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Überleben bedroht: Stephen Hawking drängt: Menschen müssen auf den Mond - möglichst schnell

Klimawandel, Überbevölkerung, schwindende Ressourcen: Geht es nach Star-Physiker Stephen Hawking hat die Erde als Heimatplanet der Menschen bald ausgedient. Auf einer Konferenz verriet der 75-Jährige, was zu tun ist, um das Überleben der Menschheit zu sichern.

"Ich bin davon überzeugt, dass die Menschheit die Erde verlassen muss": Star-Physiker Stephen Hawking (Archiv-Bild)

"Ich bin davon überzeugt, dass die Menschheit die Erde verlassen muss": Star-Physiker Stephen Hawking (Archiv-Bild)

Auf dem "Starmus Festival" in Norwegen hat Star-Physiker Stephen Hawking erneut vor einem baldigen Ende der Menscheit auf der Erde gewarnt. Die einzige Rettung der Menschheit besteht demnach in Kolonien auf anderen Planeten, wie dem Mars oder dem Mond. Schon in den kommenden 200 oder 500 Jahren könnte ein Auszug in das All bevorstehen, glaubt Hawking. In diesem Zusammenhang betonte der 75-Jährige, wie wichtig internationale Raumfahrtprogramme seien, die sich der Erforschung von fremden Planeten widmen.

"Auf der Erde wird es allmählich eng und die einzigen Orte, zu denen wir gehen können, sind neue Welten. Es ist an der Zeit, andere Sonnensysteme zu erkunden. Nur indem wir uns ausbreiten, können wir uns vor uns selbst schützen", erklärte der Ausnahme-Physiker, der an der Cambridge lehrt. "Ich bin davon überzeugt, dass die Menschheit die Erde verlassen muss."


Aussagen zur Besiedlung des Weltalls sind nicht unumstritten. Kritiker argumentieren, es sei besser, den Klimawandel auf der Erde zu bekämpfen, anstatt neue Lebensräume anzuvisieren. Auch zu diesem Vorwurf bezog Hawking Stellung und nutzte die Gelegenheit, US-Präsident Trump zu kritisieren: "Ich bestreite nicht, dass der Kampf gegen den Klimawandel und die Erderwärmung wichtig ist, anders als Donald Trump, der in puncto Klimawandel möglicherweise die fatalste Entscheidung getroffen hat, die die Welt bislang gesehen hat", so Hawking. Anfang Juni hatte der US-Präsident das historische Klimaabkommen von Paris gekündigt. Als Begründung nannte er unter anderem hohe Kosten für die Wirtschaft.

Stephen Hawking ruft zu Geschlossenheit auf

Das Besiedeln neuer Planeten sei ein Kraftakt, bei dem alle Nationen mitarbeiten müssten, betonte Hawking: "Jeder sollte sich an diesem Projekt beteiligen. Wir müssen die Menschen wieder für die begeistern - ähnlich wie in den Anfangszeiten der Raumfahrt in den Sechzigerjahren."

Die Europäische Weltraumorganisation Esa feilt derzeit an den Entwürfen einer internationalen Mondbasis, die im Jahr 2024 gebaut werden könnte. In Zusammenarbeit mit Russland soll ein möglicher Standort auf dem Erdtrabanten erkundet werden. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hingegen hat ihre Pläne für einen Flug zum Mond auf Eis gelegt und konzentriert sich auf den Planeten Mars. 2012 konnte die Raumfahrtbehörde den Rover "Curiosity" erfolgreich auf dem Planeten landen. Er funkt seitdem aus dem All und liefert Informationen über Gesteine und Hinweise auf Wasser auf dem Roten Planeten. Im Jahr 2030 will die Nasa Astronauten zum Mars schicken.

Hawking erlangte durch seine Forschungen auf dem Gebiet der Astrophysik Berühmtheit. Er leidet an der Nervenkrankheit ALS, die ihn fast komplett gelähmt hat. Aufgrund der Erkrankung kann er nicht mehr sprechen und ist auf die Hilfe eines Sprachroboters angewiesen. Hawking hatte in der Vergangenheit mehrfach mit seinen Theorien über ein nahes Ende der Menschheit für Aufsehen gesorgt.


ikr

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