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Statistische Berechnung Wann erreicht Ihr Kreis eine Inzidenz von 35 oder weniger? Diese Tabelle liefert eine Prognose

Ein Hinweisschild auf die Maskenpflicht hängt auf dem Theaterplatz in Dresden
Dresden hat derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von 55. Den Berechnungen zufolge sollte die sächsische Hauptstadt schon am 22. Februar den Schwellenwert von 35 erreichen.
© Robert Michael / dpa-Zentralbild / DPA
Erst ab einem Inzidenzwert von unter 35 geht es wieder in Richtung Normalität. Berechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung zeigen, wann Ihr Landkreis voraussichtlich so weit ist.

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle auf RTL.de .

Wir alle sehnen uns nach Normalität. Dafür braucht es aber, nach aktuellem Stand, einen Inzidenzwert von unter 35. In manchen Orten, wie in Zweibrücken, ist der schon längst erreicht. Viele hinken aber hinterher und sind sogar noch von der 50 entfernt. Aber wo wird wann der Inzidenzwert 35 voraussichtlich erreicht? Eine Karte des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (Zi) zeigt genau das. In der Tabelle ist nicht nur die aktuelle Inzidenz des jeweiligen Ortes zu sehen, sondern auch Daten, wann die Inzidenzwerte 50, 35, zehn und null theoretisch erreicht werden könnten. In vielen Fällen macht das Hoffnung, andere brauchen noch einen langen Atem – aber auch dafür gibt es Entwarnung.

Prognose der Inzidenz: So funktioniert sie

Glaubt man der Tabelle, erreicht beispielsweise Dresden die 35er-Inzidenz schon am 23. Februar (Stand 12.02.), Köln muss bis zum 24. Mai warten und in Rastatt in Baden-Württemberg ist es im Januar 2035 soweit. Ähh...Moment mal. 2035?

Dahinter stecken komplexe Berechnungen, die sich nach statistischen Werten richten. Die Entwickler nutzen die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz sowie den aktuellen R-Wert, um die Zieldaten zu berechnen. "Unsere Projektion für das Erreichen einer Zielinzidenz ist stark beeinflusst vom R-Wert. Wir gehen davon aus, dass der R-Wert bestimmt, wie viele Neuerkrankungen ein Erkrankter in den nächsten 5 Tagen durchschnittlich verursacht", teilt ein Sprecher des Zi auf RTL-Anfrage mit. "Die Zahl der zukünftigen Erkrankten lässt sich so auf Basis des aktuellen R-Wert unter Annahme gleichbleibender Umstände (also eines konstanten R-Wertes) iterativ fortschreiben." Die Projektion solle also keine Prognose sein, sondern nur eine Modellrechnung. Die Erreichung der Inzidenzziele hänge aber von vielen weiteren Faktoren ab.

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Und auch für lange Zeiträume wie in Rastatt gibt es eine Erklärung. Liegt der R-Wert nämlich nur knapp unter 1, ergeben sich sehr lange Zeiträume, bis die Inzidenz deutlich sinkt. Für Rastatt bedeutet das laut des Sprechers: "Wir erwarten also nicht, dass Rastatt weniger als 35 nicht erreichen wird. Bliebe der R-Wert dort aber konstant auf dem aktuellen Niveau (bei oder über 1), wäre das so."

Keine Angst also, wenn für Ihren Heimatort ein Datum in ganz ferner Zukunft angezeigt wird.

Als erstes Bundesland ist nach den Berechnungen übrigens Rheinland-Pfalz bei der 35er Inzidenz, Schlusslicht ist das Saarland.

Inzidenz: Hier finden Sie die Prognose für Ihre Region

tabelle Zi
In der interaktiven Tabelle kann die Prognose für jeden deutschen Kreis und jede deutsche Stadt abgerufen werden. Den Link finden Sie unter dem Bild
© Screenshot Zi

Die Übersicht des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland finden Sie hier. Geben Sie dort in der unteren Tabelle einfach eine beliebige Stadt oder einen beliebigen Kreis ein, um zu sehen, wann dort der Inzidenzwert den Berechnungen zu Folge unter 35 liegt.

RTL.de

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