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"Pistol" Alles zur neuen Serie über die Sex Pistols

Jungdarsteller Anson Boon (r.) spielt in "Pistol" Johnny Rotten, den kontroversen Frontman der Sex Pistols.
Jungdarsteller Anson Boon (r.) spielt in "Pistol" Johnny Rotten, den kontroversen Frontman der Sex Pistols.
© Miya Mizuno/FX Networks/Disney+
Die historische Serie "Pistol" erzählt den Aufstieg der ikonischen Punk-Band Sex Pistols. Alles Wissenswerte zur neuen Show gibt es hier.

Am 28. September startet auf dem Streamingdienst Disney+ die Miniserie "Pistol". Oscarpreisträger Danny Boyle (65, "Trainspotting") erzählt in sechs Episoden die wahre Geschichte der Sex Pistols, der womöglich einflussreichsten Punk-Band überhaupt. Neben Aufstieg und Fall der Anarcho-Band, die lediglich von 1975 bis 1978 Bestand hatte, geht es in "Pistol" in einem weiteren Sinne auch um das verschlafene England der späten 1970er Jahre sowie eine der größten Revolutionen der Musikgeschichte.

Die Serie basiert auf den Memoiren "Meine Sex Pistols Geschichte" des Sex-Pistols-Gitarristen Steve Jones (67).

Darum geht es in "Pistol"

Zur Mitte der 1970er Jahre ist Steve Jones (Toby Wallace, 27) ein obdachloser junger Mann, der in London eine Rockband gründen möchte. Die Designerin Vivienne Westwood (Talulah Riley, 37) erlaubt Jones, provokante Kleidungsstücke aus ihrer Boutique SEX zu tragen. Westwoods Freund und Geschäftspartner Malcolm McLaren (Thomas Brodie-Sangster, 32) entscheidet, Manager von Jones' Band zu werden. Der angehende Musiker hat derweil ein Auge auf die junge Chrissie Hynde (Sydney Chandler) geworfen und die beiden beginnen eine On-Off-Beziehung.

Rasch wird für die Sex Pistols ein Proberaum gefunden, und Manager McLaren holt den exzentrischen John Lydon (Anson Boon, 22) als Sänger in die Band. Wegen seiner schlechten Zähne bekommt Lydon den Künstlernamen "Johnny Rotten" verpasst. Der neue Sänger holt wiederum seinen Kumpel Sid Vicious (Louis Partridge, 19) als Bassisten dazu, und die Sex Pistols beginnen, erste Gigs in London zu spielen...

Die Darsteller und ihre Rollen

Eine ganz Reihe bereits etablierter oder noch relativ unbekannter Jungstars spielen in "Pistol" die Bandmitglieder der Sex Pistols und deren Umfeld. Der größte Star der Serie ist Maisie Williams (25), die in der epischen Fantasy-Serie "Game of Thrones" (2011-2019) die Hauptfigur Arya Stark verkörperte. In "Pistol" spielt Williams die reale Figur Pamela "Jordan" Rooke (1955-2022), ein Model, das mit ihrem provokanten Stil prägend für den Punk als Fashion-Bewegung wurde.

Williams' ehemaliger "Game of Thrones"-Kollege Thomas Brodie-Sangster spielt Malcolm McLaren, den kontroversen Manager und Erfinder der Sex Pistols, während Talulah Riley, die zweimalige Ex-Frau von Multimilliardär Elon Musk (51) die ikonische Designerin Vivienne Westwood (81) verkörpert.

Hauptdarsteller Toby Wallace, der den Gitarristen der Sex Pistols spielt, wirkte zuvor unter anderem bereits in der Netflix-Serie "The Society" (2019) mit, während Johnny-Rotten-Darsteller Anson Boon bisher mit einer kleineren Rolle im dreifach Oscar-prämierten Kriegsfilm "1917" (2019) auf sich aufmerksam machte. Der erst 19-jährige Louis Partridge spielte indes im Netflix-Film "Enola Holmes" (2020) den jungen Lord Tewkesbury - und nun in "Pistol" Punk-Ikone Sid Vicious (1957-1979).

Wissenswertes zu "Pistol"

Die Entstehungsgeschichte der ursprünglich in den USA auf dem Streamingdienst Hulu erschienenen Serie "Pistol" war bereits turbulent. Ex-Sex-Pistols-Mitglied Lydon (66) wollte per Klage verhindern, dass die Musik der Gruppe in der Show verwendet werden darf, doch unterlag vor Gericht gegen seine ehemaligen Bandmitglieder.

Die Darsteller der Sex Pistols sowie Sydney Chandler, die die spätere The Pretenders-Frontfrau Chrissie Hynde verkörpert, singen während der zahlreichen Live-Performances in "Pistol" selbst und spielen auch ihre eigenen Instrumente. Die meisten der Darsteller besaßen zuvor keine Erfahrung als Musiker - was wiederum exzellent zum Do-it-yourself-Punk-Spirit sowie dem tatsächlichen musikalischen Können der realen Sex Pistols passt.

US-Kritiker lobten an "Pistol" dann auch die anarchische Energie der Live-Auftritte und hoben besonders den visuellen Stil von Regisseur Danny Boyle positiv hervor. Auch wurde vielfach von Kritikern gelobt, dass die Musik der Sex Pistols in der historischen Serie beinahe gleichrangig neben der Fashion-Revolution der damaligen Epoche steht.

SpotOnNews

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