Halbleiterindustrie
Bei Infineon geht es aufwärts

Infineon-Chef Jochen Hanebeck kann steigende Zahlen melden. (Archivbild) Foto: Peter Kneffel/dpa
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Das bayerische Unternehmen will stärker als erwartet wachsen. Selbst im zuletzt schwierigen Automotive-Bereich sieht Konzernchef Hanebeck eine positive Entwicklung.

Der Chip- und Halbleiterkonzern Infineon ist im Aufwind. Im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres von Januar bis März machte das Unternehmen aus Neubiberg bei München 301 Millionen Euro Gewinn, wie es mitteilt. Das übertraf sowohl das vor als auch das Vorjahresquartal deutlich - um 18 beziehungsweise 30 Prozent.

"Infineon hat seine Ziele im ersten Geschäftshalbjahr voll erreicht", sagt Konzernchef Jochen Hanebeck. Und es soll noch weiter aufwärtsgehen: "Im zweiten Halbjahr werden wir stärker als bislang erwartet wachsen, ein breiterer Aufschwung vieler Endmärkte ist in Sicht. Der KI-Boom weitet sich aus und unsere Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren sind äußerst gefragt. Der Ausbau der Energieinfrastruktur gewinnt an Fahrt und ist ein zunehmender Wachstumstreiber für unser Industriegeschäft."

Prognose angehoben

Selbst im Bereich Automotive sieht Hanebeck "eine positive Entwicklung, insbesondere bei softwaredefinierten Fahrzeugen" auch wenn das Geschäft mit Hochvoltkomponenten für Elektroautos herausfordernd sei. "Erneute Marktanteilsgewinne in Automotive bestätigen unseren Kurs. Wir gehen zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte, behalten geopolitische und gesamtwirtschaftliche Risiken aber aufmerksam im Blick."

Infineon hat daher auch die Prognose für das Geschäftsjahr angehoben. Der Umsatz soll jetzt nicht mehr moderat, sondern deutlich steigen und auch die Profitabilität besser ausfallen. Im abgelaufenen Quartal hatte Infineon den Umsatz leicht auf 3,8 Milliarden gesteigert.

dpa

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