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Analyse von Drehbüchern Statistisch belegt: Frauen haben in Hollywood-Filmen wenig zu sagen

Gern gesehen, aber den Mund dürfen sie aber nicht aufmachen: Frauen in Filmen.
Gern gesehen, aber den Mund dürfen sie aber nicht aufmachen: Frauen in Filmen.
© nicoletaionescu/iStock
Das "Regime der weißen Männer" in Hollywood ist längst kein Mythos, sondern traurige Wahrheit. Das belegt unter anderem eine aktuelle Analyse von Drehbüchern.

Nicht erst seit der Rassismus-Debatte um die Oscars ist bekannt, dass Hollywood ein Problem mit Minderheiten hat. Auch und vor allem Frauen sind davon betroffen - doch auch das ist kein neues Thema. Spannend wird es aber immer dann, wenn Daten die männliche Vorherrschaft belegen. Solche Zahlen gibt es nun für die Filmszene in Hollywood, eine der größten Männerdomänen überhaupt. Veröffentlicht wurden sie auf dem Blog Polygraph, wo immer wieder Zahlen zu aktuellen Themen der Popkultur analysiert werden. Für die jüngste Hollywood-Recherche haben die Experten 2000 Drehbücher untersucht und alle gesprochenen Zeilen ihren Darstellern zugeordnet.

Männer sprechen vieeeel mehr ...

Bei drei Viertel aller Filme hatten Männer mehr Zeilen zu sprechen, nur bei 173 sprachen die Frauen mehr. In 15 Prozent aller Filme sprachen Männer sogar 90 Prozent aller Sätze – nur in 0,4 Prozent aller Filme sprachen Frauen mehr als 90 Prozent.

... und haben auch die wichtigeren Rollen

Interessante Ergebnisse zeigt auch die Verteilung der Hauptrollen. 78 Prozent der Hauptdarsteller waren männlich, in 82 Prozent der analysierten Filme waren zwei der drei wichtigsten Darsteller Männer.

Mehr Details gibt es auf der Website von Polygraph oder in diesem Artikel bei Quartz.

gos

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