Sieben Monate nach dem Start des Ersatzverkehrs wegen der Generalsanierung auf der Zugstrecke zwischen Hamburg und Berlin tauscht der Betreiber seine Busflotte aus. Die neuen Fahrzeuge werden bereits von Sonntag an unterwegs sein. Grund für den Wechsel sei eine Änderung beim Fahrzeugleasing, teilte das Busunternehmen Ecovista mit, das den Schienenersatzverkehr mit rund 200 Bussen und 500 Fahrern betreibt. Nach Angaben der Firma werden im Schnitt rund 30.000 Fahrgäste pro Tag mit den Bussen zwischen Hamburg und Berlin befördert.
Alle Linien würden wie gewohnt und nach Fahrplan bedient. Da die Fahrzeuge getauscht würden, seien die Busse teils mit anderen als den bekannten Ausstattungsmerkmalen im Einsatz. Das gelte mitunter für die bekannte Folierung im Farbton Verkehrspurpur. Vorübergehend werde es auch bei der Übertragung der Fahrdaten in Echtzeit Einschränkungen geben.
"Wir tun alles dafür, die neue Fahrzeugflotte so schnell und unauffällig wie möglich einzuführen und den Ersatzverkehr weiterhin so stabil wie möglich zu fahren. Die Leitstelle und unser Fahrpersonal arbeiten wie gewohnt, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen – rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche", hieß es bei Ecovista.
Streckensanierung dauert länger
Der Tausch der Fahrzeugflotte stehe in keinem Zusammenhang mit der länger dauernden Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. Auch über den 30. April hinaus könne der Schienenersatzverkehr durch Ecovista sichergestellt werden.
Die Sanierung der Strecke dauert länger als geplant - nach Bahn-Angaben eine Folge des frostigen Winters. Die Bahn-Tochter DB InfraGo teilte kürzlich mit, man gehe davon aus, dass die Wiederaufnahme des Betriebs zum 30. April nicht mehr möglich sein werde. Wie lange sich der Abschluss der Bauarbeiten auf der Strecke verzögern wird, blieb zunächst unklar. Einen neuen Zeitplan will die Bahn am 13. März bekanntgeben.