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Die wichtigsten Fakten zu Mers: Wie gefährlich ist das Virus aus Saudi-Arabien?

Ein deutscher Urlauber hat sich in Abu Dhabi mit Mers angesteckt. Gesundheitsexperten beobachten schon seit einiger Zeit mit Sorge die Ausbreitung des mit Sars verwandten Virus. Wie gefährlich ist es?

Von Lea Wolz

Es ist der dritte Deutsche, der an dem oft tödlichen Coronavirus Mers erkrankt ist: Ein 65-Jähriger hat sich während seiner Urlaubsreise in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit dem Erreger infiziert. Der Mann wird auf einer Isolierstation des Osnabrücker Marienhospitals behandelt, sein Zustand ist den Ärzten zufolge sehr schlecht.

Dass sich weitere Menschen infiziert haben, ist nicht ausgeschlossen. Nach Angaben eines Sprechers des zuständigen kommunalen Gesundheitsdienstes werden rund 100 Menschen aus dem Familien- und Klinikumfeld des Mannes getestet. Bei 14 Personen sei am Sonntag Entwarnung gegeben worden.

Wie gefährlich ist das Mers-Virus? Wo verbreitet sich der Erreger? Und wie groß ist das Risiko einer Pandemie? stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema.

Was ist Mers?

Mers (Middle East Respiratory Syndrome) ist ein Virus, das zum ersten Mal im April 2012 nachgewiesen wurde. Seitdem tritt es immer wieder auf - vor allem auf der arabischen Halbinsel.

Mittlerweile steht fest, dass Kamele in diesem Raum ein natürliches Reservoir des Erregers bilden. Das Virus wurde bei ihnen gefunden, die Tiere zeigten jedoch keine Symptome. Vermutlich stecken sich Menschen an, indem sie etwa das Fleisch der Dromedare essen oder rohe Milch trinken. Als Reservoir könnten der WHO zufolge auch andere Tiere, etwa Schweine oder wilde Vögel, infrage kommen. Auch Fledermäuse stehen im Verdacht, den Erreger zu verbreiten. Bis jetzt sei das Virus bei diesen Tieren allerdings nicht nachgewiesen worden. Von Mensch zu Mensch ist das Virus ebenfalls übertragbar, Pflegepersonal oder Angehörige von Erkrankten infizierten sich in etlichen Fällen. Allerdings ist die Übertragung bis jetzt nur schwer möglich, ein enger Kontakt sei dafür notwendig, schreibt die WHO.

Mers zählt zu den sogenannten Coronaviren. Die harmloseren unter ihnen verursachen lediglich einen Schnupfen. Doch der neue Erreger hat auch gefährlichere Verwandte: So zählt etwa auch der Sars, das sich vor gut zehn Jahren von China aus verbreitete und weltweit etwa 8000 Menschen infizierte und jeden zehnten Erkrankten tötete, zu den Coronaviren.

Wie viele Mers-Fälle gibt es mittlerweile weltweit?

Insgesamt hat die WHO seit April 2012 weltweit knapp 1000 Infektionen mit dem Virus erfasst, 356 Menschen starben. Vor allem Saudi-Arabien ist stark von den Infektionen betroffen. Neben dem Nahen Osten ist Mers auch in Afrika, in Europa (hier in Deutschland, Österreich Frankreich, Italien, Großbritannien, den Niederlanden, der Türkei und Griechenland) in Asien und Nordamerika aufgetreten. Nahezu alle dieser Erkrankten haben sich im Nahen Osten aufgehalten und sich dort mit dem Virus infiziert.

Wie viele Menschen sind in Deutschland erkrankt?

Der 65-Jährige, der in einer Osnabrücker Klinik behandelt wird, ist der dritte Deutsche, der sich mit Mers infiziert hat. Zuvor war bereits 2012 und 2013 je ein Patient in Deutschland behandelt worden: Der eine Erkrankte - ein Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der zur Behandlung nach München gebracht worden war - verstarb. Der andere Patient aus Katar, der in Essen behandelt wurde, ist wieder genesen. Generell sei Mers nur schwer übertragbar, schreibt das Robert-Koch-Institut. Eine erhöhtes Risiko für Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung bestehe daher nicht.

Was sind die Symptome?

Mers kann grippeähnliche Symptome auslösen, aber auch zu einer schweren Lungenentzündung und Nierenversagen führen. Ein häufiges Symptom ist Durchfall. Nahezu 40 Prozent der Infizierten sterben. Die Inkubationszeit - also die Zeit von der Ansteckung bis zu dem Zeitpunkt, zu dem sich Symptome zeigen - beträgt in der Regel ein bis zwei Wochen. Vor allem bei Patienten mit chronischen Vorerkrankungen - etwa Diabetes oder einer Krebserkrankung - treten schwere Verläufe auf.

Bei manchen Menschen führt die Infektion zu keinerlei Symptomen, schreibt die WHO. Diese Infizierten seien nur gefunden worden, da sie mit Mers-Erkrankten in Kontakt standen und daher routinemäßig getestet wurden. Das Problem: Niemand weiß, wie groß die Zahl der Infizierten ist, die den Erreger unerkannt weitergeben können. Bis jetzt gibt es gegen Mers keine Impfung und keine Therapie.

Warum bereitet der Erreger Experten Sorgen?

Mit etwa 40 Prozent ist die Sterblichkeitsrate bei Mers-Erkrankten relativ hoch. Zum Vergleich: Bei Sars, das weltweit für Aufregung sorgte, lag sie bei etwa zehn Prozent. Sollte das Mers-Virus sich so verändern, dass es leicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist, könnte es eine weltweite Seuche, eine sogenannte Pandemie, auslösen, befürchten Gesundheitsexperten. Mit jedem Menschen, der sich zusätzlich infiziert, steigt diese Gefahr, denn Viren besitzen die Eigenschaft zu mutieren.

Alarmiert sind Wissenschaftler und Gesundheitsbehörden nach wie vor - doch vor allem ein massenhafter Ausbruch an Mers-Fällen im vergangenen Jahr bereitete ihnen Sorgen: Die Zahl der Mers-Infektionen stieg im April und Mai 2014 sprunghaft an, der Erreger erreichte immer mehr Länder. Seit Juni 2014 scheint sich das Geschehen zu beruhigen, die Zahl der Neuererkrankungen sei stark rückläufig, schreibt die WHO.

Was sollte ich als Reisender beachten?

Die WHO hat keine Reiseeinschränkung für Urlauber in die Länder der arabischen Halbinsel und deren Nachbarländer ausgesprochen. Den Kontakt zu Dromedaren sollten Reisende in diesen Regionen allerdings besser meiden und keine rohen oder unvollständig erhitzen Kamelprodukte verspeisen. Besonders Menschen mit Vorerkrankungen, die schwere Verläufe der Krankheit entwickeln könnten, sollten vorsichtig sein. Generell gilt: Auf Hygiene - etwa das regelmäßige Händewaschen - im Alltag achten.

Droht eine Pandemie?

Trotz Anstiegs der Infektionen im vergangenen Jahr und die neu gemeldeten Fälle sind die Erkrankungszahlen weltweit noch gering. Ein Grund zur Panik, da sind sich Gesundheitsexperten einig, besteht daher nicht. Die WHO zeigt sich zwar besorgt über das Gefahrenpotenzial des neuen Erregers, hat Mers aber bis jetzt nicht als eine sogenannte Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite ("Public Health Emergency of International Concern") eingeschätzt.

Bis jetzt gibt es keinen Hinweis darauf, dass der Mers-Erreger mutiert ist. Umso wichtiger ist es, das Virus einzudämmen, um ihm möglichst wenig Chancen zu geben, sich an den Menschen anzupassen.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(