Bayerischer Filmpreis 2007 Wer früher dreht, ist länger berühmt


Ein Kinodebütant sahnt ab: Marcus H. Rosenmüllers bayerische Komödie "Wer früher stirbt, ist länger tot" ist mit dem Bayerischen Filmpreis 2006 als bester Film des Jahres ausgezeichnet worden. Gleich vier Auszeichnungen bekam das Kinodrama "Vier Minuten".

Mit der erfrischenden, humorvollen Sommerkomödie mit Tiefgang und Herz sei den Produzenten ein Heimatfilm jenseits aller Klischees gelungen, hieß es in der vorab verbreiteten Begründung der Jury. Gleich vier Preise erhielt das Kinodrama "Vier Minuten", darunter den für Monica Bleibtreu als beste Hauptdarstellerin und Hannah Herzsprung als beste Nachwuchsdarstellerin.

Ehrenpreis für Michael Verhoeven

Der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten ging an den Schauspieler, Autor und Regisseur Michael Verhoeven für dessen Lebenswerk. "Verhoeven verbindet wie kein anderer politischen Anspruch, höchste künstlerische Qualität und großes Ansehen beim Publikum", sagte Edmund Stoiber laut Redemanuskript bei der Filmpreis-Gala am Abend in München. In fast 40 Jahren habe Verhoeven ein Werk geschaffen, das seinesgleichen suche.

Tom Tykwer bekommt den Regiepreis

Den Preis für die beste Regie erhielt Tom Tykwer für seinen Historienfilm "Das Parfum", der auch den Preis für die beste Ausstattung erhielt. Als bester männlicher Hauptdarsteller wurde Jürgen Vogel für seine Rolle als Autoverkäufer Max in dem Drama "Emmas Glück" geehrt. Für ihre Hauptrolle in "Strajk - die Heldin von Danzig" erhielt Katharina Thalbach einen der beiden zu vergebenden Preise als beste Darstellerin. Andreas Höfer erhielt den bayerischen Oscar für die beste Kamera in "Strajk".

Den Porzellan-Pierrot für das beste Drehbuch bekam Autor und Regisseur Chris Kraus für "Vier Minuten", der auch die Auszeichnung für die beste Bildgestaltung bekam. Die Produzenten des Films, Meike und Alexandra Kordes, erhielten den Nachwuchsproduzentenpreis der Film-Verwertungsgesellschaft VGF. Den Nachwuchsregiepreis erhielt Markus H. Rosenmüller für "Wer früher stirbt, ist länger tot".

Das "Sommermärchen" bekommt Publikumspreis

Den Publikumspreis des Bayerischen Filmpreises ging an Sönke Wortmann für seinen Dokumentarfilm "Deutschland. Ein Sommermärchen". Zuschauer des Bayerischen Fernsehens, Hörer von Radio Bayern 3 und Leser der Münchner "Abendzeitung" hatten die WM-Doku aus den fünf erfolgreichsten deutschen Kinofilmen des vergangenen Jahres ausgewählt. Für ihren Film-Essay "Havanna - Die neue Kunst, Ruinen zu bauen" wurden Florian Borchmeyer und Matthias Hentschler mit dem Dokumentarfilmpreis geehrt. Den Preis für den besten Jugendfilm erhielt Gregor Schnitzler ("Die Wolke"). Mit dem Spezialpreis der Jury wurden Joseph Vilsmaier und Dana Vàvrovà für "Der letzte Zug" bedacht.

AP AP

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