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Risiko Schönheitsoperation: Gefährlicher Körperkult

Der Tod der Pornodarstellerin "Sexy Cora" hat die Debatte über Schönheitsoperationen neu befeuert. Wie gefährlich sind solche Eingriffe? Und warum entscheiden sich immer mehr Menschen, ihren Körper unter dem Skalpell zu optimieren?

Bei Frauen ist die Brustvergrößerung die gefragteste Schönheitsoperation

Bei Frauen ist die Brustvergrößerung die gefragteste Schönheitsoperation

Das Geschäft mit Botox-Spritzen, Brust-Implantaten und Fettabsaugen boomt. Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) verzeichnet nach eigenen Angaben steigende Patientenzahlen. Doch der tragische Fall der 23-jährigen Carolin Wosnitza, besser bekannt als "Sexy Cora", hat auch wieder die Debatte über Sinn, Notwendigkeit und Gefahren von Schönheitsoperationen entfacht.

"Jede Operation birgt Risiken", sagt Sven von Saldern, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Augsburg und Präsident der DGÄPC. So könne es etwa zu Blutungen, Infektionen und Narbenbildungen kommen. Auch eine Narkose bringe immer ein gewisses Risiko mit sich, das sich zum Beispiel durch die Einnahme von Medikamenten oder Vorerkrankungen erhöhen könne. Daneben sieht der Mediziner auch eine weitere Gefahr: "Im Prinzip kann jeder Arzt eine Schönheits-OP anbieten, auch ohne Facharztausbildung." Viele Operationen fänden auch im Ausland statt, da sie dort billiger zu bekommen seien. Ob die notwendigen Sicherheitsstandards eingehalten würden, sei da nicht immer zu überprüfen. "Ich würde als Patient daher darauf achten, dass der Operateur eine Facharztausbildung hat", rät von Saldern. Das sichere ein Mindestmaß an Qualifikation, eine Garantie, dass nicht doch etwas schief geht, sei es allerdings nicht.

Brust-OP und Lidstraffung besonders gefragt

Nach unterschiedlichen Angaben liegt die Zahl der Schönheitsoperationen in Deutschland zwischen einer halben und einer Million im Jahr. Genaue Zahlen sind allerdings nur schwer zu bekommen, da es keine offiziellen Statistiken dazu gibt. "Vor allem die kleineren Eingriffe, wie Botox-Spritzen oder Lasern, haben zugenommen", sagt von Saldern.

Dem Jahresbericht 2010 der DGÄPC zufolge ist der größte Teil der Patienten, die sich unters Messer legen, zwischen 18 und 30 Jahre alt. Besonders auffällig: Immer mehr Männer entscheiden sich für eine Schönheitsoperation: "Ihr Anteil ist auf etwa 30 Prozent gestiegen", sagt Saldern. Beim männlichen Geschlecht, meint er, habe das Körperbewusstsein zugenommen, und die Akzeptanz für schönheitschirurgische Eingriffe sei gestiegen. Nach einer Statistik der DGÄPC ist bei Männern die Lidstraffung der häufigste Eingriff. Bei den Frauen belegt die Brustvergrößerung Platz eins. Auch das Fettabsaugen gehört zu den am meisten gefragten Eingriffen.

2010 gab es in Deutschland rund 60.000 Brust-OPs, schätzt die DGÄPC. "Ein gutes Drittel dieser Patienten lässt sich die Brust bei Ärzten vergrößern, die keine Fachärzte für plastische Chirurgie sind, wie zum Beispiel bei Gynäkologen", sagt von Saldern. Bei einer Brust-OP besteht dem Arzt zufolge ein erhöhtes Infektionsrisiko. "Denn das Implantat ist ein großer Fremdkörper, darüber muss man sich im Klaren sein", sagt er. In einigen Fällen könne sich als Reaktion auf den Eingriff eine Kapselfibrose entwickeln. Dabei bildet sich eine harte Kapsel aus Bindegewebe um den Fremdkörper, was das Implantat quetschen und Schmerzen verursachen kann. Verformt sich die Brust dadurch, muss nachoperiert werden.

Gefahr: Unrealistische Erwartungen

Über solche Risiken und eventuell weitere Kosten eines Eingriffs müsse der Patient im Vorfeld unbedingt aufgeklärt werden, fordert Raymund Horch, Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie an der Uniklinik Erlangen. Vor allem Männer und Frauen, deren Selbstbild nicht gefestigt sei und die mit unrealistischen Erwartungen kommen, schicke er gleich wieder weg. Dysmorphophobiker zum Beispiel, also Menschen die unter einer gestörten Körperwahrnehmung leiden, würde der Mediziner nicht operieren. Die Betroffenen fühlen sich besonders hässlich, obwohl sie das objektiv gar nicht sind. "Sie sind auch nach der OP nicht zufrieden, die psychische Störung ist mit keinem Messer zu heilen", sagt Horch. Ein guter Mediziner, meint er, müsse auch "Nein" sagen können. "Der Arzt darf nicht in erster Linie ein Geschäftsmann sein, er muss auch ethisch verantwortungsvoll handeln."

Dass Menschen ihre Schönheit beeinflussen wollen, ist für Horch nichts Neues oder Ungewöhnliches: "Den Traum vom Jungbrunnen gibt es schon seit Jahrtausenden." Zudem würden Studien zeigen, dass Menschen, die von anderen als schön empfunden werden, auch erfolgreicher sind. "Sie bekommen zum Beispiel bessere Jobs und verdienen mehr", sagt der Mediziner, der daher verstehen kann, dass Menschen nach Schönheit streben. Auch durch die Werbung entstehe "ein permanenter Druck, einem Idealbild zu entsprechen".

lea

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.