Wegen knapp werdender Vorräte während der vergangenen Winterwochen ruft das Deutsche Rote Kreuz die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland aktuell dringend zur Blutspende auf. Wegen des winterlichen Wetters seien zu Jahresbeginn zahlreiche Blutspendetermine abgesagt oder schwächer besucht worden, teilte der Blutspendedienst West mit. Gleichzeitig führe die anhaltende Infektwelle dazu, dass viele Bürger aktuell vorübergehend nicht spenden könnten.
"Bereits zu Jahresbeginn ist das Spendenaufkommen deshalb, und wegen der Feiertage, unter dem notwendigen Niveau geblieben", so der Blutspendedienst. Weil der Bedarf an den Kliniken unverändert hoch bleibe, reichten die Lagerbestände daher zur Zeit nur noch rund eineinhalb Tage.
"Versorgung darf nicht ins Wanken geraten"
"Die Situation ist ernst. Krankenhäuser benötigen täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen. Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten", erklärte Sprecher Stephan David Küpper.
Man gehe mit den knappen Beständen verantwortungsvoll um, hieß es weiter. Eine nachhaltige Stabilisierung sei aber nur möglich, wenn kurzfristig deutlich mehr gesunde und spendefähige Bürgerinnen und Bürger zeitnah zur Blutspende kämen.
Insgesamt stellt das DRK nach eigenen Angaben rund 78 Prozent des gesamten Blutbedarfs bereit und sichert damit eine Grundversorgung für mehr als 23 Millionen Menschen im Einzugsgebiet. Daneben können Bürger auch in Unikliniken, vielen Krankenhäusern oder bei kommunalen und privaten Blutspendezentren Blut spenden.