Lexikon Das ABC der Zahnerkrankungen


Was tun bei Zähneknirschen? Wie entsteht Parodontitis? Und was ist eigentlich Zahnerosion? Das Lexikon gibt Antworten.

Bruxismus oder Zähneknirschen
Heftiges Mahlen der Kauflächen aufeinander in der Nacht. Auslöser sind meist Stress oder seelische Probleme, die Folgen Schäden an Zähnen und Kiefer, Verspannungen und Kopfschmerzen. Abhilfe schaffen eine Knirscherschiene, die nachts getragen wird, Psychotherapie und Medikamente.

Ist das Zahnfleisch zurückgegangen, liegen die Zahnhälse frei. Da sie nicht vom Zahnschmelz geschützt sind, können Kälte, Hitze oder Berührungen sehr unangenehm sein. Spezialzahnpasten können das lindern.

Werden Zähne zu häufig Säuren ausgesetzt, können diese dem Zahnschmelz Kalzium entziehen. Dann sollten sie vom Zahnarzt remineralisiert werden. Außerdem hilft Kalzium aus Milchprodukten (ohne Obst!).

Leichte Entzündung des Zahnfleischs, das von Zahnbelag irritiert wird und bei Berührung blutet. Wird der Belag entfernt, heilt sie meist schnell wieder aus.

Bakterien, die sich vom Schmelz in das Dentin bis in die Pulpa fressen und den Zahn zerstören. Das geschädigte Material muss entfernt werden. Ist die Pulpa befallen, wird eine Wurzelfüllung nötig. Ist der Zahn zu stark zerstört, muss er gezogen werden.

Entsteht meist durch Bakterien auf dem Zungenrücken, Speiseresten zwischen den Zähnen oder eine fortgeschrittene Entzündung des Zahnfleischs. Therapie: Zunge mit einem Schaber reinigen, professionelle Reinigung der Zähne, Behandlung des Zahnfleischs.

Schwere Entzündung des Zahnfleischs, der Saum hat sich vom Zahn gelöst und bildet Taschen, in denen sich immer mehr Konkrement bildet, ein besonders harter Zahnstein. Die Erreger der Parodontitis können sich im Körper verteilen und verschiedene schwere Erkrankungen auslösen oder verschlimmern. Das Konkrement muss vom Zahnarzt gründlich entfernt, die Zahntaschen sollten regelmäßig von ihm gereinigt werden.

Es gibt die unterschiedlichsten Fehlstellungen der Zähne, manche von ungünstig wachsenden Zähnen ausgelöst, andere vom Menschen (Daumenlutschen). Damit daraus keine Folgewirkungen wie Sprachfehler oder Probleme beim Kauen entstehen, sollten sie korrigiert werden.

Wird Zahnbelag nicht regelmäßig entfernt, nimmt er Mineralien des Speichels auf und verdichtet sich zu Zahnstein. Das Kariesrisiko steigt damit enorm. Er sollte regelmäßig vom Zahnarzt entfernt werden.

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