Migration
Weniger Ausweisungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Aus einer Anfrage der Linksfraktion an die Bundesregierung gehen Zahlen zum Entzug des Aufenthaltrechts von Ausländern hervor. (
Aus einer Anfrage der Linksfraktion an die Bundesregierung gehen Zahlen zum Entzug des Aufenthaltrechts von Ausländern hervor. (Symbolbild) Foto
© Jonas Walzberg/dpa
Im vergangenen Jahr wurde in Rheinland-Pfalz mehr als 350 und im Saarland mehr als 30 Menschen das Aufenthaltsrecht entzogen. Damit liegen beide Bundesländer im bundesweiten Trend.

In Rheinland-Pfalz ist im vergangenen Jahr 379 Ausländerinnen und Ausländern das Aufenthaltsrecht entzogen worden. 2024 waren es 457, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die der "Rheinischen Post" vorliegt und die die Deutsche Presse-Agentur einsehen konnte. Im Saarland waren vom Entzug des Aufenthaltsrechts vergangenes Jahr 37 Menschen betroffen, 2024 waren es 41. 

Zahl der Ausweisungen bundesweit leicht zurückgegangen

Deutschland hat den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 8.232 Ausländerinnen und Ausländern das Aufenthaltsrecht entzogen. Im Vorjahr 2024 waren es 9.277.

In Rheinland-Pfalz ergingen die meisten Ausweisungsverfügungen 2025 wie im bundesweiten Trend gegen Menschen aus Georgien (67) und Albanien (41). Danach folgen Moldau (37) und die Türkei (30). Das waren auch im Jahr zuvor die Hauptherkunftsländer gewesen, wobei Moldau (54) die Liste damals knapp vor Georgien (52) anführte. 

Im Saarland ergingen demnach im Jahr 2025 am häufigsten Ausweisungsverfügungen gegen Ausländer aus der Ukraine (10), Syrien (7), Algerien und Vietnam (jeweils 3). Im Jahr zuvor war Syrien mit Abstand (18) das Hauptherkunftsland, danach folgten Tadschikistan und die Türkei (jeweils 5). 

Die Ausweisung ist eine Maßnahme der Gefahrenabwehr. Betroffene sind dann ausreisepflichtig. Eine Abschiebung ist jedoch erst möglich, wenn auch eine entsprechende Abschiebungsandrohung erlassen wurde.

dpa