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Aus für gelben Impfpass Baden-Württemberg und Brandenburg akzeptieren nur noch digitalen Impfnachweis

Digitales Impfzertifikat auf einem Handydisplay
Den digitalen Impfnachweis fürs Smartphone kann sich jeder Geimpfte einfach und kostenlos in jeder Apotheke ausstellen lassen
© Weber/ Eibner-Pressefoto / Picture Alliance
Um dem hohen Aufkommen gefälschter Impfnachweise entgegenzutreten akzeptieren Baden-Württemberg und Brandenburg seit Dienstag nur noch digitale Impfausweise. Allerdings gibt es auch für Menschen ohne Smartphone eine Lösung.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de.

In mindestens 2.500 Fällen ermitteln Landeskriminalämter wegen gefälschter Impfpässe. Die Dunkelziffer liegt noch deutlich höher. In Brandenburg wird deshalb nur noch die digitale Variante mit QR-Code akzeptiert, ein weiteres Bundesland folgt ab dem 1. Dezember. Trotzdem ist ein Nachweis auch ohne Smartphone möglich.

Kampf gegen Impfpass-Fälschungen

Wer in Potsdam ein Geschäft betreten oder sich in ein Café setzen will, dem reicht der gelbe Impfpass nicht mehr aus. Schon seit dem 24. November ist die verschärfte Verordnung in Brandenburg in Kraft, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Dort heißt es: "Beim Zutritt muss der Nachweis von den Verantwortlichen kontrolliert und digital verifiziert werden." Für diese digitale Verifizierung ist ein QR-Code notwendig. Nur so können Gastronomie-Betreiber den Impfstatus über die CovPass-App kontrollieren. Das soll verhindern, dass Aufkleber im Impfpass gefälscht werden.

Auch in Baden-Württemberg ist der digitale Impfpass bald Pflicht. Schon vergangene Woche erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha: "Dadurch wollen wir sicherstellen, dass es Impfpassfälscher künftig schwerer haben." Allerdings gibt es hier eine Übergangszeit bis zum 1. Dezember, um Menschen zu ermöglichen, sich für den digitalen Impfpass registrieren.

So bekommen sie den digitalen Impfnachweis

Den digitalen Impfausweis kann sich jeder Geimpfte kostenlos in jeder Apotheke ausstellen lassen. Hier kommt der gelbe Impfpass wieder ins Spiel. Denn dort sind das Impfdatum und die Chargen-Nummern des Impfstoffs eingetragen. Die Apothekerinnen und Apotheker erstellen mit diesen Daten das digitale Covid-Zertifikat und drucken es dem Kunden auf Papier aus. Darauf befindet sich ein QR-Code, mit dem das digitale Impfzertifikat abgerufen werden kann. Die meisten Bürger können diesen mit der Corona-Warn-App oder der CovPass-App einscannen und ganz einfach mit dem Smartphone vorzeigen.

Wer kein Smartphone besitzt, kann den QR-Code aber genauso in ausgedruckter Form dabeihaben und bei der Kontrolle vorzeigen. So wird sichergestellt, dass kein Geimpfter ausgeschlossen wird. 

RTL.de/mch/jus

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