Harz
Bundeswehr prüft das geplante Camp auf dem Brocken

Auf dem Brocken plant die Bundeswehr für Mai ein Karrierecamp. (Archivbild) Foto: Matthias Bein/dpa
Auf dem Brocken plant die Bundeswehr für Mai ein Karrierecamp. (Archivbild) Foto
© Matthias Bein/dpa
Die Bundeswehr sucht Personal und nutzt dafür auch besondere Orte. Die Brockenkuppe soll dazugehören. Das stößt aber auch auf Kritik.

Die Bundeswehr prüft derzeit die Durchführung des für die zweite Mai-Hälfte geplanten Karriere-Camps auf dem Brocken. "Wie bei jeder Veranstaltung werden die Rahmenbedingungen und etwaige Auflagen mit den verantwortlichen Stellen umfänglich geprüft", erklärte ein Sprecher der Bundeswehr aus Köln auf Anfrage. In diesem Fall plane die Truppe, sich in Zelten und Absetzcontainern zu präsentieren.

"Über die zu erwartenden Besucher hinaus werden nach derzeitigem Planungsstand regional weiterführende Schulen angeschrieben und zu einer Teilnahme am Camp Brocken eingeladen", so der Sprecher weiter.

Kritik von Nationalparkverwaltung

Die Pläne stoßen teils bei Politik sowie bei Natur- und Umweltschützern auf Vorbehalte und Kritik. Die Nationalparkverwaltung Harz lehnt das Camp auf dem Brocken ab. Mit großer Erleichterung habe man zwar die Zusage der Bundeswehr aufgenommen, auf den Einsatz von Luftfahrzeugen über dem Berg zu verzichten, hieß es in einer Mitteilung. 

Grundsätzlich vertrete die Nationalparkverwaltung aber nach wie vor die Auffassung, dass es wesentlich besser geeignete Orte gebe, an denen die Werbung für die Bundeswehr nicht unvermeidlich in Konflikt mit dem Naturschutz trete. "Die Nationalparkverwaltung bittet die Bundeswehr somit abermals, eine der ihr oder dem Landkreis Harz vorgeschlagenen Alternativen zu nutzen."

Der Bundeswehrsprecher erklärte: "Die Bundeswehr ist immer auf der Suche nach interessanten und authentischen Orten für personalwerbliche Zwecke." Ähnliche Veranstaltungen fänden nahezu wöchentlich deutschlandweit statt.

dpa