Doodle über Droste-Hülshoff Ode an die Pflichtlektüre


Annette von Droste-Hülshoff zierte einst den 20-Mark-Schein und ist dank ihrer Novelle "Die Judenbuche" auch heute noch vielen Schülern ein Begriff. Das Google-Doodle.

Kurz vor dem Wochenende will Google seinen Nutzern etwas Literaturgeschichte vermitteln und widmet der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff ein Doodle. Droste-Hülshoff wurde auf den Tag genau vor 217 Jahren auf einer Burg in der Nähe von Münster geboren und zählt zu den bekannsten Schriftstellerinnen in Deutschland.

Es war die Zeit des Biedermeiers, jener Epoche, die sich heute kurz als spießig und konservativ umschreiben lässt, als die junge von Droste-Hülshoff mit dem Schreiben begann. Früh von Krankheiten geplagt, verbrachte sie viel Zeit am heimischen Schreibtisch und nutzte diese für kreative und immer religiös angehauchte Dichtungen. Dem westfälischen Adel zugehörig, war es ihr später finanziell möglich, fremde Städte zu bereisen. Dabei knüpfte sie Kontakte zur damaligen Literaturszene. So traf sie auf Otillie, die Schwiegertochter Johann-Wolfgang Goethes, und die Gebrüder Grimm.

Kreatives Geschick besaß auch ihre Schwester, Jenny von Droste-Hülshof, die einst Annette malte - ohne zu wissen, welches Denkmal sie damit setzen würde. Denn das Bild wurde später für die Produktion des 20-Mark-Scheins auserkoren. Und auch wenn dieser längst aus den Geldbörsen verschwunden ist - Annette von Droste-Hülshoff wird nicht vergessen werden. Dafür sorgen nicht zuletzt Deutschlehrer, die die 1842 veröffentlichte Novelle "Die Judenbuche" fleißigen Mittelstuflern als Pflichtlektüre auftragen.

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