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Finanznot: Jedes dritte Krankenhaus ist gefährdet

Deutschlands Krankenhäuser sind in Not. Steigende Tariflöhne, explodierende Lebensmittel- und Energiepreise reißen ein Milliardenloch in die Etats. Jede dritte Klinik ist einer aktuellen Studie zufolge in erhöhter Insolvenzgefahr.

Von Claudia Wüstenhagen

Vor einem "Katastrophenjahr 2008" warnte die Deutsche Krankenhausgesellschaft schon zu Beginn des Jahres. Wie schlecht es um deutsche Kliniken bestellt ist, zeigt eine aktuelle Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Die Wissenschaftler haben Bilanzen von fast 500 Krankenhäusern ausgewertet und festgestellt, dass bereits im Jahr 2005/2006 18 Prozent der Häuser insolvenzgefährdet waren. Seither habe sich die Lage deutlich verschlechtert. In diesem Jahr seien 34 Prozent der Kliniken in akuter Finanznot.

"Das kann nicht so weitergehen"

Von "existenzvernichtenden Zügen" der Situation spricht Holger Mages, Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Vieles hätten die Kliniken in den vergangenen Jahren schon versucht, um der miesen Finanzlage Herr zu werden: die Anzahl der Betten reduziert, die Aufenthaltsdauer der Patienten verkürzt, Personal abgebaut. 90.000 Stellen seien in den vergangenen zehn Jahren gestrichen worden. "Das kann auf Dauer nicht so weitergehen", sagt Mages.

Doch wer ist Schuld an der Misere der Krankenhäuser? Vor allem steigende Tariflöhne und explodierende Sachkosten für Lebensmittel und Energie reißen nach Ansicht der Wissenschaftler ein Riesenloch in die Etats. "Die Kostenseite wächst und wächst, während die Erlöse gedeckelt sind", sagt RWI-Forscher Boris Augurzky. Krankenhäuser können höhere Kosten - beispielsweise durch die gestiegene Mehrwertsteuer - nicht an ihre Patienten weitergeben. Wie stark die Klinikerlöse steigen, unterliegt politischer Entscheidung. Und in diesem Jahr steigen sie nach Ansicht von Augurzky nicht stark genug, um mit den Kosten mitzuhalten. Die Folge ist eine Finanzierungslücke von 1,3 bis 2,2 Milliarden Euro, die den knapp 2100 deutschen Krankenhäusern droht.

RWI-Forscher Augurzky ist sicher: Nicht alle Krankenhäuser werden überleben. Dass es dadurch zu einer Katastrophe in der Versorgung kommen wird, glaubt er aber nicht. Längst nicht alle bedrohten Kliniken würden am Ende auch tatsächlich schließen müssen. "Sie haben Träger hinter sich, wie beispielsweise Kommunen, die dazu neigen, ihre Krankenhäuser nicht einfach pleite gehen zu lassen", sagt Augurzky. In einigen Fällen würden sie das Defizit ausgleichen. Etwa jede zehnte Klinik werde in den kommenden Jahren aber schließen.

Neue Arbeitsteilung gefordert

Angesichts der prekären Finanzlage müssten Klinikbetreiber noch kreativer werden und versuchen, ihre Abläufe zu optimieren, sagt der RWI-Experte. Derzeit wird viel darüber diskutiert, das Personal kostensparender einzusetzen. "Der Arzt ist der Teuerste im Krankenhaus - da sollte man die Frage stellen, ob er alle seine bisherigen Tätigkeiten wirklich selbst machen muss", sagt Augurzky. Einiges könnten Pflegekräfte übernehmen, die günstiger sind. Die wiederum könnten durch andere Mitarbeiter entlastet werden - etwa bei der Essenausgabe, für die keine klinische Ausbildung erforderlich ist. Auch die OP-Säle könnten besser ausgenutzt werden.

Manche private Betreiber würden sogar alte Gebäude abreißen und durch neue Kliniken ersetzen, die kürzere Wege erlauben und Abläufe beschleunigen. "Mit einer modernen Struktur ist schon viel gewonnen", sagt Augurzky. Das sei auch ein Grund, warum die Krankenhäuser in den neuen Bundesländern bei der RWI-Studie deutlich besser abgeschnitten haben. "Nach der Wende wurden viele Häuser im Osten dank der Kapitalzuflüsse modernisiert, sodass sie heute besser aufgestellt sind." Im Westen stünde die Modernisierung vielen Häusern noch bevor. Ob sie dafür das nötige Investitionskapital haben, ist jedoch fraglich.

"Mit Optimierung ist das Loch nicht zu stopfen"

DKG-Sprecher Mages glaubt nicht daran, dass sich das finanzielle Problem der Krankenhäuser durch Prozessoptimierung lösen lässt. "Das machen wir schon seit Jahren", sagt er. Diese Bemühungen könnten die finanzielle Belastung nicht im Geringsten aufwiegen. "Mit Optimierung ist das Loch nicht mehr zu stopfen", sagt Mages und appelliert an die Politik, die Budgets der Krankenhäuser deutlich zu erhöhen. Er warnt vor Konsequenzen für die Versorgung und prophezeit, dass sich womöglich auch in Deutschland eine Wartelisten-Medizin etablieren werde - dass beispielsweise Patienten bald ein halbes Jahr auf eine neue Hüfte warten müssten. Schon jetzt machten sich die Sparzwänge im Klinikalltag bemerkbar: "Dadurch, dass immer mehr Pflegekräfte abgebaut werden, haben sie weniger Zeit, um die Patienten zu betreuen und ihnen in belastenden Situationen die richtige Zuwendung zu geben."

Sollte in den kommenden Jahren jedes zehnte Krankenhaus schließen, wie das RWI prophezeit, so werde das seiner Ansicht nach vor allem auf dem Land zu spüren sein. Doch die flächendeckende Versorgung werde dadurch nicht gefährdet. Allerdings müssten Patienten längere Anfahrtswege in Kauf nehmen, um ins Krankenhaus zu kommen. RWI-Experte Augurzky sieht in einer möglichen Schließung von Krankenhäusern sogar Chancen. "Das muss nicht unbedingt schlecht sein", sagt er. Denn die Studie hat auch gezeigt, dass die, denen es wirtschaftlich schlecht geht, tendenziell auch bei der Qualität der Versorgung schlechter abschneiden. Außerdem würden dann die restlichen 90 Prozent besser ausgelastet.

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.