3. Fußball-Liga
Zukunft von Tarnat beim Erzgebirge Aue ungewiss

Die Zukunft von Michael Tarnat, Sport-Geschäftsführer von Erzgebirge Aue, ist offen. (Archivbild) Foto: Matthias Koch/dpa
Die Zukunft von Michael Tarnat, Sport-Geschäftsführer von Erzgebirge Aue, ist offen. (Archivbild) Foto
© Matthias Koch/dpa
Am 1. April will der abstiegsbedrohte Fußball-Drittligist FC Erzgebirge Aue entscheiden, wer im sportlichen Bereich die Verantwortung hat. Dabei geht es nicht nur um die Profis.

Die Zukunft von Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat beim abstiegsbedrohten Fußball-Drittligisten Erzgebirge Aue ist nach nur drei Monaten Amtszeit ungewiss. Der Club informierte nach einer Mitgliederversammlung des Förderkreises hinsichtlich der Etatplanung für 2026/2027 mit einem überraschenden Statement auf seiner Homepage hinsichtlich der sportlichen Führung. "Ab dem 1. April 2026 wird feststehen, wer die Verantwortung für die Kaderplanung trägt und eine konkurrenzfähige Mannschaft für die neue Saison aufstellt", teilte der Verein mit. 

Neu-Trainer Dabrowski sieglos

Tarnat, der bei der Mitgliederversammlung mit anwesend war, wurde erst am 1. Januar in Aue eingestellt. Der ehemalige Nationalspieler und Champions League-Sieger, der auf Matthias Heidrich folgte, ist eigentlich für das Sportliche verantwortlich. Steht er vor dem Aus? Tarnat verpflichtete Anfang Februar Christoph Dabrowski als neuen Trainer, nachdem Jens Härtel gehen musste. Doch der 47 Jahre alte Dabrowski ist bislang sieglos, kassierte sechs Niederlagen in acht Spielen. 

Acht Spiele vor Saisonschluss haben die Auer neun Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Der Gang in die Regionalliga ist kaum noch abzuwenden.

Zudem heißt es weiter, "die Planung ist ein fortlaufender Prozess, bei dem wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und sportliche Ambitionen kontinuierlich miteinander abgeglichen werden. Beides hängt untrennbar zusammen und beides entscheidet über die Entwicklung des Vereins in den kommenden Jahren". 

Etat nicht nur für die Profis da

Präsident Thomas Schlesinger ordnete dabei das Etatziel von bis zu zehn Millionen Euro ein. Eine Etatkürzung von über drei Millionen Euro ist schon eingeplant. Dabei gehe es insgesamt nicht nur um die Profis. "Uns ist neben der Etatplanung der ersten Mannschaft wichtig, möglichst die grundlegenden Strukturen des Vereins weitgehend aufrechtzuerhalten. 

Dazu zählen 50 bis 60 Arbeitsplätze neben der Profimannschaft, die Geschäftsstelle ebenso wie das Nachwuchsleistungszentrum und die Stadionbrigade für die komplette Bewirtschaftung der Stadion-Infrastruktur", sagte Schlesinger. Dazu kommen noch 13 weitere Abteilungen wie die Ringer und die Schwimmer, "die auch in Zukunft den Verein als Faustpfand und Fundament benötigen".

dpa