Das 95. Deutsche Spring-Derby wird in diesem Jahr zur Generalprobe für das Weltfest des Pferdesports in Aachen. "Einige Reiter haben mir schon gesagt, dass sie ihre Pferde auch schon auf Rasen testen wollen", sagte Turnierchef Matthias Rath bei einer Pressekonferenz in Hamburg.
Die traditionsreiche Veranstaltung im Derby-Park von Klein Flottbek findet in diesem Jahr vom 13. bis 17. Mai statt, der TSCHIO in Aachen am Wochenende darauf. Dazu werden in der Soers vom 11. bis 23. August als absoluter Höhepunkt des Jahres auch die Weltmeisterschaften ausgetragen.
Besondere Pferde für einen besonderen Parcours
Dass es für den schwierigen Derby-Parcours besondere Pferde braucht, weiß auch Lokal-Matador Hannes Ahlmann. Der 25-Jährige, der als Kind schon den Großen Wall auf dem Hosenboden heruntergerutscht ist, möchte zwar beim Derby starten, musste aber zugeben: "Ich habe noch nicht das passende Derby-Pferd."
Wie im vergangenen Jahr ist das Traditionsspringen mit 120.000 Euro dotiert. Im Hinblick auf das Starterfeld hielt sich Turnierchef Rath noch bedeckt. Ob zum Beispiel auch der 2025er-Sieger André Thieme wieder dabei ist, steht bisher nicht fest.
Olympia-Macher hoffen auf positive Signale
Eine Änderung wird es in diesem Jahr beim 66. Dressur-Derby geben. So wird auf den Pferdewechsel, bei dem die Reiterinnen und Reiter auch auf den Vierbeinern der Konkurrenz bestehen müssen, verzichtet. Die Addition der Ergebnisse aus Grand Prix und Kür entscheiden über das Blaue Band.
2025 hatten etwa 90.000 Zuschauer das Derby besucht, Sportler aus 30 Nationen waren am Start. Diese Bühne wollen die Macher der Hamburger Olympia-Bewerbung auch für den Endspurt für das Referendum am 31. Mai nutzen. Dann entscheiden die Einwohnerinnen und Einwohner, ob sich die Hansestadt für die Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben soll.