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Almased: Die Wahrheit über das Wunderpulver

Almased entstand in einer ganz normalen Küche – und wurde ein Riesenerfolg. Das Abnehmmittel hat Firmenchef André Trouillé reich gemacht. Doch wie gut sind Formula-Diäten wirklich?

Wie gut ist das Abnehmpulver Almased wirklich?

Wie gut ist das Abnehmpulver Almased wirklich?

Die einen finden, es schmeckt "wie Esspappe". Andere schreiben in Internetforen trotzig: "Mir schmeckt’s!" Manche berichten, sie hätten Brechreiz verspürt, nachdem sie das gelblich gefärbte Pulver mit 200 Milliliter Wasser und etwas Speiseöl gemixt und geschluckt hatten. So unterschiedlich kommt Deutschlands populärstes Schlankheitsmittel bei den vielen Hunderttausend Menschen an, die damit abnehmen wollen: Almased.

Eigentlich ist das eiweißreiche Pulver mit Vanillegeschmack nicht einzigartig. Mehr als 30 sogenannte Formula-Diäten unterschiedlicher Hersteller sind auf dem Markt, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Eine Mahlzeit ergibt 200 bis 400 Kalorien, und wer auf alles andere verzichtet, halbiert oder drittelt gar seine Kalorienaufnahme. Ohne Nährwerttabellen zu studieren. Formula-Diäten sind scheinbar ein Rundum-sorglos-Paket, besonders vorteilhaft, wenn die Zeitnot komplizierte Diätpläne durchkreuzt und der Heißhunger mit Currywurst und Pommes gestillt wird.

Die potenzielle Zielgruppe ist riesig: Fast jeder zweite Deutsche empfindet sich als zu dick. 166 Millionen Euro gaben die Menschen hierzulande im vergangenen Jahr für Abnehmprodukte aus, errechnete das Marktforschungsinstitut IMS Health. Den Jahresumsatz von Almased, das auch in England, den USA und Kanada verkauft wird, schätzt die Wirtschaftsauskunftei Bürgel auf 100 Millionen Euro. In den deutschen Apotheken, wo am meisten Schlankheitsmittel verkauft werden, greift jeder zweite Abnehmwillige zu Almased – und das, obwohl es teurer ist als viele Konkurrenzprodukte. In Drogeriemärkten bekommt man eine Dose Diätpulver der Hausmarke à zehn Portionen schon ab sechs Euro, Almased hingegen kostet 14 bis 22 Euro. Die Marke ist auf dem Weg, einen Status wie Tesa oder Nivea zu erreichen. "Unsere Kunden wissen mit dem Wort Formula-Diät nichts anzufangen", sagt die Apothekerin Sophie Kelm aus Ellerau. "Sie fragen nach Almased."

Rätselhaft macht diesen Erfolg, dass das niedersächsische Familienunternehmen in den 90er Jahren aus dem Nichts kam und heute einem Weltkonzern wie Nestlé die Stirn bietet. Werbespots zur teuersten Sendezeit – kurz vor der "Tagesschau" – verschlingen ein Werbebudget von etwa sechs Millionen Euro im Jahr. Jeder kennt die schlanke Bikinischönheit, die mit wippenden Brüsten am Strand entlangjoggt, gefolgt von einer hechelnden Englischen Bulldogge. Nichts an der Frau, die die hippen Rettungsschwimmer mächtig beeindruckt, deutet darauf hin, in welchem Ambiente der angebliche Grund für ihre Traumfigur entstanden ist.

Hammock ist Sport in der Hängematte


Die Almased-Firmenzentrale liegt in der Gemeinde Bienenbüttel – 6653 Einwohner, ein Paddelbootverleih, eine Jagdschule, eine Eisdiele. Laut externem Pressesprecher habe der medienscheue Firmenchef André Trouillé hier noch nie einen Journalisten empfangen. Vor einem weißen Einfamilienhaus stehen zwei Porsche. Kein Firmenlogo. André Trouillé wartet an der Tür; ein Mann Anfang 60 mit Brille und Glatze, der an eine smartere Version von Erich Honecker erinnert. "Eigentlich wollte ich nicht, dass Sie das hier noch sehen, wir bauen ja eine neue Zentrale."

Trouillé spricht berlinerisch. Dort sei er aufgewachsen, erzählt er, während er seine Besucher zu einem Gelbklinkerhaus in zweiter Reihe weiterführt. "In Lichtenrade, südlichster Zipfel von Berlin, umzäunt von der DDR. Ich habe mich meine ganze Jugend danach gesehnt, mich frei zu bewegen, mal mit dem Motorrad übers Land zu fahren." Hardrock habe er gehört, lange Haare und Ohrring getragen. Die kamen erst ab, als er bei Krupp in eine Kaufmannslehre ging.

In der Küche fing alles an

Vor der Treppe des Hinterhäuschens verwittert ein Praxisschild: H. Trouillé Heilpraktiker. "Die Wirkstätte meines Vaters. Hier hat alles begonnen. Schade, dass Hupsi unseren Erfolg nicht mehr erlebt." Der Erfinder von Almased, Hubertus Trouillé, gelernter Blumengroßhändler, habe erst im Alter von 40 Jahren seine Heilpraktikerausbildung begonnen. Dann gründete er in Bienenbüttel seine Praxis. Die Mutter flehte André, den einzigen Sohn, an, nachzukommen. "Was willst du als Angestellter in der großen Stadt, das ist doch kein Leben." So habe schließlich auch er hier am Ort ein neues Leben begonnen – zunächst als Tabakwarenhändler am Bahnhof. "Das war erst mal eine Existenz, fühlte sich aber manchmal auch nach Vorruhestand an. Im ersten halben Jahr hatte ich Dorfkoller, dann ging’s besser."

Im Gelbklinkerhaus scheint die Zeit in den Siebzigern stehen geblieben: Die braunen Holztüren mit gelben Glasfenstern, das ehemalige Behandlungszimmer des Vaters, acht Quadratmeter mit beigem Veloursteppich, heute als Poststelle genutzt. Im früheren Wohn- und Schlafzimmer der Eltern sitzen, so wie im Vorderhaus, Mitarbeiter an Schreibtischen. Viel Kiefernholz in der Küche. "Das ist noch original", sagt Trouillé. "Hier am Tisch haben wir zum ersten Mal die Zutaten für Almased in einer Küchenmaschine zusammengemixt. Vor 29 Jahren!"

In seinem Elternhaus in Bienenbüttel experimentierten André Trouillé und sein Vater mit flüssigen Fastenmitteln

In seinem Elternhaus in Bienenbüttel experimentierten André Trouillé und sein Vater mit flüssigen Fastenmitteln


Heute umkreisen auf der Almased-Packung drei Pfeile – rosa, himmelblau und lila – die Worte "Soja", "Joghurt" und "Honig". Darüber eine rote Textblase: "100 % Natur". Diese Zutaten und ein "einzigartiges Herstellungsverfahren", das die "optimale Fermentation der hochwertigen Rohstoffe" garantiere, sollen verantwortlich sein für das "Almased-Phänomen".

Ein Phänomen, das sich eher überraschend eingestellt hat. Denn ursprünglich, sagt Trouillé, habe der Vater ein Mittel entwickeln wollen, um den Stoffwechsel seiner Patienten anzuregen. Ihr Körper sei durch die ungesunde Ernährung in eine "biologische Starre" verfallen, sodass seine homöopathischen Medikamente nicht mehr gewirkt hätten. Bald schrieben ihnen Patienten freudig, dass sie viele Kilos abgenommen hätten. Erst so hätten Vater und Sohn die schlankmachende Wirkung ihres Pulvers entdeckt. Bald meldeten sich Apotheken, die es vertreiben wollten. Ärzte fragten: "Was ist das für ein Zeug?"

Der Durchbruch aber kam erst 1996 mit dem Millionenbestseller "Die Markert-Diät" des Frankfurter Arztes Dieter Markert, der "Flüssigkeitsfasten" mit Almased propagierte. "Herrn Markert muss ich danken. In den Folgejahren wuchs unser Umsatz jährlich um 200 bis 300 Prozent." Die Fernsehspots, die sich Trouillé mit Frau und Tochter allein ausgedacht haben will, hätten bis heute weniger Einfluss auf den Verkauf als die Mund-zu-Mund-Propaganda, sagt Trouillé. "Sexistisch sollen die sein?", fragt er erstaunt. "Das kann ich nicht nachvollziehen. Bei uns haben sich vor allem Zuschauer gemeldet, die sich Sorgen machten, dass wir dem Hund zu viel zumuteten."

So schön die Gründungsgeschichte von Almased scheint, sie wirft viele Fragen auf. Wie nur konnten ein spätberufener Heilpraktiker und ein Tabakwarenladen-Besitzer in der Küche ein Pulver zusammenmixen, das genau den Tagesbedarf an Vitaminen, essenziellen Aminosäuren, Mineral- und Ballaststoffen deckt?

Suche nach dem Zaubertrank

Die beiden experimentierten auf einem Gebiet, das seit dem frühen 20. Jahrhundert weltweit intensiv beforscht wurde. Wissenschaftler suchten nach der Formel für eine sehr kalorienarme Ernährung für Übergewichtige wie nach dem heiligen Gral. Das Ziel: maximal abnehmen bei minimalem gesundheitlichen Risiko. Die einen setzten ihre Patienten auf Nulldiäten, andere experimentierten mit 400-Kalorien-Tagesrationen aus Brot, Ei, Steak, Gemüse, Orangensaft, Milch und Hefe. Man wusste wenig über den täglichen Nährstoffbedarf, immer wieder starben Studienteilnehmer. Noch in den 90er Jahren, als die ersten Pulverdiäten längst den Markt erobert hatten, kam es zu rätselhaften Todesfällen durch Herzrhythmusstörungen. Bis heute ist Abnehmen ein Balanceakt für den Körper geblieben. Deshalb ist in der Diätverordnung, Paragraf 14a, geregelt, wie viel und welche Nährstoffe Formula-Diäten enthalten müssen.

Hergestellt wird das Diätpulver in Norddeutschland. Den genauen Ort will der medienscheue Almased-Chef nicht verraten.

Hergestellt wird das Diätpulver in Norddeutschland. Den genauen Ort will der medienscheue Almased-Chef nicht verraten.


Almased besteht zur Hälfte aus Eiweiß, bei den meisten Schlankheitspulvern ist der Anteil niedriger. Die Diätverordnung lässt den Herstellern hier gewisse Freiheiten: Der Eiweißanteil, bemessen in Kalorienbrennwert, muss zwischen 25 und 50 Prozent liegen, der Fettanteil darf maximal 30 Prozent betragen, für Kohlenhydrate gibt es keinen Grenzwert. Die laxe Regelung spiegelt einen Glaubenskrieg in der Ernährungswissenschaft wider.

Soll man eher kohlenhydratreich essen? Oder ist eine eiweißreiche Kost gesünder? Stefan Kabisch vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE), der Formula-Diäten an Diabetes-Typ-2- Patienten erforscht, glaubt, dass die Wahrheit vom Einzelfall abhängt: "Entscheidend ist vermutlich eine genetische Veranlagung. Die einen brauchen eher eiweißreiche Kost, die anderen mehr Kohlenhydrate." Solange jedoch keine Gentests Aufschluss darüber geben, zu welcher Gruppe man gehört, bleibt es bei der Grundregel: möglichst wenig Kalorien.

Kürzlich kritisierte die Verbraucherzentrale Niedersachsen den hohen Zuckergehalt von Almased und einigen anderen Schlankheitspulvern. Vor eineinhalb Jahren gab die Weltgesundheitsorganisation neue Empfehlungen heraus, denen zufolge der Zuckeranteil in der täglichen Nahrung maximal zehn, besser nur fünf Prozent betragen sollte. Wer sich von den zuckerreichen Formula-Diäten ernährt, liegt deutlich drüber.

An André Trouillé prallt die Kritik ab, der Zuckergehalt ist für ihn unverhandelbar. "Wir verwenden ja keinen Industriezucker, sondern hochwertigen Honig aus Mexiko, der reich an wertvollen Enzymen ist und vielen Krankheiten vorbeugt." Hans Hauner vom Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin an der TU München hält solche Behauptungen für fragwürdig. "Zucker ist Zucker, egal, aus welcher Quelle er kommt."

Während einer Zigarettenpause – Trouillé raucht filterlose Camel – zückt der Firmenchef einen USB-Stick, hält ihn hoch wie einen Schatz: "Hier sind die Studien zu Almased drauf. Sie können alles nachlesen." Es sind 35 Publikationen. Alle stammen vom Institut für Sport und Sportmedizin der Universität Freiburg. Immer taucht der Name des ehemaligen stellvertretenden Leiters Ernährung Aloys Berg auf. Sein Foto fand sich bis vor Kurzem in Almased-Werbebroschüren, ein Mann mit grauem Haar, vollem Bart und strahlendem Lächeln. Almased sponserte seine Studien und wirbt mit den Ergebnissen. Ein Verstoß gegen die Health-Claims-Verordnung der EU, befand das Landgericht Lüneburg 2015: Ärzte dürfen nicht für Produkte werben.

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Große Anfangserfolge

Die Almased-Studien weisen überwiegend Effekte nach, die für Schlankheitspulver auch durch zahlreiche andere Untersuchungen bekannt und unter Ernährungswissenschaftlern unumstritten sind: Stark Übergewichtige können mit ihrer Hilfe schnell abnehmen, wenn sie in den ersten drei bis sechs Monaten der Diät zwei oder drei Mahlzeiten am Tag durch sie ersetzen. In den Leitlinien der deutschen Adipositas-Gesellschaft werden Formula-Diäten aufgrund der Untersuchungen als "wirksamste diätetische Methode zur initialen Gewichtsreduktion" aufgeführt. Schlechte Laborwerte, die den Fett- oder Zuckerstoffwechsel abbilden, verbessern sich. Der Effekt hält über das Ende der Radikalkur hinaus an, wenn die Patienten von Ernährungsberatern und Fitnesstrainern begleitet werden.

Ohne Coaching gelingt das aber oft nicht. In den Diät-Foren melden sich viele Gescheiterte, die dank Diätshakes zunächst 10 oder gar 20 Kilogramm abgenommen haben, dann aber in die alten Gewohnheiten zurückfielen und am Ende so dick waren wie zuvor. Dieser Jo-Jo-Effekt galt lange als gesundheitsgefährlich: Es hieß, er könne Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen. "Das gilt als widerlegt", sagt Übergewichtsexperte Hans Hauner. Auch gehöre es heute ins Reich der Mythen, dass Menschen, die rasch Gewicht verlieren, danach umso schneller zunehmen. Möglicherweise sind sie sogar langfristig im Vorteil, so das Fazit einer Meta-Analyse aus dem Jahr 2001. Zumindest gleichauf lagen die Probanden in einer Fünfjahresstudie, die 2014 in der Fachzeitschrift "Lancet" erschien. Unter anderem war es das Hungerhormon Ghrelin, das ihren guten Vorsätzen ein Ende bereitet hatte – egal, ob sie langsam oder schnell abgenommen hatten. Ghrelin meldet dem Gehirn, dass der Körper Energie braucht. Drei Jahre nach Diätbeginn zirkulierte immer noch zu viel davon im Blut beider Probandengruppen. Offenbar bleiben die hormonellen Schalter des Körpers auf das frühere Übergewicht programmiert.

Immer mehr Ärzte setzen in der frühen Phase von Ernährungsprogrammen auf Formula-Diäten. Natürlich, so wenden manche Kritiker ein, könne man den gleichen Effekt mit einer klassischen kalorienreduzierten Diät erreichen. Aber dafür muss man Nährwerttabellen kennen und wissen, in welchen Lebensmitteln sich Zucker versteckt.

Trotz vieler Vorteile sind Formula-Diäten nicht immer ungefährlich. Vor allem ältere Patienten mit Vorerkrankungen, die viel Gewicht verlieren wollen, sollten zuvor einen Arzt konsultieren, sagt Ernährungsexperte Hauner. Nicht vom Tisch ist der Verdacht, dass unkontrolliertes Abnehmen mit den Shakes Herzrhythmusstörungen verursacht. Die Bildung von Gallensteinen kann gefördert werden – wer darunter leidet, sollte also aufpassen. Hauner kennt außerdem Fälle von Patienten, die im Laufe einer selbstverordneten Formula-Diät kollabierten und in Kliniken eingeliefert werden mussten, weil sie schlicht zu wenig getrunken hatten. Deutliche Hinweise auf solche Risiken fehlen auf den Verpackungen fast aller Hersteller – ein wesentlicher Grund dafür, dass die Zeitschrift "Ökotest" kürzlich 12 von 16 Formula-Diäten mit der Note "ungenügend" abstrafte. Angesichts der Risiken rät Hauner, "nur stark Fettleibige sollten längerfristige Abnehmkuren mit Formula-Diäten machen".

Vor allem die weniger Dicken riskieren einen Verlust an Muskelmasse, wenn sie sich zu lange von Schlankheitspulvern ernähren. Zwar untermauern Hersteller wie Almased ihre Werbebehauptung – "kein Muskelabbau" – durch einzelne Studien, doch Muskelexperte Michael Behringer von der Sporthochschule Köln sagt: "Eine deutliche Gewichtsabnahme geht oft mit einem Muskelabbau einher." Entgegenwirken könne man dem durch Sport, vor allem Krafttraining, und durch die Wahl einer der eiweißreicheren Formula-Diäten.

Allen Risiken und Nebenwirkungen zum Trotz: Für einige Wochen können gesunde Menschen mit ein paar Fettpölsterchen zu viel bedenkenlos ein oder zwei Hauptmahlzeiten durch Diätshakes ersetzen. Länger nicht: Denn auch wenn sie viele lebenswichtige Nährstoffe enthalten, ersetzen sie keine vollwertige Kost. Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe in Obst und Gemüse etwa entfalten nur dann ihre gesunde Wirkung, wenn ganze Früchte gegessen werden. Schlankheitspulver sind also kein Rezept für das weitere Leben – auch wenn André Trouillé so sehr davon überzeugt ist, dass er selbst zum vollwertigen Frühstück und Abendessen kleine Mengen davon trinkt, um seinen Stoffwechsel zu optimieren. Trouillé glaubt auch an positive Auswirkungen auf das Immunsystem, die Darmflora oder die Konzentrationsfähigkeit, über die in manchen Almased-Studien spekuliert wird. Er glaubt daran, so wie ein Heilpraktiker an eine Therapie glaubt, deren heilsame Wirkung wissenschaftlich nicht bewiesen ist. Und das ist Almased ja letztlich auch: die Erfindung eines Heilpraktikers, der an die Homöopathie glaubte und der Menschheit Gutes tun wollte.

Vor Kurzem sind die 33 Mitarbeiter von Almased in ein neues Firmengebäude mit großer Lagerhalle und vier Lkw-Schleusen umgezogen. Die beiden Einfamilienhäuser stehen nun leer, der authentische Charme eines völlig aus den Nähten geplatzten Familienunternehmens ist dahin. Doch nun kann Trouillé sein Ziel besser verfolgen: weiter ins Ausland expandieren und eines Tages auch in den USA und Kanada die Nummer eins werden.

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