Für viele Anwohnerinnen und Anwohner rund um den Flughafen Leipzig/Halle gibt es zumindest leicht positive Signale: Der Fluglärm ist zuletzt etwas zurückgegangen. Gleichzeitig wird das Nachtschutzgebiet im Norden Leipzigs in Teilen ausgeweitet. Das teilte der Fluglärmschutzbeauftragte nach der Frühjahrssitzung der Fluglärmkommission (FLK) mit.
Demnach zeigen Messungen der stationären Anlagen überwiegend ein leicht niedrigeres Lärmniveau als im Vorjahr. Auch mobile Messungen bestätigen diesen Trend. In Bad Dürrenberg (Saalekreis) wurden die maßgeblichen Grenzwerte für passiven Schallschutz deutlich unterschritten.
Allerdings bleibt es nicht überall beim Status quo: In den Leipziger Ortsteilen Wiederitzsch und Seehausen wird das Nachtschutzgebiet geringfügig erweitert. Betroffene Grundstückseigentümer seien bereits über mögliche Schallschutzmaßnahmen informiert worden.
Weniger Passagiere, stabile Fracht
Beim Verkehr verzeichnete der Flughafen im Jahr 2025 einen leichten Rückgang bei den Passagierzahlen. Der Frachtverkehr blieb dagegen auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr.
Auch die Zahl der Trainingsflüge ging zurück. Diese Flüge, etwa zur Ausbildung von Piloten, sorgen bei Anwohnerinnen und Anwohnern immer wieder für Kritik, da Flugzeuge dabei wiederholt Platzrunden fliegen.
Mehr Einblick für Anwohner
Für mehr Transparenz sollen künftig Sitzungstermine und Tagesordnungen der Fluglärmkommission vorab veröffentlicht werden. Zudem stellt der Fluglärmschutzbeauftragte Ergebnisse mobiler Messungen online bereit.
Die nächste Sitzung der Kommission ist für den 11. November in Schkeuditz geplant.