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Krankenkassen: Gesundheitsfonds soll an Finanzmisere schuld sein

Der Anfang 2009 eingeführte Gesundheitsfonds hat nach Einschätzung der Chefin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Doris Pfeiffer, die angespannte Finanzlage der Kassen noch verschärft.

Der Anfang 2009 eingeführte Gesundheitsfonds hat nach Einschätzung der Chefin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Doris Pfeiffer, die angespannte Finanzlage der Kassen noch verschärft. "Der Fonds hat uns ein großes Problem gebracht", sagte Pfeiffer der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwoch). Die einzige Finanzierungsmöglichkeit neben dem Einheitsbeitrag sei nun der Zusatzbeitrag.

"Den erheben aber bislang nur wenige Kassen, weil viele eine Abwanderung ihrer Mitglieder fürchten und deshalb diesen Schritt scheuen", erläuterte Pfeiffer. Weil die Finanzmittel dann fehlten, gerieten diese umso stärker unter Druck. "Ein Teufelskreis", meinte die Verbandschefin.

Das vom Bundeskabinett verabschiedete Arzneimittelsparpaket hält Pfeiffer für unzureichend, um die Kassen nachhaltig zu stabilisieren. "Kurzfristig lässt sich damit der Kostenanstieg nur etwas bremsen", sagte sie. Die Einsparungen würden an anderer Stelle zum Teil wieder aufgefressen. Als Beispiel nannte Pfeiffer eine Gerichtsentscheidung zum Apothekenrabatt auf Medikamente, der die Kassen wohl mit rund 330 Millionen Euro belasten werde.

DPA / DPA

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