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Kurkuma-Drink: Trendgetränk "goldene Milch" - wie gesund ist der Super-Drink?

Allein der Name klingt wie eine Verheißung: Goldene Milch ist das neue Trendgetränk in Szene-Cafés. Der Kurkuma-Drink soll ausgesprochen gesund sein. Ist der Hype gerechtfertigt?

Ein Glas mit goldener Milch

Goldene Milch kann aus pflanzlicher oder tierischer Milch zubereitet werden. Die wichtigste Zutat ist Kurkuma.

Getty Images

Bei Ernährungstrends spult sich stets dieselbe Routine ab: Sie tauchen wie aus dem Nichts auf, sind zunächst ein Geheimtipp und finden sich plötzlich landesweit in Restaurants und Cafés. Nach einigen Monaten oder Jahren verschwinden sie schnell wieder in der Versenkung – entweder weil sie doch nicht so gut schmecken wie anfänglich behauptet wurde (Stichwort "Bubble-Tea"). Oder weil sich vermeintliche Gesundheitswirkungen nur als cleverer Marketing-Schachzug erweisen (Stichwort "Goji-Beeren").

Bei der goldenen Milch scheint der Fall etwas anders gelagert. Das Rezept - bestehend aus Kurkuma, Milch und verschiedenen Gewürzen - folgt einer jahrhundertealten Tradition und stammt aus der ayurvedischen Küche. Von einem kurzfristigen Trend kann also keine Rede sein. Beliebt sind hierzulande vegane Varianten mit Soja- und Hafermilch.

"Wundermittel" goldene Milch?

Der gelben Milch werden viele gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben - auf Blogs im Internet wird sie als "Wundermittel" bezeichnet, als "Heilmittel" mit "mannigfaltigen" Wirkungen. So soll sie Krebs vorbeugen, beim Abnehmen helfen und das Immunsystem stärken. Für viele dieser vermeintlichen Effekte gibt es keine Belege, was aber nicht bedeutet, dass goldene Milch ungesund ist - im Gegenteil.

Als gesichert gilt, dass Kurkuma bei Magenproblemen hilft. Das Ingwergewächs enthält den biologisch wirksamen Inhaltsstoff Curcumin. Dabei handelt es sich um einen fettlöslichen Farbstoff. "Als Gewürz in üblichen Dosierungen kann Kurkuma Verdauungsbeschwerden vorbeugen und lindern", erklärt Ernährungsexpertin Susanne Moritz von der Verbraucherzentrale Bayern. Dieser Effekt dürfte bei goldener Milch noch verstärkt sein - zumindest wenn sie traditionell zubereitet wurde. Dann enthält sie meist noch Kümmel und andere Gewürze, denen eine verdauungsfördernde Wirkung zugesprochen wird.

Leichte entzündungshemmende Wirkung

Auch die Experten der "Kommission E" - ein selbstständiges Expertengremium für pflanzliche Arzneimittel - haben Kurkuma unter die Lupe genommen und ziehen ein durchaus positives Fazit. Das enthaltene Curcumin rege die Gallentätigkeit an, schreiben sie. Außerdem gebe es schwache Hinweise dafür, dass der Farbstoff entzündungshemmend wirke. Empfehlenswert ist eine Tagsdosis von 1,5 bis 3 Gramm Kurkuma.

Wer goldene Milch probieren möchte, sollte sie selbst anrühren, da Pulver aus dem Supermarkt mit Zucker oder Aromen versetzt sein können. Dafür ein Stück Kurkuma fein reiben, mit Wasser verrühren und mit warmer Milch aufgießen. Wer will, kann etwas Honig und Gewürze wie Zimt, Pfeffer und Muskat unterrühren. Tipp: Ein kleiner Löffel Kokosöl im Getränk hilft dabei, das fettlösliche Curcumin zu lösen.

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ikr
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