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USA Booster für Teenager: US-Behörde erlaubt dritte Impfung für 12- bis 15-Jährige

High-School-Neuling Jeff Eseroma, 14, wird in einer Corona-Impfklinik für Schüler ab 12 Jahren in San Pedro, Kalifornien, geimpft. Demnächst könnten hier die Schüler auch ein drittes Mal geimpft werden.
High-School-Neuling Jeff Eseroma, 14, wird in einer Corona-Impfklinik für Schüler ab 12 Jahren in San Pedro, Kalifornien, geimpft. Demnächst könnten hier die Schüler auch ein drittes Mal geimpft werden.
© Damian Dovarganes / AP / DPA
Der Nutzen überwiegt die Risiken: Mit dieser Begründung hat die US-Arzneimittelbehörde FDA den Booster für Jugendliche ab 12 Jahren freigegeben. Und auch Jüngere können unter bestimmten Umständen geboostert werden.

Die Angst vor den gesellschaftlichen udn wirtschaftlichen Folgen der neuen Omikron-Variante in den Vereinigten Staaten ist groß. Zuletzt hatte die Gesundheitsbehörde CDC deshalb die Quarantänedauer für infizierte Geimpfte von zehn auf fünf Tage reduziert. Der Grund: So soll die kritische Infrastruktur weiter aufrechterhalten werden. Nun gehen die Behörden einen weiteren Schritt: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat am Montag Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus für 12- bis 15-Jährige zugelassen.

Die Behörde sei nach der Auswertung von Daten zu 6300 Jugendlichen in Israel zu dem Ergebnis gekommen, dass der zusätzliche Schutz vor dem Virus, vor Krankenhausbehandlungen und vor Todesfällen die geringen Risiken deutlich überwiege. In den USA ist für Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren nur der Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen.

Auch an einige gefährdete Kinder zwischen fünf und elf Jahren mit besonders geschwächtem Immunsystem sei die Verabreichung einer dritten Impfdosis möglich, teilte die FDA weiter mit – beispielsweise nach einer Organspende.

Booster gegen Omikron-Ausbreitung

Die Behörde hat außerdem den nötigen zeitlichen Abstand für eine Auffrischungsimpfung für alle Altersgruppen mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer von sechs auf fünf Monate verkürzt. Bei Moderna-Geimpften bleibt es in den USA vorerst bei sechs Monaten Abstand zwischen der zweiten Impfung und der Auffrischung.

Wie die Agentur Reuters berichtet, habe sich die FDA für den Booster von 12- bis 15-Jährigen entschieden, weil sich das Virus durch Rückkehr an die Schulen nach den Weihnachtsferien stark verbreiten könne. Es sei zu befürchten, dass das Gesundheitswesen weiter belastet wird. Am Montag mussten die ersten Schulen bereits schließen, weil das Personal erkrankt war.

Die Coronafälle in den USA haben sich in der vergangenen Woche auf 418.000 Neuinfektionen verdoppelt. 62 Prozent der US-amerikanischen Bvölkerung ist doppelt geimpft. Ein Drittel davon gilt als geboostert. Ob auch Fünf- bis Elfjährigen eine dritte Dosis verabreicht werden soll, will die FDA entscheiden, wenn mehrKinder dieser Altersgruppe doppelt geimpft sind. "Zuletzt waren ungefähr 25 Prozent der 5 bis 11-Jährigen geimpft. Es wäre gut eine höhere Quote zu erreichen, um dann zu sehen, wie viele Monate später sie geboostert werden müssen", teilte ein FDA-Sprecher mit.

Lauterbach erlaubt Auffrischungsimpfung für Teenager in Deutschland

In Deutschland können Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren eine Auffrischungsimpfung erhalten. Eine Stiko-Zulassung, die derzeit noch fehlt, sowie einen für Minderjährige zugelassener Impfstoff ist nach Aussagen von Bundesgeusndheitsminister Karl Lauterbach keine Voraussetzung. Zudem verwies er in einem Schreiben darauf, dass im Falle eines Impfschadens ein Versorgungsanspruch besteht. Die Kinder und Jugendlichen müssen hierfür allerdings mit einem "zugelassenen MRNA-Impfstoff" geimpft sein.

cl DPA

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