Vogelgrippe
Weitere Fälle von Geflügelpest bei Tierhaltern in Thüringen

Weitere Vogelgrippefälle in Thüringen - Hühnerhaltungen betroffen (Symbolfoto). Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Weitere Vogelgrippefälle in Thüringen - Hühnerhaltungen betroffen (Symbolfoto). Foto
© Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Mit dem Vogelzug im Frühjahr nimmt auch das Risiko einer weiteren Verbreitung von Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, wieder zu. In Thüringen ist Vorsicht geboten.

Gut eine Woche nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einer Putenmast im Kyffhäuserkreis hat die hochansteckende Tierseuche zwei weitere Geflügelhaltungen in der Region erwischt. Betroffen seien ein Agrarbetrieb mit 70 Hühnern und ein Kleinbestand mit insgesamt acht Haushühnern, teilte das Gesundheitsministerium mit. In beiden Beständen sei das Virus H5N1 nachgewiesen worden. Zum Schutz vor einer weiteren Verbreitung der Seuche seien die Tiere unter amtlicher Aufsicht getötet worden.

Überwachungszone muss erweitert werden

Beide neu betroffenen Bestände liegen in der Überwachungszone, die nach dem Nachweis in dem Putenmastbetrieb mit 10.500 Tieren eingerichtet worden war. Diese Tiere waren in der vergangenen Woche ebenfalls gekeult worden. Die Überwachungszone umfasst Teile des Kyffhäuserkreises und des angrenzenden Landkreises Sömmerda. Dort dürfen Hühner, Puten, Gänse und Enten derzeit nur noch im Stall gehalten werden, auch ein Transportverbot für Federvieh und Geflügelprodukte gilt. Die Zone muss nach den weiteren Geflügelpestausbrüchen bis in den Landkreis Nordhausen und das benachbarte Sachsen-Anhalt erweitert werden, wie das Ministerium ankündigte.

Fälle in ganz Thüringen, vor allem bei Wildvögeln 

Landesweit hat sich das Geflügelpest-Risiko zuletzt wieder erhöht. Vor allem bei in freier Wildbahn lebenden Vögeln steigen die Nachweise des H5N1-Virus wieder an. Seit Jahresbeginn wurden 34 Wildvögel positiv darauf getestet. Das Ministerium mahnt Geflügelhalter eindringlich, Schutzmaßnahmen konsequent einzuhalten und bei unklaren Krankheits- und Todesfällen das zuständige Veterinäramt zu informieren.

Im vergangenen Herbst hatte die Geflügelpest in Thüringen unter anderem unter Kranichen am Stausee Kelbra grassiert, Hunderte Tiere verendeten. Auch mehrere Geflügelbetriebe waren betroffen. In weiten Teilen des Freistaats galt zeitweise eine Stallpflicht für Geflügel. Die Geflügelpest, umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist für viele Vogelarten hochansteckend und führt bei ihnen rasch zum Tod.

dpa

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