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"Ärztemonitor 2018": Alarmierende Zahlen - so oft werden Ärzte in Deutschland körperlich attackiert und beleidigt

Eine Umfrage unter Ärzten in Deutschland bringt erschreckende Zahlen zu Tage. Mediziner werden durchschnittlich fast 300-mal pro Tag körperlich angegriffen. Jeder Vierte war bereits Opfer von Gewalt.

Ein Plakat mit der Aufschrift "Bei Gewalt hört für uns der Spaß auf" ist Anfang 2015 in der Notaufnahme im Klinikum Nürnberg

Ein Plakat mit der Aufschrift "Bei Gewalt hört für uns der Spaß auf" ist Anfang 2015 in der Notaufnahme im Klinikum Nürnberg. Auch damals machten Meldungen über Angriffe auf Ärzte oder Pfleger durch Patienten die Runde.

DPA

Jeder vierte Arzt in Deutschland war einem Bericht zufolge schon einmal Opfer körperlicher Gewalt. Im vergangenen Jahr wurden Mediziner pro Tag durchschnittlich 288-mal körperlich attackiert und 2600-mal beleidigt, wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf den "Ärztemonitor 2018" berichtete. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der NAV-Virchow-Bund haben dazu rund 7500 Ärzte bundesweit befragt, die Ergebnisse wurden für alle 147.000 niedergelassenen Ärzte hochgerechnet.

Nach Ansicht von Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), spiegeln sich in den Zahlen "die Entwicklungen in unserer Gesellschaft wider ­ fehlender Respekt und ein hemmungsloser Egoismus".

Warum Patienten gewalttätig werden

"Meistens entzünden sich die Angriffe daran, dass Patienten nicht das bekommen, was sie wollen", sagte Dirk Heinrich, Chef des NAV-Virchow-Bundes, der Zeitung. "Manche wollen sofort drankommen, andere fordern bestimmte Medikamente." Generell habe der Respekt vor Ärzten in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Der Studie zufolge kommen nur 25 Prozent der Angriffe in den Praxen zur Anzeige.

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