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Beide nicht geimpft Mutter verliert zwei Söhne innerhalb von zwölf Stunden an Covid-19

Auf einer Intensivstation in den USA kümmern sich Mediziner:innen um einen Patienten
Zwei Söhne der US-Amerikanerin Lisa Brandon sind nach einer Corona-Infektion auf eine Intensivstation eingeliefert worden und gestorben. Beide waren nicht geimpft. 
© Mario Tama/Getty Images / AFP
Weil sie sich nicht impfen lassen wollten, sind zwei Brüder aus der US-Stadt Jacksonville an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Ihre Mutter war hingegen geimpft und überstand eine Infektion mit milden Symptomen.

Eine Mutter und ihre beiden erwachsenen Söhne infizieren sich mit dem Coronavirus. Sie ist geimpft, die beiden nicht. Sie übersteht die Infektion, ihre beiden Söhne sterben daran. Dieses tragische Ereignis ist Lisa Brandon aus Jacksonville im US-Bundesstaat Florida passiert.

"Es ist der schlimmste Albtraum von Eltern", sagte eine sichtlich bewegte Lisa Brandon dem lokalen Fernsehsender News4Jax. Sie erzähle ihre Geschichte, um andere Menschen zum Impfen zu bewegen.

Söhne müssen auf Intensivstation beatmet werden

Brandon und ihre 35 und 41 Jahre alten Söhnen lebten zusammen, als sie sich Ende Juli mit dem Coronavirus infizierten. Als sich der Zustand bei den beiden Männern verschlechterte, brachte Brandon ihre Söhne Aaron Jaggi und Free Jaggi in ein Krankenhaus. Beide wurden mit Pneumonie auf die Intensivstation eingeliefert und an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Beide verstarben an den Folgen der Covid-19-Infektion: Free am 12. August und Aaron am Tag darauf, innerhalb von nur zwölf Stunden. "Es ist schrecklich. Ich liebe meine Jungs", sagte Brandon unter Tränen. "Sie haben es nie nach Hause geschafft." Mit dem Tod der beiden habe sie nun alle drei ihrer Kinder verloren. Ein weiterer Sohn sei bereits vor fünf Jahren verstorben. "Meine Jungs waren mein Leben", sagte Brandon. "Das ist alles, wofür ich gelebt habe, für sie." 

Freunde und Familie unterstützen Mutter

Lisa Brandon habe sich mit dem Impfstoff von Moderna impfen lassen. Sie verdanke ihren milden Krankheitsverlauf der Impfung, sagte sie. Ihre Söhne habe sie allerdings nicht von der Corona-Impfung überzeugen können. "Ich denke, sie wären heute noch am Leben, wenn sie ihre Spritze bekommen hätten", sagte Brandon. Doch nun sei es zu spät.

Der Tod ihrer Söhne hat neben dem schmerzhaften Verlust auch weitere Konsequenzen für Lisa Brandon. Weil sie zu dritt die Miete für ihr Haus zahlten, müsse sie nun ausziehen, da sie sich die Miete nicht mehr leisten könne. Freunde und Familie greifen der Mutter aber unter die Arme und unterstützen sie, zum Beispiel mit einer Online-Spendenaktion für die Bestattungskosten.

rw

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