Der Tatverdächtige im Mordfall Amy Lopez konnte aufgrund einer freiwilligen DNA-Probe ermittelt werden. "Der anschließende Abgleich mit der gesicherten molekulargenetischen Tatortspur führte zu einer Identifizierung des bislang unbekannten Spurenverursachers", sagte Simone Roeder von der Ermittlungsgruppe Cold Case beim Polizeipräsidium Koblenz.
Im Zuge einer Neubewertung des Falls habe man jüngst Personen in den Blick genommen, die bei den damaligen Ermittlungen nicht im Fokus standen. "Auf dieser Grundlage wurde bei einer Vielzahl von Personen eine freiwillige DNA Vergleichsprobe erhoben."
Der am Montag verhaftete 81-Jährige sei auch 1999 als Ermittlungsspur erfasst worden, sagte Roeder weiter. Der Hinweis beruhte auf einer Verurteilung wegen versuchter Vergewaltigung im Jahr 1999. Aber: Die Bewertung der Spur habe nicht zur Begründung eines konkreten Tatverdachts geführt. Insgesamt habe es in dem Fall Amy Lopez knapp 300 Ermittlungsspuren gegeben.