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TV-Kritik

"Kitchen Impossible": Tim Mälzer: "Ich bin der beste italienische Koch außerhalb Italiens"

Die einzige Frau, die bei der diesjährigen Staffel von "Kitchen Impossible" teilnimmt, bricht Tim Mälzer mit einer schier unlösbaren Aufgabe. Er hingegen vergnügt sich in der veganen und italienischen Küche.

Tim Mälzer Kitchen Impossible

Tim Mälzer mit Nonna Antonietta beim Nudelmachen

Beim letzten Duell mit Maria Groß hat sich Tim Mälzer einen dreifachen Bandscheibenvorfall beim Ausheben eines Erdlochs zugezogen. Etwas, was er bis heute nicht verdaut hat, denn er erwähnt es im Einspieler dutzende Male. Und vielleicht ist das auch ein Grund, warum er sich noch einmal mit Maria Groß duellieren will. Er will es ihr heimzahlen. Natürlich nicht mit körperlichen Schmerzen, so wie er sie damals erleiden musste. Sondern mit richtig fiesen Aufgaben. Zumindest denkt er das.

Die erste Herausforderung der sich Maria Groß stellen muss, sind Croissants und Marmeladen der Großmeisterin Christine Ferber. Die zählen laut dem französischen Kochgott Paul Bocuse zu den besten Marmeladen der Welt. Eine schöne Aufgabe wie sich herausstellt und gar nicht so gemein wie der TV-Koch dachte. Maria Groß war einst eine der jüngsten Sterneköchinnen und verließ ihr Restaurant, als sie merkte, dass sie "immer mehr zum Arschloch wurde". Darauf hatte sie keine Lust mehr. Jetzt kocht sie in Erfurt in ihrem eigenen Laden, der das Label "Maria Ostzone" trägt. 

Einen Blätterteig für Croissants macht die Köchin zwar zum ersten Mal, doch mit so viel Hingabe und Leidenschaft, dass sie mit einem guten Ergebnis und erhobenen Hauptes aus der Challenge gehen kann. Ihre Marmeladen kommen bei der Jury sogar "exzellent" an. 

Emotionen in London

Den wohl emotionalsten Moment der Folge hat Mälzer in London. Der TV-Koch hat hier als Lehrling gearbeitet, hatte wenig Geld, war einsam. Mit der "Kitchen Impossible"-Crew fährt er zu seiner alten Wohnung. Als er im Hinterhof steht, kommen ihm die Tränen. "Es war eine harte Zeit", sagt Mälzer im Video. Er blickt mit Demut auf seinen Weg als Koch. Weniger emotional war seine Kochaufgabe in der englischen Haupstadt. Vegane Küche in einem hippen Pop-up-Restaurant in Shoreditch. "Ich habe nichts gegen vegan", sagt Mälzer. Er mag nur nicht das Label und das man alles benennen muss. Die Gemüseküche verehrt der TV-Koch seit jeher. Daher gelingt ihm das vegane Gericht auch gar nicht schlecht.

Die gemeine Aufgabe des Tim Mälzers

Kniffliger wird es für Maria Groß in Deutschland. Mälzer stellt sie vor eine fast unlösbare Aufgabe: modern-molekulare italienische Küche. Mit dieser Herausforderung hat der TV-Koch die Thüringer Köchin gebrochen. Im ersten Duell fällt die kernige Köchin vor allem durch ihr lautes und fast schon penetrantes Lachen auf. Im zweiten Duell vergeht ihr das. Sie versagt auf ganzer Linie. Mälzer hat es ihr heimgezahlt. "Es war ein ganz schlimmer Tag", sagt Maria Groß. Mälzer muss es bei ihr wiedergutmachen. Im Interview mit dem stern hatte sich Tim Mälzer noch beschwert, dass die Aufgaben für ihn so gemein ausgesucht worden seien. Das sollte er lieber nicht mehr so laut sagen.

"Ich bin Italien"

Großartig und fast schon ein Geschenk ist die Herausforderung für Tim Mälzer. "Es ist weltweit bekannt, dass ich der beste italienische Koch außerhalb Italiens bin", sagt er wenig bescheiden. "Ich bin Italien. Ich bin eine Nonna". Wie will Maria Groß ihn mit dieser Überheblickheit herausfordern? Mälzer hat bei Gennaro Contaldo gelernt, italienischer Koch, der durch seine Zusammenarbeit mit Jamie Oliver (der gemeinsam mit Mälzer bei ihm gelernt hat) bekannt ist. Pasta kann Mälzer. Hausgemachte Orecchiette (Pasta in Öhrchenform) in Tomatensugo mit Polpette von Nonna Antonietta sollten keine Schwierigkeit sein. Eigentlich.

Doch verschätzt sich Mälzer mit der Menge. Bis spät in die Nacht hinein formt Mälzer Stück für Stück die einzelnen Nudeln. Die eigentlich so einfache Tomatensauce sowie die Brot-Klöße überfordern den TV-Koch. Aber lange nicht so sehr wie Maria Groß in der molekularen Küche. In der Jury sitzt die Familie von Nonna Antonietta, die ist kritisch. Italiener dulden keine Abweichungen vom Originalrezept. Vielleicht lehrt ihn aber diese Aufgabe, ein wenig demütiger zu sein - und manchmal einfach seine "Klappe" zu halten (wie er selbst sagt), bevor er sich der Herausforderung stellt. Trotz der Niederlage schlägt der TV-Koch Maria Groß. Aber nur, weil er fast ein bisschen unfair gespielt hat. Das hat er eigentlich nicht nötig. 

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.