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Blutvergiftung Familienvater verliert nach Infektion Arme und Beine - er ist nicht der Erste

Eine Bakterienkultur in einer Petrischale. Meningokokken können eine Blutvergiftung auslösen. (Symbolbild)
Einige Bakterienstämme können gefährliche Krankheiten, wie zum Beispiel eine Sepsis (Blutvergiftung) auslösen. 
© Picture-Alliance/Photoshot
In Wales hat ein Familienvater eine schwere Blutvergiftung überlebt. Das ist die gute Nachricht. Doch der Preis für sein Leben war hoch. Die Ärzte amputierten beide Beine und Arme. Fälle wie seiner häuften sich zuletzt.

Es passierte innerhalb von nur 24 Stunden. Als der Waliser Chris Garlick in das örtliche Krankenhaus eingeliefert wurde, dachte er noch, dass er sich eine schwere Erkältung eingefangen hatte. Doch die Ärzte stellten eine schwere Sepsis fest, die für Chris zur Lebensbedrohung wurde. Er verlor seine Extremitäten.

Doch er ist kein Einzelfall. In letzter Zeit gibt es immer mehr Fälle, bei denen sich aus einer vermeintlich harmlosen Infektion eine lebensbedrohliche Folgekrankheit entwickelt hatte.

Wegen Blutvergiftung vier Tage im Koma

Seine Frau Karran erklärte der "Daily Mail", sie und ihre Kinder haben sich auf das Schlimmste vorbereitet. Am Nachmittag wollte Chris noch mit seinen drei Kindern schwimmen gehen, musste dann aber passen, weil er sich krank fühlte. Er legte sich ins Bett. Als seine Frau nach einer Weile nach ihm sah, hatte sich sein Zustand immens verschlechtert. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte gingen nicht davon aus, dass Chris Garlick die schwere Blutvergiftung überleben würde. Nach seiner stationären Aufnahme wurde der Waliser in ein künstliches Koma gelegt.Die Sepsis entstand durch eine Meningitis, die durch den Bakterienstamm Meningokokken hervorgerufen wurde. Seine Frau Karran erzählte "Daily Mail": "Seine Lungen hörten auf zu arbeiten, sein Herz funktionierte nur noch schwach. Es fand keine Blutgerinnung mehr statt. Aufgrund seines niedrigen Blutdrucks tat sein Körper, was in solchen Situationen normal ist: Nur noch lebenswichtige Organe versorgen. Die Extremitäten starben ab.

Garlicks Schicksal ist kein Einzelfall

Beim dreifachen Vater überwog trotz dieses harten Schicksals die Freude darüber am Leben zu sein. Bis Weihnachten wolle er wieder bei seiner Familie sein, um mit ihnen die Feiertage zu verbringen. Doch Chris Garlick ist kein Einzelfall. In der jüngeren Vergangenheit häuften sich die Berichte über vermeintlich harmlose Infektionen, die sich rasant zu lebensbedrohlichen Krankheiten entwickelten.

Etwa bei einer Mutter aus Kanada, die sich während der Geburt ihres Sohnes eine Nekrotisierende Fasciitis zugezogen hatte. Ihr mussten ebenfalls alle Extremitäten entfernt werden. Ähnlich ging es einer Kölnerin, die aufgrund eines Mückenstichs eine Sepsis entwickelte. Sie verlor ebenfalls beide Arme und Beine.

fk

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