Die Stichwahlen zur Kommunalwahl in Bayern laufen: Seit 8.00 Uhr können im Freistaat vielerorts alle Wahlberechtigten ihre Stimmen abgeben - überall dort, wo bei den Landräten, Oberbürgermeistern und Bürgermeistern im ersten Wahlgang am 8. März kein Bewerber und keine Bewerberin mehr als 50 Prozent der Stimmen holte.
Konkret gehen deshalb in 29 Landkreisen und mehr als 250 Städten und Gemeinden die Erst- und Zweitplatzierten noch einmal direkt gegeneinander ins Rennen.
Die Stichwahl findet von 8.00 bis 18.00 Uhr statt - in der Regel in denselben Wahlräumen wie am 8. März. Dafür sollten die Wähler laut Stadt München ihre weiterhin gültige Wahlbenachrichtigung der Kommunalwahlen und ein Ausweisdokument mitbringen. Wer die Wahlbenachrichtigung verloren hat, muss sich über seinen Wahlraum informieren und kann auch nur mit einem Ausweisdokument wählen.
Es wird noch einmal spannend
In München musste der bisher amtierende Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) im ersten Wahlgang mit 35,6 Prozent der Stimmen einige Verluste hinnehmen. Sein Herausforderer Dominik Krause (Grüne) lag mit 29,5 Prozent nicht weit hinter ihm zurück. Es ist in der Landeshauptstadt also ein spannendes Rennen in der Stichwahl.
In Nürnberg kommt es zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Marcus König von der CSU und dem SPD-Herausforderer Nasser Ahmed - mit deutlich besseren Chancen für König. In Augsburg muss Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) in der Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten Florian Freund antreten. Sie hatte zwar im ersten Rennen einen deutlichen Vorsprung, aber bei Stichwahlen werden die Karten eben oftmals wieder komplett neu gemischt.
In Bamberg rechnen sich die Grünen gute Chancen aus, den OB zu stellen: Ihr Kandidat Jonas Glüsenkamp und Sebastian Niedermaier (SPD) gehen nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen im ersten Wahlgang in die Stichwahl. Beide lagen am 8. März überraschend vor Ex-CSU-Staatsministerin Melanie Huml (CSU).