HOME

Ebola-Epidemie: Erstmals wird Infizierter nach Europa ausgeflogen

Mit einer Maschine der spanischen Luftwaffe soll ein mit Ebola infizierter Geistlicher nach Madrid ausgeflogen werden. Zehntausende Spanier hatten gefordert, ihn in sein Heimatland zurückzubringen.

Die Ebola-Epidemie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation außer Kontrolle geraten. Beim aktuellen Ausbruch sind bisher 887 Menschen ums Leben gekommen.

Die Ebola-Epidemie ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation außer Kontrolle geraten. Beim aktuellen Ausbruch sind bisher 887 Menschen ums Leben gekommen.

Die Regierung in Madrid lässt einen mit dem Ebola-Virus infizierten Spanier aus Westafrika in sein Heimatland zurückbringen. Eine Maschine der spanischen Luftwaffe sollte am Mittwoch von Madrid nach Liberia starten, um den Geistlichen abzuholen. Bei dem Transport würden die strengsten Sicherheits- und Quarantäne-Vorkehrungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingehalten, verlautete aus dem Verteidigungsministerium.

Spanien ist damit nach den USA der zweite westliche Staat, der bei der aktuellen Epidemie in Westafrika einen mit Ebola infizierten Staatsbürger aufnimmt. Der 75-jährige Geistliche Miguel Pajares hatte in Monrovia in einem mittlerweile geschlossenen Krankenhaus gearbeitet. Dort hatte der Spanier den später an Ebola gestorbenen Direktor gepflegt. Am Montag ergab ein Test, dass er ebenfalls mit dem Virus infiziert wurde.

Zehntausende fordern Rücktransport

Beamte der Madrider Ministerien für Gesundheit, Verteidigung und Inneres beschlossen, den aus der Gegend von Toledo stammenden Geistlichen nach Spanien zurückzubringen. Zehntausende Spanier hatten zuvor in einer Internetpetition von der Madrider Regierung gefordert, Pajares sofort in sein Heimatland zurückzubringen.

Die Reaktionen in den USA waren vielfach anders ausgefallen: Dort hatten sich in Foren und anderen Beiträgen etliche Menschen aus Angst vor Ansteckung gegen eine Rückkehr von infizierten Amerikanern ausgesprochen.

ivi/DPA / DPA

Wissenscommunity