Marineschiffe, Großsegler und Museumsschiffe: Der 837. Hafengeburtstag ist bei Sonnenschein mit der traditionellen Einlaufparade gestartet. Tausende Besucherinnen und Besucher konnten rund 100 Boote bei ihrer Fahrt vorbei an Elbphilharmonie und Landungsbrücken bestaunen.
Eröffnet wurde die Parade mit Kanonenschüssen, Raketen und der deutschen Nationalhymne. Viele Blicke zog der Großsegler "Statsraad Lehmkuhl" auf sich, ein großer Dreimaster, der aus Norwegen angereist ist. Auch das Forschungsschiff "Atair" des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie und das Schiff "Neuwerk" des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe-Nordsee waren dabei.
Gefeiert wird in Hamburg drei Tage lang mit buntem Programm: Mehr als 250 Schiffe sollen für das Fest im Hafen eintrudeln. Mit einer großen Drohnen-Lichtshow am Abend wird der Himmel über dem Hafen in ein visuelles Zeichen für die Hansestadt verwandelt, um Hamburgs Olympia-Bewerbung zu unterstreichen, wie der Veranstalter mitteilte. Das größte noch fahrtüchtige Museumsfrachtschiff der Welt, "Cap San Diego", lädt zu Hafenrundfahrten, bei denen Besucher auch in den Maschinenraum blicken dürfen.
Mit Livemusik und Schlepperballett ins Wochenende
Auch Musikfans kommen auf ihre Kosten: Wie in den vergangenen Jahren liegt eine schwimmende Bühne auf der Elbe an den Landungsbrücken, auf der am Abend unter anderem der Sänger Oli P. und die Band Santiano zu sehen sein werden. Pünktlich zum Start des Volksfestes eröffnet im Hamburger Rathaus außerdem eine Ausstellung, in der Briefe der Beatles-Mitglieder enthüllt werden, die die fünf Musiker zwischen 1960 und 1962 aus Hamburg in die Welt verschickten.
Zum traditionellen Schlepperballett drehen am Samstag tonnenschwere Schiffe Pirouetten zu klassischer Musik auf der Elbe. Die Bühnenshow wird am Abend mit einem großen Feuerwerk gekrönt. Wie schon in den Vorjahren erwarten die Veranstalter am Wochenende über eine Million Besucherinnen und Besucher.
Der Hafengeburtstag erinnert an den Beginn des zollfreien Handels über die Elbe, den Kaiser Friedrich Barbarossa am 7. Mai 1189 mit einem Freibrief ermöglicht haben soll. Dieses Datum gilt seither als Geburtsstunde des Hamburger Hafens.