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TV-Kritik

"Kitchen Impossible": Brutal lokal: Ist bei Tim Mälzer die Luft raus?

Der Neuzugang Duc Ngo bei "Kitchen Impossible" will Tim Mälzer im Duell schlagen und trifft Mälzers wunden Punkt. Ist der TV-Koch siegesmüde?

Raubt der Kontrahent Duc Ngo Tim Mälzer die Lust am Kochen?

Raubt der Kontrahent Duc Ngo Tim Mälzer die Lust am Kochen?

Tim Mälzer ist vor allem für eines bekannt: für seinen Ehrgeiz, seinen Siegeswillen. Und für seine Kreativität, wenn er den Tiefpunkt erreicht hat. In der zweiten Folge von "Kitchen Impossible" sieht man davon leider wenig. Es scheint, als wäre beim TV-Koch die Luft raus. Verantwortlich dafür ist "The Duc Ngo". Der gebürtige Vietnamese mit chinesischen Wurzeln flüchtete als Fünfjähriger mit seiner Familie nach Berlin. Dort baute er ein Asia-Gastroimperium als Autodidakt auf. Mittlerweile führt er zehn Restaurants in der Hauptstadt. Sein Vorteil: Duc Ngo hatte zwei Staffeln Zeit, Mälzers Schwächen ausgiebig zu studieren und zu analysieren.

Einen Sieg wünscht Mälzer wohl niemand mehr. Zu oft hat er in den vorangegangen Episoden gewonnen. Also, warum Mälzer nicht den Spaß am Kochen nehmen, sodass er "Kitchen Impossible" irgendwann hasst? Fast schon zu gewollt werden dem TV-Koch daher die Aufgaben ausgesucht.

Brutal lokal ist nichts für Tim Mälzer

Brutal lokal heißt Mälzers erste Herausforderung. Im "Nobelhart & Schmutzig" in Berlin, ein Restaurant, das sich Regionalität auf die Fahne geschrieben hat. Hier wird nur mit Zutaten gekocht, die in einem 100-Kilometer-Radius wachsen und gedeihen. Das Konzept hat für internationales Echo gesorgt und ist das It-Restaurant in der deutschen Hauptstadt. Für Mälzer aber fehlt in den Gerichten die Leidenschaft, sich richtig reinhängen, kann sich der TV-Koch also nicht. "Heute ist bei mir der Ehrgeiz nicht geweckt worden. Ich habe akzeptiert, dass ich den richtigen Weg nicht gehen kann, weil ich ihn nicht kenne", sagt Mälzer im Einspieler. Irgendwie macht es keinen Spaß, wenn bei Tim Mälzer die Emotionalität nicht geweckt wird. "Kitchen Impossible" lebt auch genau davon. Mälzers Ergebnis ist schlecht. Er erhält 3,3 Punkte.

Kulinarische Geschichten für Duc Ngo

Dafür sind die Aufgaben für Duc Ngo sehr viel interessanter und auch emotionaler. In Österreich muss er ein Huhn in der Schweinsblase kochen, in den USA darf er sich an Burger und Pommes frites ausprobieren. Die Challenges sind nach der Kulinarik gewählt, beide Aufgaben erzählen eine Geschichte. Natürlich sind sie auch anspruchsvoll, doch rauben sie ihm nicht den Spaß am Kochen.

Duc Ngo ist nicht nur ein betriebswirtschaftlich erfolgreicher Gastronom. Er kann kochen, ist gut in der Analyse und meistert seine Aufgaben problemlos. Mälzer und er sind sich nicht unähnlich. Duc ist wie Mälzer ein Großmaul, überschätzt sich gern und sieht sich bereits vor der ersten Aufgabe als Sieger. Es fallen Sprüche wie "Cheers Tim, auf meinen Sieg" oder "Es wirkt jetzt alles nicht so aufwendig". Vielleicht war Mälzer zu nachsichtig bei der Auswahl der Aufgaben.

Großartig aber sind Ducs Momente mit der Schweinsblase. Beim Reinigen würgt er so oft, dass man Angst hat, er wird sich gleich während der Aufnahmen übergeben. Es geht aber alles gut.

Tim, wir brauchen wieder mehr Emotionen!

Zum Glück darf Tim Mälzer noch in Ducs Heimat Hanoi in Vietnam und auf traditionelle Weise Ducs Lieblingsgericht "Bun Cha" kochen - gegrilltes Schweinefleisch, Reisnudeln, Kräuter und eine Dip-Sauce. Die Umstände aber machen es Mälzer nicht leicht. Es ist tropisch heiß, es gibt keine Kühlschränke, keinen Herd, die Grills sind auf etwa 30 Zentimetern Höhe. Alles andere als einfach. Den Geschmack der Vietnamesen trifft er nicht ganz, obwohl sogar ein wenig Emotionalität aufkommt: Mälzer flucht wie eh und je. Nur die Leidenschaft, die Begeisterung fürs Essen ist auch in diesem Duell kaum vorhanden. 

Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Duc Ngo einen Durchmarsch hinlegt. Und sein erstes Mal bei "Kitchen Impossible" gewinnt.

Von Tim Mälzer und auch ein wenig von seinen Aufgaben bleibt etwas Enttäuschung zurück. Da muss noch mehr gehen. Zum Glück hat Mälzer ja noch sechs Folgen Zeit, die ersten beiden Verlierer-Episoden aufzuholen. Es macht dann doch mehr Spaß zu gucken, wie Mälzer gewinnt. 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.