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Importstopp für Bockshornklee-Samen Ägypten weist Ehec-Verantwortung zurück


Bockshornklee-Samen aus Ägypten sollen die Ehec-Epidemie ausgelöst haben, die EU hat einen Importstopp verhängt. Doch die Regierung in Kairo weist jede Verantwortung zurück. Die monierte Charge sei so alt, dass die Erreger nicht überleben konnten.

Nach einem Importstopp für ägyptische Bockshornklee-Samen hat die Regierung in Kairo eine Verantwortung für die Ehec-Epidemie zurückgewiesen. Wie das ägyptische Landwirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden die verdächtigen Samen bereits im November 2009 exportiert. Wissenschaftlich gesehen könne das Bakterium in einem trockenen Produkt gar nicht so lange überleben. Eine Verunreinigung sei vielmehr beim Umpacken oder durch Wasser bei der Sprossenherstellung möglich, erklärte das Ministerium. Alle Tests in Ägypten seien negativ ausgefallen.

Die europäischen Behörden hatten eine bestimmte Lieferung von 15 Tonnen Bockshornklee-Samen aus Ägypten als Ursache für die Epidemie ausgemacht. Die EU-Kommission verhängte am Dienstag ein sofortiges Verkaufsverbot, zudem wurde die Einfuhr für ägyptische Samen und Bohnen zur Sprossenzucht bis Ende Oktober verboten.

Über Zwischenhändler nach Bienenbüttel

Die Bockshornklee-Samen gingen demnach über Zwischenhändler an einen Betrieb im niedersächsischen Bienenbüttel, der als Ausgangspunkt für die Ehec-Erkrankungen in Deutschland gilt. Die im Jahr 2009 produzierte Charge wurde auch nach Frankreich geliefert, wo ebenfalls Menschen erkrankten.

An Ehec waren in Deutschland in den vergangenen Wochen tausende Menschen erkrankt. Mindestens 48 Patienten starben nach einer Infektion. Es handelt sich den Behörden zufolge um den bisher größten Ehec-Ausbruch in Deutschland. Die Zahl der Neuerkrankungen ist mittlerweile rückläufig.

dho/AFP AFP

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