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Impfstoffe für Babys: Lieferengpässe bald behoben

Viel Lärm um Nichts? Der knapp gewordene Sechsfach-Impfstoff für Babys ist nach Herstellerangaben bereits ab Mitte nächster Woche wieder erhältlich. Für gut einen Monat sollen die Dosen reichen.

Bald ist laut Glaxo-Smith-Kline der Sechsfach-Impfstoff wieder erhältlich

Bald ist laut Glaxo-Smith-Kline der Sechsfach-Impfstoff wieder erhältlich

Ende der Lieferschwierigkeiten: Der Sechsfach-Impfstoff für Babys soll ab Mitte nächster Woche wieder verfügbar sein, teilte der Hersteller Glaxo-Smith-Kline (GSK) am Dienstag mit. Der Impfstoff Infranix Hexa sei ab dem 15. Februar "lieferfähig", das Paul-Ehrlich-Institut habe ihn bereits freigegeben, sagt das Pharmaunternehmen. So sollen bald knapp 200.000 Dosen Infranix-Hexa verfügbar sein, die für rund einen Monat reichen. Seit vergangener Woche bestehen Lieferengpässe.

GSK wies Kritik zurück, es habe die Produktion des Schweinegrippe-Impfstoffes aus wirtschaftlichen Gründen dem Baby-Impfstoff vorgezogen. "Fakt ist, dass bei unserem Sechsfach-Impfstoff Infanrix Hexa die Lieferverzögerung auf einer verzögerten Freigabe einer bestimmten Komponente bei einzelnen Chargen beruht.", so das Unternehmen. Eine GSK-Sprecherin ergänzte: "Der Kinderimpfstoff ist geschäftlich wichtiger als ein Pandemie-Impfstoff."

Impfung kann auch etwas später erfolgen

Der Sechsfach-Impfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ B wird ab der achten Lebenswoche verabreicht. Eine Ersatzmöglichkeit ist ein Fünffach-Impfstoff in Kombination mit einer Hepatitis-B-Impfung.

Die Vierfach-Kombination für Baby gegen Mumps, Masern, Röteln und Windpocken von GSK werde je nach Packungsgröße voraussichtlich weiterhin erst im Laufe des Monats März wieder verfügbar sein. Auch dafür gibt es Ersatzstoffe, die allerdings nacheinander gespritzt werden müssen. GSK hatte eingeräumt, dass der Konzern die Abfüllung eines Substrats für den Baby-Vierfach-Impfstoff verlagert und so Verzögerungen in Kauf genommen hatte.

Besorgten Eltern rät der Kinderarzt Reinhard Berner von der Universitätsklinik Freiburg, erst einmal abzuwarten. Es sei "keine Riesenkatastrophe, wenn sich die Impfungen nun etwas nach hinten verschieben".

DPA / DPA
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