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Ehec-Infektionen: Gefährlicher Durchfallkeim breitet sich aus

In Norddeutschland grassiert ein gefährlicher Durchfallerreger, mehr 60 Menschen sind erkrankt. Nun werden auch erste Fälle aus Hessen gemeldet. Ein Infektion mit dem Ehec-Bakterium kann zu lebensbedrohlichem Nierenversagen führen.

Der lebensgefährliche Ehec-Erreger hat am Wochenende weitere Menschen vor allem in Norddeutschland infiziert. "Wir gehen inzwischen von rund 20 Betroffenen aus", sagte der Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, Rico Schmidt. Diese Häufung sei äußerst ungewöhnlich. Das bundesweit zuständige #link;http://www.rki.de/;Robert Koch-Institut# (RKI/Berlin) ist besorgt, weil das Bakterium sich rasch ausbreite und es ungewöhnlich viele schwere Krankheitsverläufe mit einer Nierenschädigung gebe.

"Wir haben eindeutig eine ungewöhnliche Situation", sagte RKI-Epidemiologe Gerard Krause. Niedersachsen und Bremen meldeten rund 25 Verdachtsfälle, Schleswig-Holstein etwa 20.

"Wir haben die meisten Fälle im Norden aber durchaus auch vorläufige Meldungen in Süd- und Ostdeutschland." Um welche Bundesländer es sich handelt, wollte Krause nicht sagen, da die Fälle noch nicht bestätigt seien. Offenbar ist aber auch Hessen darunter. Mehr als ein Dutzend Menschen könnten sich mit dem Darmkeim infiziert haben. Es gebe in Frankfurt und Darmstadt je acht bestätigte Verdachtsfälle, sagte eine Sprecherin des hessischen Gesundheitsministeriums. Die Menschen werden in Krankenhäusern behandelt.

Frauen besonders häufig betroffen

Nach RKI-Angaben könnte der Erreger von rohem Gemüse übertragen worden sein und nicht wie oftmals von rohem Fleisch. "Wir erkennen momentan nicht, dass Fleisch hier eine Rolle spielt", erläuterte Krause. Überraschenderweise seien Frauen diesmal besonders betroffen. Ein Grund könne sein, dass sie häufiger Speisen zubereiten und sich dabei infizieren. Das RKI empfiehlt, auch bei der Zubereitung von Gemüse auf gute Küchenhygiene zu achten sowie Bretter und Messer gründlich zu reinigen.

Insgesamt werden in Hamburger Krankenhäusern derzeit 29 Patienten behandelt, unter ihnen auch Bewohner aus den benachbarten Bundesländern. Einige von ihnen seien in einem kritischen Zustand. Die Gesundheitsbehörden im Norden warnen bereits seit Freitag vor dem Auftreten schwerer bakterieller Durchfallerkrankungen.

Umgehend zum Arzt

Das Ehec-Bakterium kann das Hämolytisch-Urämische-Syndrom (HUS) auslösen. Der Erreger befindet sich im Kot von Nutztieren. Die Infektion kann beim direkten Kontakt mit Tieren aber auch beim Verzehr kontaminierter Lebensmittel - zum Beispiel Rindfleisch oder Rohmilch - übertragen werden. Eine Infektion ist auch über rohes ungewaschenes Gemüse oder von Mensch zu Mensch möglich. Zu den Krankheitssymptomen gehören wässriger oder blutiger Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Weil als mögliche Komplikation ein Nierenversagen auftreten kann, sollten Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen.

Ehec-Keime (Enterohämorrhagische Escherichia coli) treten in Deutschland immer wieder auf. Das RKI hat seit Einführung der Meldepflicht 2001 bundesweit jährlich zwischen 800 und 1200 Ehec-Erkrankungen registriert, die aber oft einen leichteren Verlauf nahmen.

san/DPA / DPA

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