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Covid-19: Coronavirus: Zwei Passagiere der "Diamond Princess" gestorben

Der größte Virus-Herd außerhalb Chinas befindet sich auf einem Kreuzfahrtschiff. Mehr als 600 infizierte Passagiere der "Diamond Princess" befanden sich in einer Quarantäne-Zone auf dem Schiff im japanischen Yokohama. Nun sind zwei Menschen an den Folgen der Virus-Infektion gestorben.

Coronavirus Diamond Princess  Bild

Die "Diamond Princess" im hafen von Yokohama. Mehr als zwei Wochen wurden die Passagiere an Bord unter Quarantäne gestellt.

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Zwei mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan sind gestorben. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise in Tokio berichtete, handelt es sich bei den Opfern um einen 87 Jahre alten Japaner und eine 84 Jahre alte Japanerin (Anmerkung der Redaktion: Das neuartige Coronavirus erhielt den offiziellen Namen “SARS-CoV-2“, die Atemwegserkrankung, die es auslöst, wird als “COVID-19” bezeichnet).

Sie waren positiv getestet und vom Schiff ins Krankenhaus gebracht worden, wo sie nun starben. Damit beklagt Japan inzwischen drei Todesopfer infolge von Virus-Infektionen im Land. Unterdessen ging die Ausschiffung der Passagiere der in Yokohama liegenden "Diamond Princess" weiter. Bis zum Vortag waren 621 Infektionen unter den Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes nachgewiesen worden. Alle Betroffenen kamen in Krankenhäuser. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens bis Freitag dauern, hatte die Regierung erklärt.

Hunderte Menschen dürfen die "Diamond Princess" verlassen

Nach der zweiwöchigen Quarantäne durften am Mittwoch die ersten Passagiere das Kreuzfahrtschiff verlassen. Insgesamt 443 Menschen der knapp 3000 Passagiere sind in Japan an Land gegangen. Darunter vor allem ältere Passagiere und Menschen mit Vorerkrankungen, die negativ auf das Corona-Virus getestet wurden. Die gesamte Ausschiffung soll mindestens bis Freitag andauern. Bis zum Vortag wurden insgesamt 621 Infektionen an Bord der "Diamond Princess" gemeldet.

Alle Betroffenen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Im Laufe der Woche werden die restlichen, sich an Bord befindlichen Personen an Land gebracht, solange die entsprechenden Test auf eine Infektion negativ ausfallen.

China weist Journalisten aus

Währenddessen hat die chinesische Regierung auf einen als Beleidigung empfundenen Kommentar eines Journalisten im "Wall Street Journal" reagiert und drei Korrespondenten des Mediums des Landes verwiesen. Ihnen sei mit sofortiger Wirkung die Akkreditierung entzogen worden, teilte das chinesische Außenministerium mit. Die zwei Reporter sowie der Vizebürochef des Auslandsbüros der Zeitung wurden aufgefordert, das Land innerhalb von fünf Tagen zu verlassen. Das chinesische Volk heißt keine Medien willkommen, die rassistische Äußerungen und bösartige Verleumdungen gegen China veröffentlichen", teilte Außenamtssprecher Geng Shuang mit. 

Der Kolumnist des "Wall Street Journals", Walter Russell Mead, bezeichnete China als "den wahren kranken Mann Asiens" und bezieht sich damit auf das innerlich zerrissene China des 19. und 20. Jahrhunderts, als das Land durch Kolonialmächte kontrolliert und ausgebeutet wurde. Diese Zeit wird heute von China als Demütigung angesehen. 

Weitere Quellen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

fk / DPA

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