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Preisverleihung in Los Angeles Tarantino-Komödie gewinnt drei Golden Globes - Kriegsdrama holt wichtigste Auszeichnung

Quentin Tarantino bei der Verleihung der 77. Golden Globe Awards
Quentin Tarantino bei der Verleihung der 77. Golden Globe Awards mit seiner Auszeichnung für das beste Drehbuch für den Film "Once Upon a Time in Hollywood".
© Chris Pizzello / DPA
Die Golden Globes sind zum 77. Mal verliehen worden. Zu den Gewinnern gehörten "Once Upon a Time in Hollywood" und ein düsteres Kriegsdrama. Viele Stars - von Nicole Kidman bis Brad Pitt - feierten bei der Trophäengala mit.

Der Kriegsfilm "1917" des britischen Regisseurs Sam Mendes ist mit dem Golden Globe als bestes Filmdrama ausgezeichnet worden. Das gab der Verband der Auslandspresse in der Nacht zum Montag in Beverly Hills bekannt. Mendes' Film über den Ersten Weltkrieg setzte sich - für viele Branchenexperten überraschend - gegen so starke Konkurrenz wie die dunkle Komödie "Joker", die herzerweichende Scheidungsgeschichte "Marriage Story", den Mafiafilm "The Irishman" und das Werk "Die zwei Päpste" über Benedikt und seinen Nachfolger Franziskus durch. Mendes drehte das Werk so, dass es aussieht, als sei es in einer einzigen Einstellung gefilmt - dafür nahm er auch den Preis für die beste Regie entgegen.

Drei Golden Globes für Tarantino-Film

In der Komödien-Sparte gewann "Once Upon a Time in Hollywood" von Regisseur Quentin Tarantino. Die mit vielen Stars besetzte Hommage an das Hollywood der 60er-Jahre wurde noch mit zwei weiteren Preisen geehrt: Tarantino siegte mit dem besten Drehbuch, Brad Pitt als bester Nebendarsteller.

Die amerikanische Schauspielerin Renée Zellweger (50) holte den Golden Globe als beste Schauspielerin in dem Filmdrama "Judy" über die Schauspielikone und Sängerin Judy Garland. In der Männerriege gewann der amerikanische Schauspieler Joaquin Phoenix (45) für seine Rolle in dem düsteren Thriller "Joker" den Globe als bester Drama-Darsteller. Beste Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical wurde die US-Komikerin und Musikerin Awkwafina für ihre Rolle in der Tragikomödie "The Farewell".

Gleich zwei Auszeichnungen gab es auch für "Rocketman" über das Leben des Sängers Elton John: Der Brite Taron Egerton gewann den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in der Sparte Komödie/Musical - und Elton John selbst wurde für den besten Filmsong geehrt.

Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci in "The Irishman"

Deutsche Kandidaten gab es diesmal nicht. Der Film "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt hatte es nicht unter die Nominierten in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" geschafft. Hier siegte der Südkoreaner Bong Joon Ho (50) mit seinem gefeierten sozialkritischen Thriller-Drama "Parasite".

Tom Hanks erhält Ehrenpreis

Zum fünften Mal stand der britische Komiker Ricky Gervais als Gastgeber auf der Bühne. Zwei Ehrenpreisträger standen vorab schon fest. Die US-Moderatorin Ellen DeGeneres erhielt den Carol-Burnett-Preis als Ehrung für besondere TV-Persönlichkeiten. Tom Hanks wurde mit dem Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk gewürdigt.

Die Golden Globes, nach den Oscars Hollywoods wichtigste Filmpreise, wurden in Beverly Hills zum 77. Mal vergeben. Sie gelten als wichtiger Hinweis darauf, welche Filme und Darsteller bei den später verliehenen Oscars gute Chancen haben. Im vergangenen Jahr gewannen nahezu sämtliche Golden-Globe-Preisträger später auch einen Oscar. Die Frist für die Oscar-Nominierungen endet am Dienstag.

Über die Auszeichnungen des Verbands der Auslandspresse (HFPA) in 25 Film- und Fernsehkategorien entscheiden rund 90 internationale Journalisten, die seit Langem in Hollywood arbeiten. Bei den Oscars stimmen fast 9000 Filmschaffende ab. Die Academy Awards werden am 9. Februar vergeben.​​​​​

mad DPA AFP

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