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Das Original: Nur so isst man Käsefondue richtig

Käsefondue ist das perfekte Essen für Familie und Freunde an kalten Tagen. Jeder Schweizer hat sein ureigenes Rezept für die Spezialität. Was Schweizer nie tun würden: Käsefondue im Restaurant zu essen.

Die Schweizer schwören auf ihre Käsemischungen. Für Fondue mischt man sich diese einfach selber oder man kauft sie als Fertigmischung bereits gerieben in einem Käseladen. Hier eine Mischung aus Bergkäse, Gruyère, Appenzeller und Vacherin. Zuhause wird oft auch nur eine Käsesorte verwendet.

Die Schweizer schwören auf ihre Käsemischungen. Für Fondue mischt man sich diese einfach selber oder man kauft sie als Fertigmischung bereits gerieben in einem Käseladen. Hier eine Mischung aus Bergkäse, Gruyère, Appenzeller und Vacherin. Zuhause wird oft auch nur eine Käsesorte verwendet.

Auf Französisch sagt man fondue au fromage, fondue steht für geschmolzen, fromage für Käse. Ursprünglich kommt Käsefondue aus den Westalpen, also der französischsprachigen Schweiz. Die Grundzutaten sind beim Käsefondue immer gleich: Käse, Weißwein, Knoblauch und etwas Maisstärke zum Abbinden. Wer mag, würzt sogleich mit schwarzem Pfeffer. Die Käsemischung ist für Schweizer essentiell, sie lässt sich beliebig variieren, und jeder hat sein eigenes perfektes Rezept.

Der Legende nach soll der Mönch Vacarinus das Käsefondue im 13. Jahrhundert erfunden haben. In der Fastenzeit wollte er nicht auf Käse verzichten, also erwärmte der Mönch diesen einfach und verspeiste den Käse als "Suppe". So konnte er die strengen Vorschriften umgehen. Sein Geheimnis währte nicht lange, es fanden sich viele Nachahmer in seinen Reihen.

Das klassische Fondue wird auch Moitié-Moitié genannt. Das heißt übersetzt Halbe-Halbe und meint die Original-Schweizer-Käse-Rezeptur: Zu gleichen Teilen wird hierfür Le Gruyère und Vacherin Fribourgeois verwendet. Der Gruyère wird in der Schweiz seit circa 1155 traditionell hergestellt. Seine Herkunft ist geschützt. Genauso wie die des Vacherin Fribourgeois. 

Sechs Tipps für das perfekte Käsefondue

1. Topf

Für Käsefondue benötigt man einen sogenannten Caquelon – einen speziellen flachen Topf aus Keramik oder Steingut. Der Caquelon wird auf einen Rechauds (Fondue-Kocher) gestellt, so kann der Käse warm gehalten werden. Am besten kocht man die Käsemischung vorher auf dem Herd auf, bindet mit Maisstärke ab und stellt den Topf auf den Rechauds.

2. Käsefondue

Zur Käsemischung gehört Knoblauch und auch Weißwein für die Säure und Maisstärke zum Abbinden. Die Schweizer trinken dazu gern ein Gläschen Kirschwasser.

3. Konsistenz

Käsefondue darf niemals zu dünn werden. Daher bei Bedarf etwas Maisstärke hinzugeben und die Flamme höher stellen. So dickt die Käsemischung wieder ein. Wenn es zu dick ist, einfach Weißwein dazugeben.

4. Menge

Pro Person sollte man mit 200 bis 250 Gramm Käse rechnen. Wer mag, kann sich den Käse an der Käsetheke bereits reiben lassen. Das geht zumindest in der Schweiz. In Deutschland vermutlich nur beim Käsehändler des Vertrauens.

Tipp: Wer zu viel Käse über hat, kann die Mischung einfrieren und später ohne Auftauen mit Wein aufkochen.

5. Beilagen

Es passt, was schmeckt: Brot ist ein Muss, aber auch Pellkartoffeln, Cornichons, Silberzwiebeln oder Birne passen gut.

6. Getränke

Da bereits Weißwein in der Käsemischung ist, warum nicht gleich noch ein Gläschen zum Essen dazustellen? Bei Fondue-Liebhabern ist aber auch eine leichte Begleitung beliebt: Schwarz- oder Kräutertee, der regt die Verdauung an. 





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