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Brustkrebsvorsorge: Das nutzt das Mammografie-Screening

Wie steht es um die Qualität des Mammografie-Screenings, zu dem seit 2005 jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen wird? Ein heute veröffentlichter Bericht kommt zu dem Schluss, dass dadurch mehr Erkrankte als bisher ihre Brust behalten. Doch die Untersuchung bleibt umstritten.

Bis 2009 wurde das Brustkrebs-Screening in Deutschland flächendeckend eingeführt

Bis 2009 wurde das Brustkrebs-Screening in Deutschland flächendeckend eingeführt

Vor fünf Jahren startete das Mammografie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs in Deutschland. Jede Frau im Alter von 50 bis 69 Jahren wird dazu alle 24 Monate eingeladen. Zehn Millionen Frauen sind es insgesamt, die an der Reihenuntersuchung teilnehmen. Doch der Nutzen ist noch immer umstritten.

Erste Zahlen zum Screening veröffentlichten der Gemeinsame Bundesausschuss und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie bereits vor einem guten Jahr. Nun liegt der erste Qualitätsbericht zu der Reihenuntersuchung vor. Demnach führt das bundesweite Mammografie-Screening zu schonenderen Behandlungsmethoden für erkrankte Frauen. Da viele Karzinome bei der Untersuchung im Anfangsstadium entdeckt würden, könnten Chirurgen bei bis zu 85 Prozent der Patientinnen die Brust erhalten, analysiert die Deutsche Gesellschaft für Senologie. Früher gelang das nur bei 60 bis 70 Prozent. 92 Prozent der bösartigen Tumore würden nun auch bereits vor einer Operation klar erkannt, teilte die Kooperationsgemeinschaft Mammographie am Freitag in Berlin mit.

Brustkrebs ist die gefährlichste Krebsart für Frauen in Deutschland, rund 17.500 Todesfälle gibt es jedes Jahr. Das Screening wurde bis 2009 flächendeckend eingeführt, um diese hohe Sterberate zu senken. Nachbarstaaten wie die Niederlande setzen bereits seit Jahren auf diese Form der Früherkennung.

Umstrittene Untersuchung

Allerdings ist die Röntgenuntersuchung der Brust umstritten. In der Mehrzahl würden gesunde Frauen einer Strahlendosis ausgesetzt, bemängeln Kritiker. Zudem sei das Screening zu teuer und werde in der Wirkung überschätzt. Hochgerechnet kostet die Reihenuntersuchung 300 bis 400 Millionen Euro im Jahr. Falsch-positive Diagnosen und unnötige Behandlungen sehen Kritiker als weitere Gefahr. Ob die Zahl der Todesfälle wirklich sinkt, lässt sich frühestens 2015 sagen. Hochrechnungen gehen heute davon aus, dass es mit dem Screening in Deutschland jedes Jahr rund 2000 Brustkrebstote weniger geben könnte.

Bereits der erste Evaluationsbericht vor rund einem Jahr zeigte, dass beim Screening bei sieben bis acht von 1000 Frauen ein Tumor entdeckt wurde. Vorher war das bei zwei bis drei von 1000 Frauen der Fall. Der neue Bericht, der sich ebenfalls auf die Jahre 2005 bis 2007 bezieht, bescheinigt den Röntgenaufnahmen eine gute Qualität. Nur bei unter einem Prozent der Bilder mussten Untersuchungen wiederholt werden. Allerdings waren damals auch erst 77 der heute 94 Screening-Zentren in Betrieb.

Wegen eines Krebsverdachts baten Ärzte nach dem jüngsten Bericht rund fünf Prozent aller untersuchten Frauen noch einmal zur Abklärung. "Das sind relativ wenige zusätzliche Untersuchungen", sagt Barbara Marnach, Sprecherin der Kooperationsgemeinschaft Mammographie. Allerdings bewahrt das Screening nicht vor falsch-positiven ersten Befunden. Von fünf Frauen, die nach der Mammografie zu einer zweiten Untersuchung eingeladen werden, stellt sich bei vieren heraus, dass es kein Krebs ist.

Zu wenig Teilnehmer

Bei fast zwei Prozent der Frauen mit Brustkrebs-Verdacht war schließlich eine schonende Gewebeentnahme (Biopsie) nötig, um eindeutig einen bösartigen Tumor zu diagnostizieren. Bei rund der Hälfte stellte sich danach heraus, dass es wirklich Brustkrebs ist. Danach folgte in vielen Fällen eine Operation.

Eine Qualitätssteigerung bei der Brustkrebs-Früherkennung sieht Marnach auch in der engen Zusammenarbeit zwischen Screening-Einheiten und Krankenhäusern. Die fachübergreifende Diskussion eines jeden Verdachtsfalls sei ebenfalls eine Verbesserung. Dazu komme die permanente Überprüfung der Röntgengeräte, der Aufnahmetechnik und auch der Ärzte. Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie hält das Screening heute für die am besten kontrollierte Früherkennungsuntersuchung in Deutschland.

Ein Problem besteht allerdings weiterhin: Die Teilnahmequoten nach der ersten Einladung sind zu niedrig. Nur gut die Hälfte der Frauen geht bisher zum Screening. Um die Sterberate deutlich zu senken, wären 70 Prozent nötig.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.