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Gesundheitsgefahr: Schleichende Vergiftung: Warum in Shisha-Bars immer wieder Menschen kollabieren

Sie duften süß, und der Rauch wird durch Wasser gezogen: Kann Shisha-Rauchen wirklich so gefährlich sein? Experten sagen: Ja - und verweisen auf ernste Zwischenfälle in Shisha-Bars.

Männer rauchen Shisha

Schädlicher Trend: Shisha-Rauchen

Ein süßliches Aroma wabert durch die Luft, begleitet von einem gemütlichen Blubbern. "Die dürfen eigentlich nur mit Kräutermischungen verwendet werden", empört sich Siegfried Ermer, Bundesvorsitzender von Pro Rauchfrei. Gemeint sind die arabischen Wasserpfeifen in den Shisha-Bars. "Wir haben in Bayern jetzt etliche Shisha-Bar-Betreiber, die Tabak verwenden, abgemahnt", berichtet Ermer. "Viele Ordnungsämter sind zu lasch und wollen gar nicht wissen, was in den Shisha-Bars passiert", kritisiert er. "Wir setzen zum Teil Detektive ein, um die Verstöße nachzuweisen."

Vor einigen Wochen hat die Düsseldorfer Uniklinik Alarm geschlagen: Immer mehr Shisha-Raucher müssten mit lebensgefährlichen Kohlenmonoxid-Vergiftungen in der Druckkammer behandelt werden. 2017 seien es bereits fast 40 Wasserpfeifen-Raucher gewesen - vor zwei Jahren war es erst einer.

Shisha-Qualm: Geschlossene Räume bergen ein Risiken

Das Risiko dürfte jetzt in der kalten Jahreszeit ansteigen, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln. In geschlossenen Räumen steigt die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung bekanntlich deutlich an.

Tückisch: Die frühen Anzeichen einer Vergiftung wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen werden beim Shisha-Rauchen meist auf den Tabak zurückgeführt. Die Ärztekammer Nordrhein fordert nun Kohlenmonoxid-Melder als Pflichtgerät für jede Shisha-Bar, um rechtzeitig Alarm zu schlagen. In vielen Lokalen werde rund um die Uhr Wasserpfeifenkohle verbrannt, was den Kohlenmonoxid-Gehalt darin in die Höhe treibe.

"Frau in Shisha-Bar kollabiert", "Kohlenmonoxidvergiftung in Shisha-Bar", "Glimmende Shisha-Pfeife - Mann erleidet Kohlenmonoxidvergiftung", "Frau bricht beim Shisha-Rauchen" zusammen - die Schlagzeilen dieser Art häufen sich - bundesweite Zahlen mit der Ursache Shisha-Rauchen sucht man aber vergeblich. "Die Kohlenmonoxid-Vergiftungen werden nur insgesamt erfasst, da sind die defekte Therme und der drinnen betriebene Holzkohlengrill auch dabei", sagt ein Sprecher der Techniker-Krankenkasse.

Shishas scheinen mit ihrem süßlich-fruchtigen Aroma die Zigarette als Einstiegsdroge in den Tabakkonsum abzulösen: Jeder zweite Schüler einer zehnten Klasse hat schon einmal Tabak aus einer Shisha geraucht. 15 Prozent der Zehntklässler greifen regelmäßig zur Wasserpfeife, ergab eine Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit, für die in sechs Bundesländern 7000 Schüler befragt wurden. "Wasserpfeifen sind eine gefährliche Versuchung für Jugendliche", warnt DAK-Chef Andreas Storm.

Rauch einer Shisha entspricht 100 Zigaretten

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung können sich beim langjährigen Shisha-Rauchen die Lungenfunktion verschlechtern und das Krebsrisiko erhöhen. Die Annahme, dass der Rauch aus Wasserpfeifen weniger schädlich als der von Zigaretten sei, sei falsch. Das Gegenteil sei der Fall.

Die Weltgesundheitsorganisation hatte darauf hingewiesen, dass der inhalierte Rauch einer Wasserpfeifen-Sitzung dem Rauchvolumen von 100 Zigaretten entspreche. Kritiker weisen aber darauf hin, dass dies nichts über die Schädlichkeit des Shisha-Rauchs aussage und ein Shisha-Raucher zudem deutlich seltener rauche als ein Zigarettenraucher.

Der Tabak wird in der Wasserpfeife nicht direkt verbrannt, sondern bei niedrigen Temperaturen mit Hilfe der Wasserpfeifenkohle erhitzt. Bei der Verbrennung der Kohle entsteht das unsichtbare und hochgiftige Kohlenmonoxid.

Das Geschäft mit Tabak für Wasserpfeifen floriert. Der Absatz von Pfeifentabak legte in den vergangenen Jahren deutlich zu. Für diese Entwicklung ist laut Statistischem Bundesamt hauptsächlich der Shisha-Tabak verantwortlich. Zur staatlich registrierten Menge dürfte noch eine erhebliche Dunkelziffer geschmuggelten, unversteuerten Tabaks kommen, von dem der Zoll immer wieder größere Mengen sicherstellt.

Shisha


ikr/Frank Christiansen / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.