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Ernährung: Was sind "leere" Kalorien - und warum sollte man auf sie verzichten?

Wer abnehmen will, sollte auf "leere" Kalorien verzichten. Das klingt zunächst nach einem einfachen Ratschlag. Doch was ist damit überhaupt gemeint?

Ein Teller Nudeln mit Tomatensoße.

"Leere" Kalorien - was versteht man darunter?

Abnehmen, fit werden und gesünder leben: Mit Blick auf den nahenden Frühling rücken diese Vorsätze bei vielen Menschen wieder in den Vordergrund. Mittlerweile sind sich Forscher darin einig, dass nur eine langfristige Ernährungsumstellung zum Erfolg führen kann – weniger eine Crashdiät, die für einen bestimmten Zeitraum durchgezogen wird. Wer nach Wochen des Verzichts wieder normal isst, hat die abgenommenen Kilo oft schnell wieder drauf. Mediziner sprechen dann vom gefürchteten "Jo-Jo-Effekt". 

Wie kann eine langfristige Ernährungsumstellung gelingen? Fakt ist: Naturbelassene Lebensmittel sind gesünder als Industrieprodukte. Frisch gekochte Mahlzeiten sind meist leichter und bekömmlicher als das, was in Kantinen und Fast-Food-Lokalen serviert wird. Und wer nebenbei noch auf seinen Körper hört und nur dann isst, wenn er wirklich Hunger hat, kann eigentlich nicht mehr viel falsch machen.

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Ein Ratschlag, der in diesem Zusammenhang besonders oft zu hören ist: Wer schnell abnehmen möchte, sollte auf "leere" Kalorien verzichten. Der Begriff ist zunächst irreführend. Denn "leer" sind die Kalorien keinesfalls. Auch sie liefern dem Körper Energie, die er braucht, um den Organismus am Laufen zu halten und Muskelarbeit zu ermöglichen.

"Leere" Kalorien liefern Energie, aber kaum Vitamine

Was konkret mit dem Begriff gemeint ist, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern auf ihrer Homepage: "Als 'leer' bezeichnet man Kalorien umgangssprachlich, wenn das betreffende Nahrungsmittel außer Energie kaum weitere lebenswichtige Nährstoffe enthält." Zu diesen Nährstoffen zählen die Experten Vitamine, Mineralstoffe, bestimmte Eiweißbausteine und Fettsäuren. Viele "leere" Kalorien stecken demnach in Weißmehlprodukten, Süßigkeiten und fettigen Snacks.

Top 6-Liste der "leeren" Kalorien: Außer Fett und Zucker steckt nichts drin
Kartoffelchips

Kartoffelchips werden in Fett frittiert und saugen sich regelrecht damit voll. Deshalb liefern sie jede Menge Kalorien. In 100 Gramm stecken rund 560 Kilokalorien - das deckt den Tagesbedarf einer Frau bereits zu einem Viertel. Neben Fett enthalten Chips auch reichlich Kohlenhydrate und Salz.

Toastbrot

Toastbrot besteht zum Großteil aus Weißmehl, enthält aber kaum Vitamine und Mineralstoffe. Vitamin C sucht man in den labbrigen Scheiben zum Beispiel vergeblich. Außerdem ist es schnell verdaut. Die Folge: Der Körper hat nach kurzer Zeit wieder Hunger.

Süßes wie Gummibärchen und Schokoriegel

Zuckerhaltige Süßigkeiten sind wahre Dickmacher, liefern dem Körper aber kaum Mehrwert in Form wichtiger Nährstoffe. Da nützt es auch nicht, dass manche Hersteller die Süßigkeiten mit Vitaminen anreichern - Süßigkeit bleibt Süßigkeit. Wer zwischen zwei Mahlzeiten Hunger hat, sollte besser zu einem Apfel greifen.

Nudeln

Ja, auch die geliebte Pasta aus Weißmehl sollte nur in Maßen gegessen werden. Die bessere und gesündere Alternative sind Vollkornnudeln. Sie halten nicht nur länger satt, sondern liefern auch mehr Nährstoffe wie Kalzium und Zink.

Softdrinks

Cola und Limonanden sind eigentlich überflüssig: Sie enthalten Zucker, künstliche Zusatzstoffe und machen dick. Daher: Besser komplett streichen und durch ungesüßten Tee ersetzen.

Bier

In Bier steckt Malzzucker, der als Dickmacher gilt - von den negativen Wirkungen des Alkohols ganz zu schweigen. Bier sollte daher das bleiben, was es ist: ein Genussmittel, kein Durstlöscher.

 

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Tatsächlich kann es sinnvoll sein, diese Produkte wegzulassen und durch gesündere Lebensmittel zu ersetzen. "Wer abnehmen will, sollte lieber Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte wählen", empfiehlt Ernährungsexpertin Andrea Danitschek. Sie enthalten weniger Kalorien und liefern wichtige Nährstoffe, die der Körper gut gebrauchen kann. Zu den Lebensmitteln mit hoher Nährstoffdichte zählen Gemüse, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Proteine aus Fleisch.


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