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Filmfest Cannes: Mit Brad Pitt, aber ohne Fatih Akin

Es verspricht, ein berauschendes Festival zu werden: Der Wettbewerb des 62. Filmfests von Cannes steht fest. Unter anderem Quentin Tarantino, Pedro Almodovar und Lars von Trier kämpfen um die Goldene Palme.

Große Erwartungen gehen den 62. Filmfestspielen von Cannes voraus: Viel versprechende Regisseure wie Quentin Tarantino, Pedro Almodovar, Jane Campion, Lars von Trier, Michael Haneke, Ang Lee und Terry Gilliam werden mit ihren neuen Werken Premiere feiern und hoffen auf die Goldene Palme. Am Donnerstag haben die Festivalchefs Gilles Jacob und Thierry Fremaux den Spekulationen um die Wettbewerbsaufstellung 2009 ein Ende gesetzt. Insgesamt sind 20 Filme im Rennen.

Neben Tarantinos Weltkriegs-Abenteuer "Inglourious Basterds", das Brad Pitt auf den roten Teppich an der Côte d'Azur bringt, und Almodovars neuem Penélope-Cruz-Film "Broken Embraces" wird Ang Lees lang erwarteter Hippie-Film "Taking Woodstock" zu sehen sein. Lars von Trier wird "Antichrist" präsentieren, in dem Willem Dafoe und Charlotte Gainsbourg mitspielen. Campion erzählt in "Bright Star" von dem Poeten John Keats.

Ledgers letzte Rolle

Ken Loach ist in diesem Jahr mit dabei wie auch Michael Haneke, der sein Schwarz-Weiß-Drama "Das weiße Band" zeigen wird. Ebenso im Wettbewerb stehen Johnny Tos "Vengeance", Elia Suleimans "The Time That Remains", Jaco von Dormaels "Mr. Nobody" mit Diane Kruger, sowie Tsai Ming-liangs "Face" mit Mathieu Amalric und Jeanne Moreau. Eigentlich wollte auch der deutsche Regisseur Fatih Akin seinen Film "Soul Kitchen" beim Festival präsentieren, doch ist er nicht rechtzeitig fertig geworden.

Der letzte Film von Heath Ledger wird ebenfalls gezeigt, allerdings außerhalb des Wettbewerbs: Terry Gilliams "The Imaginarium of Doctor Parnassus". Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law haben den "Dark Knight"-Star in den noch fehlenden Szenen gespielt, nachdem Ledger im vergangenen Jahr während der Dreharbeiten plötzlich verstarb.

Insgesamt werden an der Croisette 52 Filme aus 32 verschiedenen Ländern zu sehen sein. 46 Weltpremieren werden gefeiert. Das Festival wird erstmals mit einem Trickfilm eröffnet und zwar Pixars "Oben", der zudem in 3D gezeigt wird. Abschlussfilm ist Jan Kounens Coco-Chanel-Biografie "Coco Chanel and Igor Stravinsky" mit Mads Mikkelsen und Anna Mouglalis. Jurypräsidentin ist die französische Schauspielerin Isabelle Huppert.

Das Festival beginnt am 13. und endet am 24. Mai.

AP/Reuters/sal