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Zahnpflege-Produkt im Test: Parodont-Creme aus "Die Höhle der Löwen": So schmeckt die Creme gegen Parodontose

Zahnfleischbluten und ein geschwollenes Zahnfleisch: Millionen Menschen leiden unter Parodontose. Die Behandlung ist aufwendig. In "Die Höhle der Löwen" wurde nun eine Creme vorgestellt, welche die Symptome lindern soll. Wir haben sie ausprobiert.

Ich muss gestehen: Ich habe meine Zähne früher nicht gut genug behandelt. Als Jugendlicher war ich abends zu müde und zu faul zum Zähneputzen, morgens musste reichen. Zwischenraumbürsten oder Zahnseide kamen da natürlich auch nicht in Frage. Dazu viel Kaffee und Dutzende Zigaretten am Tag. Heute würde ich mein junges Selbst dafür gerne ohrfeigen. Die Quittung kam in Form vieler Plomben - und einem reichlich geschädigten Zahnfleisch.

Da klang das Versprechen aus "Die Höhle der Löwen" hervorragend. Die Zahnfleisch-Creme "Parodont" soll die fiesen Symptome der Parodontose lindern, gegen Zahnfleischbluten helfen, das geschwollene Zahnfleisch beruhigen und sogar Entzündungen lindern - alles auf Naturbasis mit Schwarzkümmel-Öl. Entwickelt hat die Creme der Berliner Zahnarzt Dr. Ismail Özkanli, der sie auch in der Show präsentierte.

Wie schmeckt Parodont aus "Die Höhle der Löwen"?

Beim ersten Ausprobieren bin ich entsprechend gespannt. Zwei- bis dreimal am Tag soll man die Creme auf die betroffenen Stellen einmassieren, direkt nach dem Zähneputzen. Nachdem die E-Bürste das Ende der drei Minuten meldet, greife ich also zur Tube und nehme wie empfohlen einen linsengroßen Tropfen der durchsichtigen, gelblich-grünen Paste auf den Finger. Los geht's.

Was dann kommt, kann ich fast nur als Geschmacks-Schock beschreiben. Sofort, nachdem ich die Creme mit dem Finger auf das reibe, erfüllt sich der Mund mit einem sehr intensiven Kümmelgeschmack. Absolut ekelhaft. Dabei mag ich Kümmel eigentlich sogar. Direkt auf den Menthol-Geschmack der Zahnpasta ist es aber einfach unfassbar intensiv - und alles andere als wohlschmeckend. Das Gemeine: Die Packungsbeilage verbietet es explizit, sich danach den Mund zu spülen. Ich muss also mit dem Geschmack leben.

Immerhin lässt der Effekt bei den nächsten Malen nach. Man weiß ja, was einen erwartet. Besonders lecker ist es aber auch nach mehreren Tagen noch nicht. Ich bilde mir beim Schreiben dieser Zeilen ein, den Geschmack immer noch im Mund zu haben. Dabei ist das bereits vier Stunden her - und ich habe danach gegessen und Kaffee getrunken.

Keine schnelle Lösung

Einen merkbaren Effekt hat die Creme nach mehreren Tagen nicht gehabt. Das Zahnfleisch blutete beim Putzen zwar nie, das tut es in meinem Fall von schwacher Parodontose aber auch nur in Ausnahmefällen. Eine leichte Schwellung und Spannung spüre ich aber weiterhin. Um einen echten Effekt zu bemerken, muss man die Creme wohl mehrere Wochen ausprobieren.

Immerhin ist die Hürde mit einem Preis von knapp 7 Euro nicht besonders hoch. So kann jeder testen, ob man mit dem Kümmelgeschmack klar kommt und die Paste die eigenen Beschwerden lindert. Ich persönlich gebe der Creme höchstens noch eine Woche. Vielleicht habe ich mich bis dahin doch daran gewöhnt. Sonst muss ich eben noch ordentlicher die Zwischenräume putzen. Hätte ich damit doch mal früher angefangen.


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