HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Mann in Altkleider-Container gefangen

"Fake News" ist Anglizismus des Jahres 2016 +++ Schädliches Stickoxid verpestet die Luft in vielen deutschen Städten +++ Vibrator löst Einbruchalarm in Bremer Wohnhaus aus +++ Die Nachrichten des Tages im Newsticker.

Altkleider-Container

in München wurde ein Altkleider-Container für einen Dieb zur Falle (Archivbild)

Die News des Tages im Überblick:

+++ 20.34 Uhr: Anschlag auf Istanbuler Club: Neun weitere Verhaftungen +++

Einen Monat nach dem Terroranschlag auf einen Istanbuler Nachtclub ist gegen neun weitere Verdächtige Haftbefehl erlassen worden. Dies berichtete die türkische Nachrichtenagentur DHA am Dienstag. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu sprach von zehn Verhaftungen. Dabei handele es sich nicht um türkische Staatsbürger. Ihnen werde Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeworfen. 

Zuvor waren bereits drei Personen in Zusammenhang mit dem Angriff am Silvesterabend verhaftet worden. Der Hauptverdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam und wird noch verhört. Der IS hatte den Angriff auf den Istanbuler Club Reina für sich reklamiert. Bei dem Anschlag in der Silvesternacht starben 39 Menschen, darunter mindestens 26 Ausländer.

+++ 17.58 Uhr: Mercedes-Roboterwagen sollen für Uber fahren +++

Künftige Roboterwagen von Mercedes sollen auch beim Fahrdienst-Vermittler Uber unterwegs sein. Der Autobauer Daimler und Uber gaben am Dienstag eine entsprechende Absichtserklärung bekannt. Angaben zu Details und einem möglichem Zeitraum gab es nicht. Bislang fertigt Daimler zwar Autos mit weitreichenden Fahrerassistenzsystemen, die teilautonomes Fahren ermöglichen. Komplett selbstfahrende Autos sind aber noch Zukunftsmusik. Erst nach 2020 geht man in der Branche davon aus, dass Autos ohne Eingriffe des Fahrer fahren können.

Uber erprobt bereits seit dem Spätsommer Roboterwagen-Fahrten mit Passagieren an Bord in der US-Stadt Pittsburgh. Die Autos stammen von den Herstellern Volvo und Ford, allerdings ist immer ein Fahrer an Bord. Uber stattet diese Wagen mit Roboterwagen-Software aus eigener Entwicklung aus. Daimler arbeitet schont seit langem am Technologie für autonomes Fahren.

+++ 17.20 Uhr: Mann in Altkleider-Container gefangen +++

Als tückische Falle hat sich ein Altkleider-Container in Germering bei München für einen mutmaßlichen Dieb entpuppt. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann am Montag wohl versucht, Kleider aus dem Container zu stehlen. Dabei verlor er aber laut ersten Erkenntnissen den Halt, rutschte durch die Öffnung und fiel ins Innere des Containers. Vergeblich versuchte der 35-Jährige, die Diebstahlsicherung zu überwinden. Erst als ein Passant merkwürdige Geräusche aus dem Container vernahm und Alarm schlug, kam Hilfe für den Gefangenen. Die Feuerwehr flexte kurzerhand das Vorhängeschloss an der Stahltüre des Containers auf und erlöste den Gefangenen aus seiner Falle.

+++ 16.56 Uhr: Französischer Polizist bedient sich der Kreditkarte eines Festgenommenen +++

Ein dreister französischer Polizist hat mit der Kreditkarte eines Festgenommenen Geld für sich abgehoben und im Internet eingekauft. Gegen den Beamten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs und Untreue eingeleitet, wie aus Justizkreisen in Nanterre bei Paris verlautete. Der Festgenommene, der in einem Kommissariat in Polizeigewahrsam saß, hatte den 41-jährigen Beamten um einen Gefallen gebeten: Er sollte an einem Bankautomaten 150 Euro für seine Freundin abheben. Der Polizist erfüllte ihm die Bitte - hob aber nebenbei noch 100 Euro für sich selbst ab.

Dann setzte er sich im Kommissariat an den Computer und ging mit der Kreditkarte auf Einkaufstour im Internet. Die Ironie der Geschichte: Der Polizist arbeitete in einer Zentralstelle zur Aufklärung von Internet-Betrug - und beging die Straftat also just an dem Ort, an dem solche Taten eigentlich aufgeklärt werden sollen.

+++ 16.23 Uhr: 75-Jährige stirbt unter eigenem Auto +++

Eine 75-Jährige ist im Süden Thüringens von ihrem eigenen Auto überrollt und tödlich verletzt worden. Nachbarn hätten die alleinstehende Frau am Dienstag auf ihrem Grundstück in Föritz unter dem Fahrzeug eingeklemmt gefunden, wie die Polizei mitteilte. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der Seniorin feststellen. Nach den bisherigen Ermittlungen war das Auto aus der Garage auf die abschüssige Zufahrt gerollt und hatte die Frau erfasst. Diese geriet unter den Wagen und wurde eingeklemmt. Das Auto sei einige Meter weiter gerollt und habe die Seniorin mitgeschleift, sei aber noch auf dem Grundstück zum Stehen gekommen. Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen.

+++ 16.05: Motorradraser und Youtube-Filmer "Alpi" wegen fahrlässiger Tötung verurteilt +++

Der Motorradfahrer und YouTube-Filmer "Alpi" wurde vor dem Landgericht Bremen wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Außerdem wurde ihm der Führerschein entzogen. Der Mann hatte seine riskanten Fahrten mit dem Motorrad ins Internet gestellt, bis er im Juni 2016 einen Fußgänger überfuhr, der bei Rot über die Straße gegangen war. Der 75-Jährige starb bei dem Unfall. Zuvor hatten die Ankläger den Mordvorwurf gegen den 24-Jährigen fallen gelassen. Mordmerkmale hätten in der Hauptverhandlung nicht zweifelsfrei bewiesen werden können, sagte Staatsanwalt Björn Krebs.

+++ 14.18: Jugendliche in Arnstein starben an Kohlenmonoxid-Vergiftung +++

Die in einer Gartenlaube im unterfränkischen Arnstein gefundenen sechs toten Jugendlichen sind an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Dies sei das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung ihrer Leichen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken am Dienstag in Würzburg. Noch unklar sei, durch welches Gerät die Vergiftung verursacht wurde.

Die Ursache für den Austritt des giftigen Gases sei weiterhin Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen. Außer einem Holzofen, mit dem die fünf jungen Männer und eine junge Frau im Alter von 18 und 19 Jahren offenbar geheizt hatten, kämen auch noch mehrere andere Geräte in der Hütte dafür in Frage, sagte der Polizeisprecher. Eine bewusste Manipulation schloss der Polizeisprecher aus.

+++ 14.04 Uhr: Staatsanwalt lässt Mordanklage gegen Motorradraser fallen +++

Im Prozess gegen einen Motorradfahrer und Youtube-Filmer hat die Bremer Staatsanwaltschaft sieben Jahre und zwei Monate Haft wegen Totschlags für den Angeklagten gefordert. Zuvor hatten die Ankläger den Mordvorwurf gegen den 24-Jährigen fallen gelassen. Mordmerkmale hätten in der Hauptverhandlung nicht zweifelsfrei bewiesen werden können, sagte Staatsanwalt Björn Krebs. Noch am Dienstag sollte das Urteil gesprochen werden.

Der 24 Jahre alte Angeklagte soll im vergangenen Juni in Bremen mit seiner 200 PS-Maschine einen 75-jährigen Fußgänger überfahren und tödlich verletzt haben. Der junge Mann hatte nach Auffassung der Staatsanwaltschaft sein Motorrad kurz vor dem Unfall auf rund 100, möglicherweise sogar bis zu 150 Stundenkilometer beschleunigt. Als er den Fußgänger sah, habe er nicht mehr rechtzeitig bremsen können.

Regelmäßig hatte der Angeklagte seine rasanten Fahrten mit einer Helmkamera gefilmt und die Mitschnitte auf seinen Youtube-Kanal gestellt. Wegen der in den Videos zu sehenden zahlreichen massiven Verkehrsverstöße habe ein tödlicher Unfall letztlich nur noch vom Zufall abgehangen. "Er wusste, dass seine Fahrten für Dritte tödlich enden konnten", betonte der Staatsanwalt.


+++ 13.30 Uhr: Dresdner Landgericht entzieht Richter mit AfD-Parteibuch Zuständigkeiten +++

Das Landgericht Dresden hat seinem Richter Maier, der AfD-Mitglied ist, die Zuständigkeiten für bestimmte Zivilverfahren entzogen. Maier sei künftig nicht mehr für Verfahren aus dem Bereich des Presserechts und des Ehrschutzes zuständig, teilte das Landgericht nach einem entsprechenden Beschluss des Präsidiums mit. Damit solle "jeder Zweifel an einer Unbefangenheit des Gerichts vermieden werden".

+++ 13.20 Uhr: Berliner Polizei hat höchsten Migrantenanteil bei Neueinstellungen +++

Die Berliner hat nach einer bundesweiten Umfrage bei den Länderbehörden den höchsten Anteil von Migranten unter ihrem Nachwuchs. Von allen Bewerbern hatten im vergangenen Jahr 32,1 Prozent einen Migrationshintergrund, bei den Neueinstellungen betrug der Anteil 29,2 Prozent, wie der Mediendienst Integration am Dienstag mitteilte. Im Jahr 2015 waren 23,6 Prozent der Beamtenanwärter in Berlin Einwanderer oder Kinder von Einwanderern.

Einen ebenfalls hohen Migranten-Anteil bei den Neueinstellungen der Polizei hatten im selben Jahr auch Baden-Württemberg (20,8 Prozent), Hessen (17,1) und Hamburg (17,0). In Schleswig-Holstein war er mit 3,1 Prozent weit niedriger. Weil die Angaben der jungen Polizisten freiwillig waren, verzichtete der Mediendienst auf ein Ranking. Zudem konnten die Behörden in Bayern, , Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen keine vergleichbaren Zahlen für 2015 vorlegen.

+++ 13.14 Uhr: Schädliches Stickoxid verpestet die Luft in vielen deutschen Städten +++

Schädliches verpestet die Luft in deutschen Städten und Ballungszentren weiterhin viel zu stark. An mehr als der Hälfte aller verkehrsnahen Messstellen sei der Grenzwert für Stickstoffdioxid im vorigen Jahr im Jahresmittel überschritten worden, berichtete das Bundesumweltamt (UBA) am Dienstag in Dessau nach der Auswertung vorläufiger amtlicher Messdaten.

Der Stoff sei "weiter Schadstoff Nummer eins", die Belastung seit 2010 nur leicht zurückgegangen, teilte die Behörde mit. Fortschritte gab es beim Feinstaub. Die Belastung war 2016 so niedrig wie nie seit 2000.

Stickstoffdioxid gefährde die Gesundheit der Menschen schon seit Jahrzehnten, erklärte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Die Kommunen müssten endlich Möglichkeiten erhalten, Autos mit hohem Ausstoß aus den besonders belasteten Innenstädten zu verbannen. Schuld an der Misere seien "vor allem alte Dieselautos". 

+++ 12.51 Uhr: Warnstreiks im öffentlichen Dienst angekündigt +++

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes werden Beschäftigte der Länder in den nächsten Tagen und Wochen zu Warnstreiks und Protestaktionen aufgerufen. Das kündigte die Gewerkschaftsseite am Dienstag in Potsdam nach der zweiten Verhandlungsrunde an, die weitgehend ergebnislos verlaufen ist.

+++ 12.35 Uhr: Brandanschlag auf zwei Obdachlose in Hamburg +++

Zwei Obdachlose sind in der Nähe der Hamburger Landungsbrücken bei einem Brandanschlag verletzt worden. Wie die Polizei bestätigte, wurden die beiden Männer in der Nacht zum Dienstag auf einem Parkdeck attackiert, wo sie die Nacht verbrachten. Sie kamen in ein Krankenhaus. Zum genauen Tathergang konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Die Beamten ermittelten gegen Unbekannt, hieß es.

+++ 11.43 Uhr: Französische Regierung verbietet glamouröse Namen von Zigarettenmarken  

Weil sie zu glamourös klingen, müssen mehrere Zigarettenmarken in Frankreich ihren Namen ändern. Das französische Gesundheitsministerium erklärte am Dienstag in Paris, die Markennamen der dünnen Zigaretten Vogue, Fine, Allure und Corset würden verboten. Ein entsprechendes Dekret wird am Mittwoch veröffentlicht.

+++ 10.43 Uhr: Ditib überprüft antisemitische Postings +++

Der türkisch-islamische Dachverband Ditib hat eine Überprüfung diffamierender Äußerungen über Juden und Christen in Facebook-Postings angekündigt. Der Ditib-Vorstandsvorsitzende Nevzat Yasar Asikoglu sagte, obwohl "diese hetzerischen Umtriebe" nicht in Kenntnis oder in Anlehnung an die Ditib-Landesverbände oder den Ditib-Bundesverband erstellt worden seien, "werden entsprechende Untersuchungen stattfinden und Konsequenzen folgen".

Zuvor hatten Medien berichtet, in einigen Ditib-Gemeinden werde gegen Juden und mitunter auch gegen Christen gehetzt.

Ditib sieht sich in Deutschland massiver Kritik ausgesetzt. Dabei ging es bisher aber vor allem um den Vorwurf der Beeinflussung durch die türkische Regierung. Der mit mehr als 900 Moscheegemeinden und rund 800.000 Mitgliedern größte islamische Dachverband in Deutschland ist eng mit der türkischen Religionsbehörde Diyanet verwoben, die der Regierung in Ankara untersteht.

+++ 10.37 Uhr: Europäischer Gerichtshof: Kein Asyl für Terror-Unterstützer +++

Staaten dürfen Terror-Unterstützern nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs Asyl verweigern. Das gilt auch, wenn Antragsteller nicht selbst an terroristischen Handlungen beteiligt waren, sondern nur anderen geholfen haben. Diese Entscheidung traf der EuGH am Dienstag in Luxemburg.

Im konkreten Fall ging es um einen Mann aus Marokko, der in Belgien als führendes Mitglied einer terroristischen Vereinigung verurteilt worden war. Er hatte unter anderem durch das betrügerische Überlassen von Pässen dabei geholfen, Freiwillige in den Irak auszuschleusen. Später beantragte er in Belgien Asyl mit der Begründung, er könnte wegen seiner Verurteilung bei Rückkehr in sein Heimatland als radikaler Islamist eingestuft und verfolgt werden.

Aus Sicht der Luxemburger Richter kann die EU-Richtlinie zur Ablehnung von Flüchtlingen auch für jene gelten, die "die Anwerbung, Organisation, Beförderung oder Ausrüstung von Personen vornehmen", die terroristische Handlungen begehen, planen oder vorbereiten (Rechtssache C-573/14).

 +++ 10.29 Uhr: Vibrator löst Einbruchalarm in Bremer Wohnhaus aus +++

Türen, Fenster, Alarmanlagen  : So sichern Sie Ihr Zuhause gegen Einbrecher

Ein Sexspielzeug hat in Bremen für einen Einbruchalarm gesorgt und die Polizei auf den Plan gerufen. Zunächst hörte die Bewohnerin eines Hauses in der Nacht zum Dienstag verdächtige Geräusche, die sie als Bohrlärm interpretierte, wie die Beamten in der Hansestadt mitteilten. Aus Angst, dass sich Einbrecher an der Tür zu schaffen machten, wählte sie den Notruf.

Die Einsatzzentrale setzte zwei Streifenwagen im Marsch, die Beamten entdeckten jedoch nichts Verdächtiges. Allerdings hörten auch sie die merkwürdigen Geräusche. Bei einem Kontrollgang mit der Besitzerin fanden sie die Ursache - einen eingeschalteten Vibrator in der Badewanne, dessen Schwingungen den Lärm auslösten. "Hierbei handelte es sich um das Modell 'Blauer Maulwurf'", berichteten die Beamten.

Und weiter: "Nachdem der Eindringling gestellt wurde, rückten die Einsatzkräfte wieder ab und verzichteten auf eine Spurensuche." Als Anlass für Spott wollten sie den Vorfall im Stadtteil Vahr aber nicht verstanden wissen: Auch wenn die Sache harmlos ausgegangen sei, sollten sich Menschen bei verdächtigen Geräuschen nie scheuen, die Polizei zu rufen.

 +++ 9.35 Uhr: Mexiko offen für Mauer-Finanzierung durch Drogenkartelle +++

Die mexikanische Regierung hat sich offen für Überlegungen in Washington gezeigt, die Kosten für den geplanten Bau einer Grenzmauer den Drogenkartellen aufzubürden. Es stelle "ohne Zweifel einen positiven Fortschritt" dar, wenn nun im Weißen Haus darüber geredet werde, die Kosten nicht dem mexikanischen Staat in Rechnung zu stellen, sagte Außenminister Luis Videgaray im Fernsehsender Televisa. "Das ist ein Signal, das man meiner Ansicht nach begrüßen sollte." Mexikos Außenminister reagierte damit auf Äußerungen des neuen Stabschefs im Weißen Haus, Reince Priebus. Dieser hatte am Sonntag in einem Fernsehinterview verschiedene Möglichkeiten genannt, wie das Milliardenprojekt an der Grenze finanziert werden könnte - neben einem Strafzoll für mexikanische Produkte erwähnte Priebus dabei auch die mexikanischen Drogenkartelle, die zur Finanzierung herangezogen werden könnten.

++ 9.34 Uhr:"Fake News" ist Anglizismus des Jahres 2016 +++

Der Begriff "Fake News" ist zum Anglizismus des Jahres 2016 gekürt worden. Neben der "überwältigenden und anhaltenden öffentlichen Präsenz" fülle der Begriff eine Lücke im deutschen Wortschatz, teilte die Jury um den Berliner Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch (Freie Universität Berlin) am Dienstag zur Begründung mit. Auf den Plätzen folgen demnach die Substantive "Darknet" und "Hate Speech".

"Fake News" wird im Englischen den Angaben zufolge etwa seit dem Ende des 19. Jahrhunderts verwendet: Damals seien bewusste Falschmeldungen in Zeitungen ab und an so bezeichnet worden. Mit zunehmender Relevanz der sozialen Medien wurde die Wendung zunehmend für Phänomene wie erfundene Promi-Tode genutzt. Dahinter steckte die Absicht, Menschen auf bestimmte Internetseiten zu locken oder sie in die Irre zu führen, so die Jury. Im Deutschen nannte man dies zunächst "Hoax".

Breit durchgesetzt habe sich der Ausdruck "Fake News" seit November 2016 und Donald Trumps Erfolg bei den US-Präsidentschaftswahlen. Angeblich sollen ihm gefälschte Nachrichten zum Wahlsieg verholfen haben.  

+++ 8.50 Uhr: US-Einreiseverbot soll nicht für internationale Sportevents gelten +++

Sportler und Funktionäre aus den vom US-Einreiseverbot betroffenen Ländern sollen Ausnahmegenehmigungen für die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen in den USA erhalten. Die US-Regierung habe angekündigt, in dieser Frage mit dem Nationalen Olympischen Komitee der USA (USOC) zusammenzuarbeiten, teilte das USOC mit. Zugleich betonten die USOC-Spitzen Larry Probst und Scott Blackmun, die olympische Bewegung sei - wie die Vereinigten Staaten von Amerika - unter anderem auf dem Prinzip der Vielfalt gegründet.


+++ 8.43 Uhr: Ryanair hat "keine Zeit" zur Entwicklung von Langstreckenprogramm +++

Die irische Billigfluglinie Ryanair hat nicht mehr vor, Langstreckenflüge über den Atlantik anzubieten. "Wir sind zu beschäftigt damit, zu wachsen. Ich habe keine Zeit mehr für Transatlantikflüge", sagte Firmenchef Michael O'Leary dem "Handelsblatt". Ryanair wolle sich auf die europäische Kurzstrecke konzentrieren und habe dafür viele Flugzeuge bestellt. "Wir bekommen quasi jede Woche eine neue Maschine geliefert", sagte O'Leary. Der Manager erläuterte auch seine Vision für die Gestaltung von Ticketpreisen: "Eines Tages sollen alle Tickets bei uns kostenlos sein", sagte er. "Wir werden das vielleicht nie erreichen, aber das ist zumindest unser Ziel." Ihr Geld solle die Fluggesellschaft dann mit Zusatzleistungen machen, etwa Snacks und Internet an Bord sowie Werbung. Ryanair ist nach Passagierzahlen die größte Airline Europas. Im vergangenen Jahr transportierte das Unternehmen 117 Millionen Menschen.

+++ 8.40 Uhr: Sigmar Gabriel sagt zweite Reise als Außenminister wegen Krankheit ab  +++

Außenminister Sigmar Gabriel hat seinen Antrittsbesuch in Brüssel wegen einer Erkrankung kurzfristig abgesagt. Weitere Einzelheiten gab das Auswärtige Amt zunächst nicht bekannt. Nach dpa-Informationen hat er sich bei seiner Tochter mit einer fiebrigen Infektion angesteckt. Gabriel wollte in Brüssel bei seiner zweiten Auslandsreise als Außenminister Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini treffen. Der Besuch war erst am Montag offiziell angekündigt worden und wurde heute nur zwei Stunden vor dem geplanten Abflug abgesagt. Am Samstag war der scheidende SPD-Chef keine 24 Stunden nach seinem Amtsantritt bereits nach Paris gereist.


+++ 8.31 Uhr: Zehn Menschen nach Wohnungsbrand in Bremerhaven in Krankenhäusern behandelt +++

Nach einem Brand in einem Bremerhavener Mehrfamilienhaus sind am Montagabend zehn Bewohner in Krankenhäuser gebracht worden. Insgesamt habe der Rettungsdienst 17 Menschen versorgt, teilte die Feuerwehr mit. Demnach hatte eine Wohnung im Erdgeschoss gebrannt, es kam zu starker Rauchentwicklung. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte die Wohnung bereits vollständig, die Flammen erreichten bereits die Fenster der darüber liegenden Wohnung und des Treppenhauses. Die Einsatzkräfte lösten Großalarm aus und retteten alle Bewohner aus dem Haus. Das Feuer wurde schnell gelöscht. Im Einsatz waren insgesamt 70 Rettungskräfte, darunter auch drei Notärzte.

+++ 7.09 Uhr: Glatteis-Unfälle in Teilen Deutschlands +++

 Glatteis hat in der Osthälfte Deutschlands viele Autofahrer rutschen lassen, in mehreren Bundesländern kam es zu Unfällen. In Niederbayern zählte die Polizei in der Nacht zum Dienstag 40 Unfälle: Mehrere Autos kamen bei glatten Straßen von der Fahrbahn ab oder rutschten gegen andere Fahrzeuge. Fünf Menschen wurden dabei leicht verletzt. Die A3 musste in Richtung Regensburg wegen eines Lkw-Unfalls für mehr als eineinhalb Stunden gesperrt werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Glatteis in Teilen Bayerns. In vielen Kreisen in Niederbayern, Oberbayern und in der Oberpfalz wurde der Unterricht abgesagt. Auch die Polizei im Nordosten Deutschlands meldete mehrere Behinderungen und Unfälle. In Mecklenburg-Vorpommern kam es zu insgesamt 29 Zusammenstößen. Dabei wurden drei Menschen leicht verletzt. Auch in Thüringen und in Teilen Sachsens kam es vereinzelt zu Kollisionen.   

+++ 6.04 Uhr: Studie: Brexit treibt Investoren nach Deutschland +++

Das Brexit-Votum und die in der Folge befürchteten Auswirkungen auf den Freihandel erhöhen die Attraktivität von Deutschland für Investoren. In einer Umfrage sahen 40 Prozent der ausländischen Firmen Deutschland als attraktiven Investitionsstandort, das waren zwei Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr, wie aus einer Untersuchung der Unternehmensberatung Ernst & Young hervorgeht. Für mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Firmen, die bislang in Großbritannien aktiv sind, wäre Deutschland ein bevorzugtes Ziel außerhalb des Vereinigten Königreichs.

+++ 5.09 Uhr: Gauland gibt AfD-Spitzenposten in Brandenburg für Bundestagswahl auf +++

Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland will im Frühjahr seine Spitzenämter im Land aufgeben, um sich auf die Bundestagswahl zu konzentrieren. "Beim Landesparteitag im April trete ich nicht mehr an", sagte er der "Bild"-Zeitung. Der 75-Jährige ist Vorsitzender von Landespartei und Landtagsfraktion. In beiden Ämtern will ihm dem Zeitung zufolge sein bisheriger Stellvertreter Andreas Kalbitz nachfolgen. Er wird zum rechtsnationalen Flügel der AfD gerechnet.

+++ 3.21 Uhr: Falscher Polizist erbeutet mehrere Tausend Euro von Seniorin +++

Ein als falscher Polizist aufgetretener Trickbetrüger hat einer Seniorin mehrere Tausend Euro abgenommen. Der Mann brachte die Frau aus Stolberg bei Aachen in einem Telefongespräch dazu, das Geld von ihrem Konto abzuheben, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Er hatte der 78-Jährigen glaubhaft versichert, dass es sich um Falschgeld handle und sie sich strafbar mache, wenn sie es nicht der Polizei zur Prüfung überlasse. Anschließend holte er das Bargeld bei der Seniorin zuhause ab und machte sich mit der Beute davon. Nach Polizeiangaben handelte es sich um eine fünfstellige Summe.

+++ 3.12 Uhr: Deutsche Urlauberin in Neuseeland vermisst  +++

In Neuseeland wird eine deutsche Urlauberin vermisst. Die 19-Jährige verschwand nach Angaben der Polizei vom Dienstag in der Nähe des Mount Taranaki, eines 2518 Meter hohen Vulkans auf der neuseeländischen Nordinsel, wo sie mit einer Freundin wandern war. Die mit einem Hubschrauber unterstützte Suche brachte zunächst jedoch keinen Erfolg.

+++ 2.30 Uhr: Arnstein wartet auf Obduktionsergebnis nach Tod der sechs Teenager +++

Nach dem Tod von sechs jungen Menschen in einer Gartenlaube im unterfränkischen Arnstein warten die Trauernden nun auf das Obduktionsergebnis. Woran die feiernden 18- und 19-Jährigen gestorben sind, ist nach wie vor unklar. Nur ein Gewaltverbrechen hatte die Polizei unmittelbar nach dem Leichenfund am Sonntagvormittag schon ausgeschlossen. Ob heute Ergebnisse zu erwarten sind, ist aber zweifelhaft. Mehrere Tage könne es dauern, bis die Todesursache sicher ermittelt sei, hatte ein Polizeisprecher gesagt.

Derweil versucht das 8000-Einwohner-Städtchen, mit dem tragischen Vorfall fertig zu werden. Am Montagabend gedachten Angehörige und Freunde in einer ökumenischen Trauerstunde der Opfer. Medien wurden gebeten, der Veranstaltung fernzubleiben. Der Vater eines Geschwisterpaares hatte die sechs Teenager - fünf Männer und eine Frau - gefunden. Er hatte sich Sorgen gemacht, weil er weder von seinem Sohn noch von seiner Tochter etwas gehört hatte. Als er zu der abgelegenen Laube der Familie kam, machte er den grausigen Fund.

+++ 1.36 Uhr: Deutsche Bank zahlt Millionenstrafe in russischer Geldwäsche-Affäre +++

Die Deutsche Bank hat sich mit der New Yorker Finanzaufsicht auf einen millionenschweren Vergleich im russischen Geldwäsche-Skandal geeinigt. Das Institut zahle ein Bußgeld in Höhe von 425 Millionen Dollar, teilte das New York State Department of Financial Services am Montagabend mit.

Kunden der Deutschen Bank sollen der Behörde zufolge über die Finanzplätze Moskau, New York und London rund zehn Milliarden Dollar an Rubel-Schwarzgeld aus Russland gewaschen haben. Das Institut habe wegen Aufsichtsversagen über Jahre zahlreiche Gelegenheiten ungenutzt gelassen, das Komplott zu bemerken und zu unterbinden, so das DFS.

+++ 0.40 Uhr: Anklage wegen sechsfachen Mordes nach Angriff auf Moschee in Québec +++

Der mutmaßliche Attentäter von Québec, der in einer Moschee sechs Menschen erschossen und 19 weitere verletzt haben soll, muss sich wegen sechsfachen Mordes und fünffachen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Die Polizei kündigte diese Anklage in elf Punkten am Montag in der kanadischen Provinzhauptstadt an. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um den 27 Jahre alten Alexandre Bissonnette aus einem Vorort Québecs. Ein weiterer Verdächtiger, der nach der Attacke am Sonntagabend vorübergehend festgenommen war, wurde wieder auf freien Fuß gesetzt und wird in dem Fall nur noch als Zeuge behandelt.


anb / DPA / AFP