique und Kühne für 5,40 Euro bis 36 Euro pro Liter erhielten das Geschmacksurteil "Gut". 

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Balsamico ist dabei kein simpler Weinessig. Ihm wird vielmehr konzentrierter Traubenmost zugesetzt. Das schmeckt man vor allem bei den teuren Produkten von Cremonini und Giusti. Sie erhalten in der Verkostung die Note 1. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: einigen Balsamicos - zum Beispiel von Kühne, Penny und Rewe wird der Farbstoff Zuckerkulör zugesetzt. Das ist zwar erlaubt, aber unnötig.

Bei den Weißen sieht es nicht ganz so gut aus: Im Test überzeugte keiner im Geschmack oder in der Zusammensetzung. Verlierer sind die günstigen von Edeka, Lidl und Penny. Der Grund: Sie enthalten zu wenig Traubenmost, der für den Geschmack ausschlaggebend ist.

Lesen Sie hier den Test in voller Länge gegen Gebühr