Wahlkampf Rheinland-Pfalz
Merz: Trump aktuell "nicht ganz so gut auf mich zu sprechen"

Merz sprach in Bad Dürkheim - der Landkreis, aus dem Vorfahren von US-Präsident Donald Trump stammen. Foto: Uwe Anspach/dpa
Merz sprach in Bad Dürkheim - der Landkreis, aus dem Vorfahren von US-Präsident Donald Trump stammen. Foto
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Der Kanzler erinnert bei einer Rede in der Pfalz an eine Einladung an den US-Präsidenten. Die transatlantische Partnerschaft, betont er, wolle er trotz Meinungsverschiedenheiten nicht aufgeben.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seine Einladung an US-Präsident Donald Trump in die Pfalz ungeachtet unterschiedlicher Sicht auf den Iran-Krieg bekräftigt. "Er ist im Augenblick nicht ganz so gut auf mich zu sprechen", sagte Merz bei einer CDU-Veranstaltung im pfälzischen Bad Dürkheim.

Merz hatte Trump bei einem Besuch in Washington im vergangenen Jahr nach Deutschland und auch nach Bad Dürkheim eingeladen - Trumps Vorfahren kommen aus Kallstadt im Landkreis Bad Dürkheim.

Trump auf dem Wurstmarkt?

"Ich war vor zweieinhalb Wochen das letzte Mal bei ihm, er hat mich gefragt, wann ich das nächste Mal nach Bad Dürkheim fahre", sagte Merz. Er wolle versuchen, Trump zum traditionellen September-Wurstmarkt in Bad Dürkheim zu bekommen. "Ich weiß nicht, ob es mir gelingt. Für den Secret Service wird das ein Alptraum", sagte Merz nicht ohne Augenzwinkern. Er werde am Wochenende mit Trump sprechen. "Erlauben Sie mir, ihm Grüße auszurichten."

Trotz aller Meinungsverschiedenheiten werde er sich weiter für gute Beziehungen mit den USA einsetzen. "Ich möchte diese transatlantische Partnerschaft nicht aufgeben", betonte Merz. Das sage er gerade in der Pfalz. "Wenige Landstriche in Deutschland sind so eng verbunden mit den amerikanischen Soldatinnen und Soldaten und ihren Familien."

Am Sonntag wählt Rheinland-Pfalz

In der Pfalz befindet sich unter anderem der US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein. Die riesige Air Base unweit von Kaiserslautern ist das zentrale US-Drehkreuz für militärische Operationen in Europa und Afrika.

Merz unterstützte in Bad Dürkheim den rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am Sonntag, Gordon Schnieder. Umfragen lassen ein Kopf-an-Kopf-Rennen der CDU von Schnieder mit der SPD von Ministerpräsident Alexander Schweitzer erwarten.

dpa