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Geburtenstatistik: Schwanger über 40 - Alter vieler Mütter "bemerkenswert"

In 2018 sind in Deutschland mehr Kinder geboren worden als im Vorjahr. Auch die Anzahl der Mütter über 40 verzeichnete einen Anstieg und erreichte im letzten Jahr einen Rekordwert.

Mütter in Deutschland werden immer älter: Mittlerweile sind fünf Prozent der schwangeren Frauen über 40.

Mütter in Deutschland werden immer älter: Mittlerweile sind fünf Prozent der schwangeren Frauen über 40.

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Die Zahl der Neugeborenen ist in Deutschland gestiegen: Mehr als 787.500 Kinder erblickten im vergangenen Jahr das Licht der Welt. Das sind rund 2600 Kinder mehr als 2017, so die Informationen des Statistischen Bundesamts. Aber nicht nur der Anstieg der Geburten in der Bundesrepublik sorgt für Aufsehen, auch das Alter der Mütter bei der Geburt ist laut den Statistikern "bemerkenswert".

Karriere oft wichtiger als Kinderwunsch

Denn neben der Zahl der Geburten stieg auch das Durchschnittsalter der Gebärenden: Bei etwa 42.800 Entbindungen, gut fünf Prozent aller Geburten 2018, war die Mutter 40 Jahre oder älter. Damit hat sich die Zahl der werdenden Mütter jenseits der 40 seit 1990 vervierfacht. Kamen auf 1000 Frauen über 40 vor 30 Jahren noch 23 Kinder , so lag der Wert 2018 bei 88 Kindern pro 1000 Frauen. 

Das kann verschiedene Gründe haben. Zum einen den medizinischen Fortschritt: Künstliche Befruchtungen und Hormontherapien ermöglichen es heute auch älteren Frauen, Mutter zu werden. Zudem hat auch die Berufstätigkeit der Frauen einen Einfluss auf deren Familienplanung. Weil heute mehr Frauen in Vollzeit beschäftigt sind, rutscht der Kinderwunsch zugunsten der eigenen Karriere nach hinten. Obwohl die Medizin mittlerweile ausgereift genug ist, die Verzögerung auszugleichen, so sind Frauen über 40 in ihrer Schwangerschaft gefährdeter als jüngere Frauen. Ab einem Alter von 35 Jahren gehen Ärzte ganz automatisch von einer Risikoschwangerschaft aus. 


Mariah Carey mit Kind

Hamburg, Bremen und Berlin können sich über Kindersegen freuen

Anders als das Alter der Mütter hat sich die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau nicht verändert. Im Schnitt bringt eine Frau in Deutschland - wie im Vorjahr auch - 1,57 Kinder zur Welt. Allerdings sind dabei regionale Unterschiede zu verzeichnen: In Brandenburg und Niedersachsen liegt die zusammengefasste Geburtenziffer bei 1,62, in Berlin nur bei 1,45. 

Trotzdem konnte sich die Hauptstadt im vergangenen Jahr über einen Kindersegen freuen: Auf 1000 Frauen kamen 2018 in Berlin elf Neugeborene. Genau wie in Bremen. Spitzenreiter ist aber Hamburg, hier kommen auf 1000 Frauen sogar zwölf Babys. 

Quelle: Statistisches Bundesamt, Twitter

amm

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